LASK gegen Ried: Linz will den Cup-Weg zum nächsten Titel fortsetzen
In Ried schaut man am Mittwoch, 28. Oktober 2026, gespannt nach Linz: Der LASK empfängt die SV Ried im Achtelfinale des ÖFB-Cups. Anpfiff in der Raiffeisen-Arena ist um 20:30 Uhr. Es geht um alles oder nichts – dieses K.-o.-Spiel wird nur einmal ausgetragen, eine zweite Chance gibt es nicht.
Für den LASK ist es der erste Cup-Auftritt in dieser Saison, Ried hat bereits in der zweiten Runde gespielt. Eine bestätigte TV-Übertragung für Deutschland gibt es derzeit nicht. Wer das Duell verfolgen will, muss sich also anderweitig auf dem Laufenden halten.
LASK mit viel Torhunger, aber nicht immer dicht
Die jüngsten Pflichtspiele des LASK waren durchaus turbulent. In den vergangenen fünf Partien erzielten die Linzer 13 Tore, kassierten aber ebenfalls 13. Am 21. Oktober 2026 gelang ein 3:2 bei Sporting CP, davor gab es am 17. Oktober ein 4:0 gegen Austria Lustenau. Am 14. Oktober unterlag der LASK Liverpool mit 3:6. Die Gesamtbilanz: zwei Siege, ein Remis und zwei Niederlagen.
Der höchste Sieg in diesem Zeitraum war das 4:0 gegen Austria Lustenau. Die Zahlen erzählen dabei eine ziemlich klare Geschichte: Vorne ist der LASK gefährlich, hinten kann es allerdings schnell unruhig werden. Gerade in einem Cup-Spiel, in dem ein einziger schlechter Moment reicht, ist das nicht ganz nebensächlich.
Ried kommt mit deutlich mehr Rückenwind. Die SVR ist seit fünf Spielen ungeschlagen und erzielte in dieser Serie 15 Treffer. Im ÖFB-Cup setzte sich Ried am 4. September 2026 in der zweiten Runde mit 5:1 gegen SV Wallern durch. Dazu kamen ein 4:1 gegen den Wolfsberger AC am 20. September und ein 3:2 gegen Austria Wien am 17. Oktober. Vier Siege, ein Remis, keine Niederlage.
Der höchste Erfolg der Rieder im betrachteten Zeitraum war das 5:1 gegen SV Wallern. Auch bei ihnen fallen also viele Tore – und auch sie mussten zuletzt immer wieder Gegentreffer hinnehmen. Das verspricht, vorsichtig gesagt, keinen Abend für Fans, die es gern ganz still und nervenschonend hätten.
Die jüngsten Duelle sprechen für die Linzer
In den direkten Begegnungen hatte zuletzt der LASK häufiger die Nase vorne. Am 14. August 2026 gewann Linz in der Bundesliga mit 4:1. Bereits im ÖFB-Cup-Halbfinale am 18. März 2026 setzte sich der LASK in Ried mit 2:1 durch. Über die vergangenen fünf Jahre betrachtet gab es zwar Erfolge auf beiden Seiten und mehrere Unentschieden, besonders in Linz war der LASK zuletzt aber schwer zu knacken.
Ganz ohne Fragezeichen geht die Partie trotzdem nicht über die Bühne. Nach internationalen Einsätzen könnte der LASK rotieren. Ried wiederum lebt von schnellem Umschalten und kann über Standardsituationen sowie Flügelangriffe Druck erzeugen. Genau dort liegt eine mögliche offene Flanke der Gastgeber: Der LASK zeigte sich zuletzt anfällig für schnelle Gegenstöße.
Bei ADMIRALBET wird diese Ausgangslage dennoch deutlich zugunsten des Heimteams bewertet. Der Heimsieg des LASK steht bei 1,40, ein Unentschieden bei 4,20. Für einen Auswärtssieg der SV Ried gibt es die Quote 7,50. Der Markt „Beide Teams treffen“ ist nicht verfügbar, ebenso wenig eine Spitzenquote für das exakte Ergebnis 2:1.
