Heute ist der 2.06.2026, und in Rohrbach gibt es Neuigkeiten aus der Landwirtschaft, die nicht nur unsere Bauern, sondern auch die gesamte Region betreffen. Der Unabhängige Bauernverband (UBV) hat sich kürzlich mit Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig getroffen. Karl Keplinger, der Landesobmann des UBV aus Helfenberg, war ebenfalls anwesend. Bei diesem Treffen wurde klar, dass die Herausforderungen, insbesondere in den Berg- und Alpenregionen sowie bei klein- und mittelstrukturierten Familienbetrieben, stärker in den Fokus rücken müssen. Die aktuellen Rahmenbedingungen sind alles andere als rosig.
Der UBV hat eindringlich auf den massiven Preisverfall bei Rindfleisch und die niedrigen Preise für Getreide und Schweinefleisch hingewiesen. Dies führt zu einem erhöhten Wettbewerbsdruck auf die heimische Landwirtschaft, was durch Handelsabkommen wie Mercosur sowie die Marktöffnung gegenüber der Ukraine noch verstärkt wird. Um dem entgegenzuwirken, fordert der UBV eine Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik, die nicht nur fairere Wettbewerbsbedingungen sichern soll, sondern auch die regionale Wertschöpfung fördern möchte.
Forderungen des UBV
Ein zentrales Anliegen des UBV ist die Entlastung bei Agrardiesel, CO2-Abgaben und Düngemitteln. Zudem wird die Anerkennung der Klimaleistungen der Bauern gefordert. Auch die Bürokratie ist ein großes Thema: Die Landwirte wünschen sich praxistaugliche und bürokratiearme Lösungen, insbesondere bei der EU-Entwaldungsverordnung. Der UBV hat sogar ein Sockelbetragsmodell vorgestellt, das Minister Totschnig prüfen will.
Ein weiterer Punkt, der die Gemüter erhitzt, ist die Forderung nach 1.000 Agrarbeamten weniger. Laut UBV würde dies 100 Millionen Euro mehr für die Bauern bedeuten. Da kann man nur sagen: Das wäre doch ein echter Lichtblick! Auch eine Inflationsanpassung von Förderungen und Ausgleichszahlungen steht auf der Liste. Die Vereinfachung von Wassernutzungsrechten und die Ausweitung von Bewässerungsförderungen sind weitere essentielle Themen, die zur Sprache kamen.
Herausforderungen im Holztransport
Ein Thema, das nicht unerwähnt bleiben darf, ist der Handlungsbedarf bei Problemen im Holztransport durch ÖBB Rail Cargo. Diese Herausforderungen belasten nicht nur die Waldbauern, sondern auch die gesamte Holzwirtschaft. Außerdem wurden sozial- und steuerrechtliche Verbesserungen gefordert, die insbesondere die Grenze für die Sozialversicherungspflicht anheben und höhere Zuverdienstmöglichkeiten für Nebenerwerbslandwirte schaffen sollen.
Die Anliegen des UBV sind entscheidend, um die Landwirtschaft in Österreich zukunftsfähig zu gestalten. Es bleibt abzuwarten, wie schnell und in welchem Ausmaß die Politik auf diese Forderungen reagiert. Die Landwirte stehen vor großen Herausforderungen, und die Zeit zum Handeln drängt. Schließlich geht es nicht nur um die wirtschaftliche Existenz vieler Betriebe, sondern auch um die Erhaltung unserer Kultur und Tradition, die eng mit der Landwirtschaft verbunden ist. Die Gespräche mit Minister Totschnig sind ein erster Schritt – doch der Weg ist noch lang.
