Heute ist der 30.04.2026 und wir blicken auf einen April zurück, der irgendwie anders war als gewohnt. Die mittlere Temperatur lag bei etwa 9,9 Grad, was immerhin 0,8 Grad über dem langjährigen Mittel von 1991 bis 2020 liegt. Wenn man das Wetter zu Beginn des Monats betrachtet, wird schnell klar, dass es eher wechselhaft war. Es gab kaum Niederschläge, was für viele Pflanzen und Gärten nicht gerade ideal ist. Aber dann kam der 5. April – ein Tag, der uns mit einem Sturmtief und Böen bis zu 60 km/h überraschte. Die warme Luft aus dem Mittelmeerraum sorgte dafür, dass in Altmünster sogar Temperaturen von bis zu 24,7 Grad erreicht wurden. Das war jedoch nicht alles: Auch an anderen Orten wie Mondsee, Vöcklabruck und Unterach schien die Sonne kräftig, wobei die Höchstwerte stets unter 25 Grad blieben. Kein Sommertag in Sicht!

Natürlich gab es auch die kühlen Momente, die uns daran erinnerten, dass es April ist. In Vöcklabruck wurden beispielsweise Temperaturen von -1,9 Grad gemessen. Frost – und das mitten im Frühling! In der zweiten Monatshälfte hingegen kam die Sonne dann doch wieder mehr zum Zug, was die Gemüter aufhellte. Gewitter mit stürmischen Böen traten am 5. und 19. April auf und erinnerten uns daran, dass das Wetter immer noch seine eigenen Regeln hat. Die Niederschlagsmengen waren in vielen Regionen eine echte Katastrophe. In Seewalchen fielen nur rund 37 Prozent des langjährigen Mittels. Eine spannende Wetterlage, die durch die Kombination aus Trockenheit und den plötzlichen warmen Tagen zu einem interessanten April 2026 führte. Für mehr Details zu den Wetterereignissen können Sie hier nachlesen.

Ein Blick über die Grenzen

Nicht nur in Österreich war der April bemerkenswert. Auch in der Schweiz sah es ähnlich aus. Dort gab es vom 4. bis 9. April einige Tage, die sich fast sommerlich anfühlten. In tiefen Lagen wie dem Jura oder im Rhone- und Rheintal wurden Tageshöchstwerte von über 20 °C erreicht – in Biasca sogar unglaubliche 27,6 °C! Das klingt fast schon nach einem Hochsommer, aber wie wir wissen, bleibt das Wetter launisch. Nur wenige Tage im April brachten mehr als 1 mm Niederschlag, hauptsächlich am 12. und 13. April. Das ist schon etwas beunruhigend, wenn man bedenkt, dass im Mittelland normalerweise 70-100 mm Niederschlag zu erwarten wären.

Die Trockenheit war also nicht nur ein regionales Phänomen. In vielen Gebieten wurden bis zum 27. April kaum noch 15% des Normniederschlags registriert – und das in einem Monat, in dem wir doch eigentlich auf einen Frühling hoffen. Diese Wetterlage ist nicht nur ein vorübergehendes Phänomen, sondern lässt uns auch über den Klimawandel nachdenken. Veränderungen in der Landnutzung und der Anstieg der Treibhausgaskonzentrationen durch menschliche Aktivitäten haben Auswirkungen auf unser Klima. Der anthropogene Treibhauseffekt führt zu einer zusätzlichen Erwärmung, die uns alle betrifft.

Die Zukunft im Blick

Und was erwartet uns im Mai? Die Vorhersagen deuten auf drei bis vier Sommertage mit Temperaturen von mindestens 25 Grad hin. Das klingt vielversprechend! Aber wir sollten auch daran denken, dass der Klimawandel nicht nur unsere Temperaturen beeinflusst, sondern auch unsere Niederschlagsverteilung und Ökosysteme. Laut dem IPCC, der 1988 gegründet wurde, um wissenschaftliche Forschung zum Klimawandel zusammenzufassen, könnte es bis 2100 zu einem Temperaturanstieg von bis zu 2 °C kommen, wenn wir nichts unternehmen. Das sind besorgniserregende Aussichten!

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So bleibt uns nichts anderes übrig, als die nächsten Wochen gespannt zu beobachten und zu hoffen, dass der Frühling uns nicht nur mit Sonne, sondern auch mit etwas mehr Niederschlag verwöhnt. Die Natur braucht es, und wir auch!