Die Prognose läuft daher auf einen knappen Heimsieg hinaus: LASK 2:1 SV Ried. Das wäre ein Ergebnis, das zum bisherigen Bild passt – Linz mit dem etwas stärkeren Gesamtpaket, Ried unangenehm, aktiv und jederzeit in der Lage, die Partie mit einem Umschaltmoment wieder auf den Kopf zu stellen.
Ein Klub mit langen Aufs und kräftigen Abs
Der LASK trägt eine Geschichte mit sich herum, die weit über dieses Cup-Achtelfinale hinausreicht. Gegründet wurde der Verein am 7. August 1899 als Athletiksportklub Siegfried, zunächst als Schwerathletikverein. Eine Fußballsektion entstand im Februar 1919, vor allem mit ehemaligen Spielern von Germania Linz und des 1908 gegründeten, nach dem Ersten Weltkrieg aufgelösten Linzer Sport-Klubs. Das erste Fußballspiel am 4. Mai 1919 gegen den Fußballverein Wels endete 1:4. Am 14. September 1919 wurde der Vereinsname in Linzer Athletik-Sport-Klub, kurz LASK, geändert. Als Gründungsjahr gilt weiterhin 1908 – bezogen auf die Wurzeln der Fußballsektion im Linzer Sport-Klub.
1924 holte der LASK erstmals die oberösterreichische Landesmeisterschaft und löste damit den vierfachen Meister SK Vorwärts Steyr ab. Auch 1925 und 1926 ging der Titel nach Linz, in der Saison 1926/27 gewann der LASK sogar jedes Meisterschaftsspiel. Nach der Niederlage gegen den SV Urfahr Linz im Jahr 1928 begann unter Trainer Sepp Gurtner die erfolgreichste Vorkriegsphase. 1931 gewann der Klub die Amateurmeisterschaft gegen den GAK nach einem 1:1 auswärts und einem 2:1 daheim. Die Neuauflage des Endspiels verlor der LASK 1932 gegen den GAK mit 0:2 und 2:4.
1938/39 stieg der LASK erstmals in die Erstklassigkeit auf. Die kriegsbedingt schwierige Saison in der Gauliga XVII endete allerdings mit dem Abstieg und null Punkten, weil die Linzer häufig mit einer unvollständigen Mannschaft antreten mussten. Das 0:21 gegen die Wiener Austria blieb die höchste Niederlage. Nach dem Zweiten Weltkrieg führte Trainer Schurl Braun, ehemaliger Spieler des österreichischen „Wunderteams“, den Klub zurück. 1949/50 brachte der LASK nach der oberösterreichischen Landesmeisterschaft in der Relegation gegen Polizei SV Innsbruck und den Villacher SV erstmals Profifußball nach Linz.
Lange hielt die Ruhe nicht. Trotz Verpflichtungen wie Josef Epp kämpfte der LASK gegen den Abstieg und musste 1953/54 hinunter. 1957/58 gewann der Klub mit dem Wiener Neuzugang Turl Brinek die B-Liga und stieg wieder auf. Unter Karl Schlechta wurde der LASK 1961/62 Vizemeister hinter der Wiener Austria und 1963 ÖFB-Cup-Finalist; das Endspiel gegen die Austria ging 0:1 verloren.
1965 schrieb der Klub dann österreichische Fußballgeschichte. Unter Trainer František Bufka und Co-Trainer Laszlo Simko wurde der LASK als erster nicht aus Wien stammender Verein österreichischer Meister – mit einem 2:0 gegen die Vienna. Dazu kam der ÖFB-Cup-Sieg gegen den 1. Wiener Neustädter SC: 1:0 und 1:1. Das Double war perfekt. Danach fand sich der LASK allerdings nicht dauerhaft an der Spitze wieder. 1967 ging ein Cupfinale gegen die Wiener Austria durch Münzwurf verloren, 1970 unterlag Linz Wacker Innsbruck. 1973/74 wurde der Abstieg in der Relegation verhindert, 1977/78 folgte als Tabellenletzter der Gang in die Zweitklassigkeit.
