Gestern, am 22. Mai 2026, fand ein spannendes Europacup-Playoff-Finale in Ried statt. Die SV Oberbank Ried konnte sich mit einem 2:1-Sieg gegen Rapid Wien durchsetzen und damit einen wichtigen Schritt in Richtung internationaler Wettbewerbe machen. Vor 4.638 Zuschauern, die die Atmosphäre zum Kochen brachten, startete das Spiel mit einer aufregenden Anfangsphase. Rapid Wien hatte gleich drei Torchancen, die allerdings ungenutzt blieben. Das erste Tor für Ried fiel dann in der 11. Minute durch Nikki Havenaar, der nach einem Eckball zur Stelle war.
Die Spannung blieb bis zur 75. Minute hoch, als Rapid durch Romeo Amane ausglich, der von Petter Nosa Dahl bedient wurde. Doch die Freude der Rapid-Anhänger währte nicht lange. Nur zwei Minuten später, in der 77. Minute, stellte Joris Boguo den alten Abstand wieder her, unterstützt von Serge-Philippe Raux-Yao. Trainer Maximilian Senft lobte nach dem Spiel die Leistung seiner Mannschaft und die Unterstützung der Fans. „Wir haben nicht auf Unentschieden gespielt“, betonte er, was die mentale Stärke seines Teams unterstreicht.
Ein Abschied mit Wehmut
Der Erfolg kam zu einem bittersüßen Zeitpunkt für die SV Oberbank Ried. Senft, der das Team in herausfordernden Zeiten übernommen hatte und es sportlich weiterentwickelte, wird den Verein verlassen, um beim Karlsruher SC einen neuen Karriereschritt zu wagen. Präsident Thomas Gahleitner unterstützt diesen Schritt und sieht die SV Oberbank Ried als Sprungbrett für Trainer und Spieler. Senft blickt auf vier prägende Jahre in Ried zurück, in denen er eine zukunftsfähige Mannschaft formte und den Wiederaufstieg konsequent verfolgte – ein Ziel, das im vergangenen Jahr erreicht wurde. Jetzt möchte er sich mit einem Europacup-Startplatz verabschieden.
Die Mannschaft wurde bereits über seinen Abgang informiert, und die Vorbereitungen für eine mögliche Nachfolge laufen bereits. Gahleitner hebt die Professionalität von Senft hervor und betont, dass der Verein darauf bedacht ist, die Konstanz in der sportlichen Entwicklung sicherzustellen. Sportvorstand Wolfgang Fiala ist für die Kaderplanung verantwortlich, während mehrere Kandidaten für die Nachfolge auf der Watchlist stehen.
Die Zukunft im Blick
Ein spannendes Kapitel beginnt, während die SV Oberbank Ried in die nächste Runde blickt. Michael Sollbauer hat sich verletzt, und sein Einsatz am Montag ist fraglich. Auch Antonio Van Wyk wird voraussichtlich nicht spielen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Mannschaft ohne diese Leistungsträger schlagen wird, vor allem, da Senft betont hat, dass sie weiterhin offensiv spielen und nicht auf Unentschieden spielen werden. Das Team hat das Zeug dazu, auch ohne ihren Trainer weiter erfolgreich zu sein, doch die Umstellung wird sicher nicht einfach.
Die Fans haben Senft nach dem Spiel gefeiert und verabschiedet, was zeigt, wie sehr er geschätzt wird. Eine Ablösezahlung für Senft wird fällig, und das wird sicherlich ein Thema in den kommenden Tagen sein. Der Fokus liegt jedoch auf dem bevorstehenden Europacup-Einzug, der als krönender Abschluss seiner Zeit in Innviertel betrachtet wird.
In einer Zeit, in der Trainerwechsel in der Bundesliga oft an der Tagesordnung sind, bleibt zu hoffen, dass die SV Oberbank Ried die richtige Entscheidung trifft und die positive Entwicklung des Vereins fortgesetzt wird. Die nächsten Wochen werden entscheidend sein, sowohl für die Spieler als auch für die Vereinsführung.