Am vergangenen Wochenende wurde in Gunskirchen ein ganz besonderes Jubiläum gefeiert: Die Goldhaubengemeinschaft Wels-Land beging ihr 50-jähriges Bestehen mit einem festlichen Frühlingsball. Die Veranstaltung zog zahlreiche begeisterte Besucher in den Saal, die sich auf ein abwechslungsreiches Programm freuen konnten. Der Anlass für diese Feier war die Gründung vieler Ortsgruppen unter der ersten Goldhauben-Landesobfrau Anneliese Ratzenböck im Jahr 1976.

Zu den Ehrengästen zählten prominente Persönlichkeiten wie Nationalrat Klaus Lindinger, Landtagsabgeordneter Michael Weber und Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner. Auch die neue Landesobfrau Christine Huber sowie Bezirksobfrau Romana Haslinger und ihre Stellvertreterin Ingrid Müllner waren anwesend. Besondere Highlights des Abends waren die Auftritte von Kindertanzgruppen aus Bad Wimsbach, Steinhaus und Eberstallzell, die das Publikum mit ihren Darbietungen begeisterten.

Ein Blick auf die Goldhauben-Tradition

Goldhauben sind mehr als nur ein modisches Accessoire; sie sind ein starkes Symbol für Tradition und kulturelle Identität in Oberösterreich. Dieses Wissen wird von Generation zu Generation weitergegeben, wie etwa in der Goldhaubengruppe der Stadt Wels, die seit 1933 im Vereinsregister eingetragen ist. Die Gruppe, die monatlich am ersten Mittwoch im Dreiklang Herminenhof zusammentrifft, setzt sich aus 19 aktiven und 24 unterstützenden Mitgliedern zusammen und pflegt nicht nur die Tracht, sondern auch das soziale Engagement.

Die Goldhaube selbst ist Teil einer festlichen Tracht, die weitere Elemente wie Trachtenschmuck, Gebetsbuch und Blumensträußchen umfasst. Ursprünglich stammt die Goldhaube aus der Frauenhaube des Mittelalters und hat sich seit dem 18. Jahrhundert als Teil der Festtracht in Oberösterreich etabliert. Neben der Goldhaube gibt es auch andere Kopfbedeckungen wie Perlhaube, Häubchen, Kopftuch und Hut, die als Identitätszeichen fungieren.

Feierlichkeiten und Engagement

Der Frühlingsball bot nicht nur einen festlichen Rahmen, sondern auch eine Würdigung der Geschichte und der Arbeit der Goldhaubenfrauen im Bezirk. Sabine Kronberger moderierte die Veranstaltung und führte durch Reden und Interviews, die die Bedeutung der Gemeinschaft unterstrichen. Ein weiteres Highlight war die Vorführung neuer Goldhaubenkleider im Empire-Stil sowie eine Trachtenmodeschau der Wichtelstube. Den krönenden Abschluss bildete die Mitternachtseinlage der Lederhosenfeger, die das Publikum mit ihrer Darbietung mitreißten.

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Die Goldhaubengruppe Wels engagiert sich auch darüber hinaus: Sie verkaufen Mehlspeisen und Handarbeiten zugunsten sozial Bedürftiger und pflegen Traditionen durch Besuche in Altersheimen und andere Veranstaltungen. So bleibt die Gemeinschaft nicht nur ein Ort der Tracht und Tradition, sondern auch ein aktives Netzwerk des sozialen Miteinanders.

Für Interessierte, die mehr über die Goldhaubenkultur erfahren oder sich engagieren möchten, steht Obfrau Andrea Schäfer unter der E-Mail-Adresse andrea.schaefer@goldhauben.org zur Verfügung.

Die Goldhaubengemeinschaft Wels-Land ist somit nicht nur ein wichtiger Bestandteil der regionalen Kultur, sondern auch ein lebendiges Beispiel für den Erhalt von Traditionen in der modernen Gesellschaft. Die Begeisterung der Mitglieder und der Besucher beim Frühlingsball zeigt, dass die Wurzeln tief verankert sind und das Brauchtum auch in Zukunft weiterlebt.