Heute ist der 7.05.2026 und in Ried wird ein ganz besonderes Kapitel der regionalen Kulturgeschichte gefeiert. Der Trachtenverein Ried, der bereits 1921 gegründet wurde, hat sich über die Jahrzehnte hinweg nicht nur als Hüter des Brauchtums etabliert, sondern auch als ein Ort der Begegnung für Generationen. Über ein Jahrhundert prägt dieser Verein das kulturelle Leben der Region und sorgt für Freude am Volkstanz. Die Geschichte des Vereins ist alles andere als geradlinig, besonders während der dunklen Zeit des Zweiten Weltkriegs, als das Vereinsleben abrupt zum Stillstand kam. Doch nach dem Krieg, 1946, fanden sich ehemalige Mitglieder zusammen und schufen eine neue Basis für den Fortbestand des Vereins.

Unter der Leitung von Obmann Leopold Zellner erlebte der Verein einen Neuanfang als Gebirgstrachtenerhaltungsverein „Edelweiß“ Ried. Es war ein mutiger Schritt, der die Traditionen bewahren sollte. Ein Jahr später, 1947, wurde eine Jugendgruppe unter der Federführung von Franz Wimmer ins Leben gerufen. Das war ein cleverer Schachzug, um das Brauchtum an die nächste Generation weiterzugeben. Das Vereinsleben blühte auf, und 1958 wurde das 35-jährige Bestehen des Vereins mit viel Freude gefeiert. Ein weiterer Meilenstein war 1967, als der Verein zu seinem ursprünglichen Namen zurückkehrte und die Rieder Festtracht einführte.

Jubiläen und Entwicklungen

Im Laufe der Jahre wurde der Trachtenverein Ried zum Zentrum zahlreicher kultureller Veranstaltungen. So organisierte man beispielsweise das Innviertler Zechentreffen und begrüßte 1980 sogar eine finnische Tanzgruppe. Das zeigt, wie international der Verein aufgestellt war! Ein großer Fortschritt war auch der Ausbau des Vereinslokals 1986, der die Infrastruktur erheblich stärkte. Reisen nach Italien und in die Schweiz festigten den Zusammenhalt unter den Mitgliedern und sorgten für unvergessliche Erinnerungen. So feierte der Verein 1991 sein 70-jähriges Jubiläum und 2011 wurde das 90-jährige Bestehen in der Bauernmarkthalle gebührend gefeiert. Das große Highlight, das 100-jährige Bestehen im Jahr 2021, fiel aufgrund der Pandemie leider etwas bescheiden aus.

Und nun, 2026, steht bereits der nächste Wandel an. Jessica Gruber, die Enkelin von Helmut Gruber, wird als erste Frau zur Obfrau gewählt. Das ist nicht nur ein starkes Zeichen für die Gleichstellung, sondern auch ein Symbol für den frischen Wind, den junge Menschen in traditionelle Strukturen bringen können. Es zeigt, dass der Verein nicht nur in den Wurzeln verankert ist, sondern auch den Blick in die Zukunft richtet.

Ein Ort der Gemeinschaft

Der Trachtenverein Ried ist nicht nur ein Ort für Volkstanz und Brauchtumspflege, sondern auch ein sozialer Knotenpunkt, an dem sich Menschen verschiedener Generationen treffen. Hier wird das Miteinander großgeschrieben. Jedes Fest, jede Veranstaltung bringt die Mitglieder näher zusammen. Die Lieder und Tänze sind nicht nur Tradition, sie sind ein Teil der Identität der Region. Und das ist für die Menschen in Ried von unschätzbarem Wert.

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Ein Blick in die Geschichte zeigt, wie viel Arbeit und Liebe in diesem Verein steckt. Vom Wiederaufbau nach dem Krieg bis hin zu den vielen Feiern und Erlebnissen – der Trachtenverein Ried hat die Herzen vieler Menschen berührt und wird das auch weiterhin tun. Es bleibt spannend, wie sich die kommenden Jahre entwickeln werden und welche neuen Traditionen vielleicht entstehen. Die Verbindung zwischen den Generationen wird in diesem Verein immer eine zentrale Rolle spielen.