Eine bemerkenswerte Reise hat vor wenigen Tagen ihren Höhepunkt erreicht. Am 5. Mai 2026 reiste die deutsche Pilgerin Sabine Struck erstmals seit 15 Jahren als Pilgerin auf dem Jerusalemweg nach Syrien ein. Ein großer Schritt für die 43-Jährige, die seit rund einem Jahr allein zu Fuß in Richtung Jerusalem unterwegs ist. Ihr Weg führte sie durch Oberösterreich, unter anderem über Linz und Arbing, den historischen Gründungsort des Jerusalemwegs. Diese Pilgerreise hat für das Jerusalem Way International Peace Team eine besondere Bedeutung, da sie in einer Zeit stattfindet, in der viele Teile der Route als unsicher gelten.

Johannes Aschauer, der Gründer des Jerusalemwegs, bezeichnete die Einreise einer Pilgerin nach so vielen Jahren als starkes Zeichen der Hoffnung. Struck bekam Unterstützung von Menschen in der Türkei, die ihr halfen, die nötigen Vorbereitungen und Genehmigungen für ihre Einreise zu organisieren. Ein arabisches und ein türkisches Schreiben des „Jerusalem Way“ erleichterten ihr den Grenzübertritt. Nach der anstrengenden Reise setzte Struck ihren Weg in Richtung Aleppo fort. Dieser Abschnitt gilt als historisch und kulturgeschichtlich bedeutend, denn er führt durch die Region der „Toten Städte“ im Nordwesten Syriens.

Der Jerusalemweg: Ein Zeichen des Friedens

Der Jerusalemweg selbst ist nicht nur ein Pilgerweg, sondern ein internationaler Friedens- und Pilgerweg, der Europa mit Jerusalem verbindet und den interkulturellen sowie interreligiösen Dialog fördert. Die Route führt durch zahlreiche historisch, kulturell und spirituell bedeutende Regionen in Europa und dem Nahen Osten und gilt als einer der längsten Pilger- und Friedenswege der Welt. Insgesamt erstreckt sich der Weg über rund 8500 Kilometer und verbindet 19 Länder auf zwei Kontinenten.

Die Idee eines Weges vom Herzen Europas nach Jerusalem wurde 2006 geboren. 2010 wurde das internationale Friedensprojekt konkret umgesetzt und hat seitdem viele Pilger:innen angezogen, die zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auf andere Weise die Route beschreiten. Besonders hervorzuheben ist die Gastfreundschaft, die die Pilger in Ländern wie dem Balkan, der Türkei, Jordanien und Palästina/Israel erleben dürfen. Viele bedeutende Orte und UNESCO-Welterbestätten liegen entlang des Weges, darunter Santiago de Compostela, Wien und Jerusalem. Tausende Menschen haben bereits diesen Weg beschritten, und die Facebook-Community des Jerusalemwegs zählt über 6.000 Mitglieder aus mehr als 100 Ländern.

Ein Blick in die Zukunft

Obwohl die Grenze zu Syrien derzeit geschlossen ist, bleibt der Jerusalemweg ein Symbol der Hoffnung und des Friedens. Geplante geführte Pilgerreisen, wie die in der Türkei vom 25. September bis 09. Oktober 2026, bieten eine Möglichkeit, sich weiterhin für den interkulturellen Dialog und die Völkerverständigung einzusetzen. Das Projekt ist offizieller Kandidat für die Zertifizierung als Kulturroute des Europarats und befindet sich derzeit im Evaluierungsprozess. Mit dem Buch „Aus dem Herzen Europas zu Fuß nach Jerusalem“ von Johannes Aschauer, einem Bestseller, wird die Botschaft des Jerusalemwegs weitergetragen. Der Pilgerpass für die Reise kann im Shop bestellt werden, und aktuelle Aktivitäten wie der internationale Peacewalk zeigen, dass der Jerusalemweg lebendig ist und auch in Zukunft viele Menschen zusammenbringen wird.

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Die Reise von Sabine Struck wird sicherlich nicht nur für sie selbst, sondern auch für viele andere Pilger:innen ein Ansporn sein, den Weg nach Jerusalem zu wagen und die Botschaft des Friedens weiterzutragen. Jeder Schritt, den sie macht, ist ein Schritt in Richtung Hoffnung und interkulturellem Austausch.