Unter Adolf Blutsch gelang mit dem Sieg in der 2. Division vor Austria Klagenfurt der sofortige Wiederaufstieg. In der ersten Saison danach erreichte der LASK mit den ehemaligen Nationalspielern Helmut Köglberger und Edi Krieger Rang drei. In den folgenden Jahren wechselte der Klub zwischen Abstiegskampf und UEFA-Cup-Plätzen. International schlug der LASK 1984 Östers IF, scheiterte danach aber an Dundee United. 1985 setzte sich Linz gegen Baník Ostrava durch und besiegte Inter Mailand zu Hause dank Johann Gröss mit 1:0. Im Rückspiel verlor der LASK 0:4, Alessandro Altobelli traf dreimal.
1988/89 stieg der LASK ab, 1993/94 kehrte er gemeinsam mit dem FC Linz in die Bundesliga zurück. Torhüter Josef Schicklgruber blieb 1241 Minuten beziehungsweise 13 Spiele ohne Gegentor. 1995 geriet der Verein mit einer Schuldenlast von 25 Millionen Schilling in eine Finanzkrise und meldete am 20. März Konkurs an. Ein Zwangsausgleich mit einer Gläubigerquote von 20 Prozent verhinderte die Liquidation.
Am 21. Mai 1997 fusionierte der LASK umstritten mit dem Stadtrivalen FC Linz zum „LASK Linz“. Der Name war bereits ab 1. Januar 1996 verwendet worden, setzte sich aber zunächst kaum durch. In einem kurz nach der Fusion ausgetragenen, sportlich bedeutungslosen Meisterschaftsspiel verlor der LASK gegen den FC Linz mit 0:3. Mehrere FC-Linz-Spieler wechselten zum LASK, der traditionsreiche Arbeiterverein FC Linz wurde weitgehend aufgelöst.
1997 übernahm Per Brogeland das Traineramt, unter anderem kam Geir Frigård, der österreichischer Torschützenkönig wurde. Die folgende Saison stand im Zeichen des „Rieger-Skandals“. Präsident Wolfgang Rieger musste mit seiner Rieger-Bank Konkurs anmelden; die finanziellen Verflechtungen zwischen Bank und Verein waren zunächst nicht öffentlich bekannt. Leistungsträger wurden verkauft, der Klub konnte sich dadurch sanieren, sportlich war der Abstieg aber nicht mehr zu verhindern.
1998/99 erreichte der LASK unter Marinko Koljanin das ÖFB-Cup-Finale und verlor gegen Sturm Graz im Elfmeterschießen. Weil Sturm Meister wurde, qualifizierte sich Linz dennoch für den UEFA-Cup, schied dort aber in der ersten Runde gegen Steaua Bukarest aus. Nach weiteren Verhandlungen mit Investorengruppen übernahm eine Gruppe um Peter Michael Reichel den Verein; Reichel wurde im Februar 2000 Präsident. 2000/01 stieg der LASK aus der Bundesliga ab und spielte auch in der zweiten Liga zunächst keine führende Rolle.
Besonders bitter war der 13. August 2004: Der LASK verlor zu Hause 0:8 gegen den FC Kärnten. Nach Jahren des Neuaufbaus, vielen Trainerwechseln und Partien vor wenigen hundert Zuschauern setzte langsam die sportliche und wirtschaftliche Erholung ein. Nach der Abstiegsgefahr 2004/05 wurden unter anderem Ivica Vastić, Aleš Čeh und Željko Milinovič sowie Trainer Werner Gregoritsch verpflichtet. 2006 wurde der LASK Zweiter der Ersten Liga hinter SCR Altach, 2007 gelang unter Karl Daxbacher nach sechs Jahren in der Zweitklassigkeit der Aufstieg.
In der Bundesliga etablierte sich der Klub zunächst wieder und lockte rund 10.000 Zuschauer pro Heimspiel an. 2007/08 wurde der LASK Sechster. Daxbacher verließ den Verein nach einem Streit mit Präsident Reichel über seinen Handschlagvertrag und wechselte zur Austria. 2008/09 arbeiteten drei Trainer beim LASK: Andrej Panadic, Klaus Lindenberger und für die letzten Spiele Hans Krankl. Rang sieben stand am Ende zu Buche, danach beendeten Michael Baur und Ivica Vastić ihre Karrieren.
