Ein 51-jähriger ungarischer Hausmeister hat sich am Montagnachmittag bei einem Beherbergungsbetrieb in Ried im Oberinntal schwer verletzt. Gegen 16:10 Uhr spaltete er Brennholz mit einem über ein Fußpedal bedienten Kurzholzspalter.

Plötzlich geriet seine linke Hand zwischen den Spaltkeil und ein Holzstück. Der linke Zeigefinger wurde dabei vollständig abgetrennt. Rettungsdienst und der Notarzthubschrauber „C5“ versorgten den Mann zunächst vor Ort, anschließend wurde er zur weiteren Behandlung in das Landeskrankenhaus Innsbruck geflogen.

Holzspalten: Kleine Unachtsamkeit, große Folgen

Brennholzspalten ist Arbeit für Hobbyanwender ebenso wie für professionelle Forstleute. Gerade weil dabei hohe Kräfte wirken, hat die Sicherheit höchste Priorität. Häufige Verletzungen sind Schnitt- und Quetschverletzungen, möglich sind auch Brüche und schwere Kopfverletzungen.

Bei Maschinen wie hydraulischen Holzspaltern können Zweihandbedienungen dafür sorgen, dass beide Hände vom Spaltmechanismus fernbleiben. Auch ein Not-Aus-Schalter gehört häufig zur Ausstattung. Vor dem Betrieb muss das Gerät auf festem Untergrund stehen, das Holz korrekt positioniert sein und die Bedienungsanleitung beachtet werden.

Schutz und ein aufgeräumter Arbeitsplatz

Zur persönlichen Schutzausrüstung zählen eine schnittfeste Schutzbrille gegen Holzsplitter und Sägemehl, Schutzhandschuhe gegen Kanten und Splitter sowie für besseren Werkzeughalt und Sicherheitsschuhe mit Stahlkappen und rutschfester Sohle. Bei längeren Arbeiten mit Maschinen, etwa hydraulischen Holzspaltern, ist außerdem Gehörschutz sinnvoll.

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Der Arbeitsplatz sollte eben, rutschfest und frei von Hindernissen sein. In der Nähe von Hängen, Klippen oder anderen gefährlichen Geländestellen hat er nichts verloren. Holzreste, nicht benötigte Werkzeuge und andere Stolperfallen gehören regelmäßig weggeräumt. Ein Erste-Hilfe-Set sollte griffbereit liegen; bei größeren Maschinen ist auch eine Notfallanweisung ratsam.

Bewegliche Teile müssen regelmäßig gewartet werden. Ebenso sollten lose Schrauben, abgenutzte Klingen und andere Verschleißerscheinungen kontrolliert werden. Sind Teile beschädigt, ist der Betrieb sofort einzustellen und das Gerät zu reparieren.

Auch die Axt birgt Risiken

Beim manuellen Spalten steht man stabil, mit leicht gespreizten Beinen. Das Holz kommt auf einen Holzklotz oder eine Spaltunterlage, nicht direkt auf den Boden – dort drohen ein ungünstiger Schlagwinkel und ein mögliches Zurückspringen des Werkzeugs. Der Griff soll fest, aber nicht verkrampft sein.

Äxte und Spalthämmer werden mit kontrollierten, fließenden Bewegungen geführt. Schärfe und Eigengewicht des Werkzeugs sollen die Arbeit unterstützen. Eine stumpfe Klinge verlangt mehr Kraft und erhöht das Abprallrisiko; Klingen sollten daher regelmäßig geschärft werden. Wer die Axt zu nah am Kopf greift, verliert Schlagkraft und Kontrolle.

Natürliche Risse im Holz bieten geeignete Ansatzpunkte für gezielte Schläge. Bei größeren Holzstücken kann ein Spaltkeil in eine vorhandene Spalte eingeschlagen werden. Knotige oder verdrehte Stücke brauchen Geduld und kontrollierte Schläge. Problematisches Holz wird möglichst von außen nach innen bearbeitet, denn zu heftige Schläge können es unkontrolliert wegspringen lassen.

Kleinere Schnittwunden lassen sich mit Desinfektionsmittel und Verbänden versorgen. Bei schweren Verletzungen ist unverzüglich ärztliche Hilfe erforderlich – wie der Einsatz in Ried zeigt, kann es dabei sehr schnell um weit mehr als einen Kratzer gehen.

Vorschriften und Versicherung im Blick behalten

Je nach Region gelten für Holzarbeiten unterschiedliche Sicherheitsvorschriften. Für die Bedienung bestimmter Maschinen kann eine Schulung vorgeschrieben sein. Anwender sollten außerdem prüfen, ob ihre Versicherung Schäden oder Unfälle bei der Holzarbeit abdeckt.

Der als weitere Quelle angegebene PDF-Bericht des Regierungspräsidiums Kassel ist nicht auswertbar: Es liegt kein lesbarer Nachrichtenartikel vor, sondern nicht lesbarer PDF-/Binärdateninhalt. Quelle: https://rp-kassel.hessen.de/sites/rp-kassel.hessen.de/files/2026-05/2024-bericht-holzspalter.pdf