Heute ist der 29.04.2026 und die Vorfreude ist groß! Das Sommertheater-Ensemble der Aiserbühne bringt die packende Geschichte des Glöckners von Notre-Dame auf die Bühne im Steinbruch in Perg. Unter dem Titel „Der Glöckner“ erwartet die Zuschauer eine eigene Adaption des bekannten Werkes von Victor Hugo. Hier wird nicht nur die packende Handlung erzählt, sondern auch eine Vielzahl an Themen angesprochen, die zum Nachdenken anregen.
Im Mittelpunkt steht Quasimodo, der Glöckner von Notre-Dame. Vom Archidiakon Claude Frollo aufgezogen, lebt er einsam im Glockenturm. Seine Isolation wird durch die Begegnung mit der Tänzerin La Esmeralda während der Feierlichkeiten des Narrentages 1482 aufgebrochen. Es ist eine tragische Liebesgeschichte, die nicht nur Quasimodo, sondern auch den Hauptmann Phöbus de Châteaupers betrifft, der ebenfalls in La Esmeralda verliebt ist. Hier wird es spannend: Liebe, Gerechtigkeit, Rache, aber auch Ausgrenzung und religiöser Fanatismus sind zentrale Themen, die das Stück behandelt.
Vorstellungen und besondere Angebote
Die Aufführungen finden um 20:30 Uhr statt, Einlass ist bereits um 19:30 Uhr. Wer besondere Bedürfnisse hat, kann sich auf spezielle Termine mit Gebärdendolmetscherin freuen, die am 23. Mai, 4. Juni und 20. Juni stattfinden. Die Altersempfehlung liegt bei 12 Jahren, was darauf hindeutet, dass das Stück durchaus potenziell triggernde Themen wie Ausgrenzung, Sexismus, Ableismus, Hinrichtungen und Tod behandelt. Das ist kein leichtes, aber ein sehr relevantes Thema für die heutige Zeit.
Karten sind über Ö-Ticket und bei Partnern wie Trafik Starzer erhältlich. Ein kleiner Hinweis: Sollten die Aufführungen aufgrund von Schlechtwetter abgesagt werden, gibt es eine Rückerstattung des Kartenpreises. Informationen dazu sind auf den Social-Media-Kanälen der Aiserbühne zu finden. Es lohnt sich also, regelmäßig reinzuschauen!
Einblick in die Themen
Die Adaption von „Der Glöckner“ beschränkt sich nicht nur auf die bekannten Motive der Einsamkeit und der Suche nach Liebe, sondern geht auch tiefer. Das Stück stellt die Würde des Menschen in den Vordergrund und thematisiert, wie gesellschaftliche Strukturen und religiöse Überzeugungen Menschen ausgrenzen können. Diese Themen sind in der heutigen Zeit besonders brisant und regen dazu an, über das eigene Verhältnis zu Gerechtigkeit und Menschlichkeit nachzudenken.
Die Aiserbühne hat sich mit dieser Inszenierung wieder einmal ein ehrgeiziges Projekt vorgenommen. Es ist spannend zu sehen, wie die Schauspieler mit der komplexen Materie umgehen und welche Emotionen sie auf die Bühne bringen werden. Das Ambiente des Steinbruchs wird sicherlich auch seinen Teil dazu beitragen, die Zuschauer in die Welt von Quasimodo und La Esmeralda zu entführen. Wir dürfen gespannt sein auf eine Mischung aus bewegender Erzählkunst und eindringlicher Thematik.