2009/10 übernahm Matthias Hamann das Trainer- und Sportdirektorenamt. Nach einem Zerwürfnis mit Reichel wurde er in der Winterpause abgelöst, am 5. Februar 2010 wurde Helmut Kraft als Trainer präsentiert. Wieder endete die Saison auf Platz sieben. Nach einem schwachen Herbst ersetzte Georg Zellhofer Kraft, später übernahm Walter Schachner. 2010/11 stieg der LASK erneut in die Erste Liga ab, der direkte Wiederaufstieg misslang.
Am 30. April 2012 verweigerte die Bundesliga dem Verein die Lizenz für die Saison 2012/13. Karl Daxbacher übernahm 2012/13 erneut, der LASK gewann die Regionalliga Mitte und musste in die Relegation gegen den FC Liefering. Auswärts verlor Linz 0:2, zu Hause 0:3. Der Aufstieg platzte, während des Heimspiels kam es zu Ausschreitungen enttäuschter Fans.
Nach dem gleichzeitigen Abstieg von Blau-Weiß Linz war die Stadt 2013/14 erstmals seit Gründung der Bundesliga 1974 ohne Klub in den beiden höchsten Ligen. Aus Kostengründen verließ der LASK die Gugl und spielte zeitweise in Schwanenstadt. Am 9. Oktober 2013 wurde über eine drohende Insolvenz berichtet. Im Dezember übernahm die Investorengruppe „Freunde des LASK“ unter Präsident Wolf-Dieter Holzhey den Verein; damit endete die mehr als 13-jährige Ära Reichel.
In der Rückrunde 2013/14 gewann der LASK erneut die Regionalliga Mitte. Gegen den SC-ESV Parndorf 1919 siegte Linz auswärts 1:0 und erreichte zu Hause vor 10.000 Zuschauern ein 1:1. Damit war der Profifußball zurück. Für die folgende Saison wurde der Durchmarsch in die Bundesliga ausgerufen, der Kader mit erfahrenen Spielern verstärkt. Nach einem starken Herbst als Tabellenführer folgte ein schwacher Frühjahrsstart. Nach der Niederlage gegen den zwischenzeitlichen Spitzenreiter SV Mattersburg wurde Daxbacher im März 2015 entlassen, Martin Hiden übernahm. Nach acht Punkten aus neun Spielen wurde für die letzten drei Runden Alfred Olzinger Cheftrainer, Hiden rückte zum Co-Trainer. Der LASK wurde Dritter hinter Mattersburg und Liefering.
Am 25. Mai 2015 wurde Oliver Glasner als neuer Cheftrainer und Sportdirektor ab der folgenden Saison angekündigt. 2015/16 wurde der LASK Zweiter, 2016/17 gewann er mit 77 Punkten die Erste Liga und stieg nach sechs Jahren in der zweiten beziehungsweise dritten Leistungsstufe wieder in die Bundesliga auf. Im März 2017 wurde das Vereinslogo überarbeitet, der Schriftzug „Linz“ verschwand.
2017/18 erreichte der LASK Rang vier und qualifizierte sich für die Europa-League-Qualifikation. Gegen Lillestrøm SK gab es ein 4:0 und ein 2:1. In der dritten Qualifikationsrunde scheiterte Linz an Beşiktaş Istanbul: Nach dem 0:1 im Hinspiel gewann der LASK das Rückspiel 2:1, schied wegen der Auswärtstorregel aber aus. In der Bundesliga 2018/19 wurde der Klub Vizemeister – die beste Platzierung seit dem Meistertitel 1965. Glasner wechselte danach zum VfL Wolfsburg, Valérien Ismaël wurde sein Nachfolger.
2019/20 beendete der LASK den Grunddurchgang mit 54 Punkten auf Platz eins, fiel in der Meistergruppe jedoch auf Rang vier zurück. Wegen Verstößen gegen Corona-Hygieneregeln im Training wurden vier Punkte abgezogen und eine Geldstrafe von 75.000 Euro verhängt; der LASK akzeptierte die Strafe. In der Champions-League-Qualifikation setzte sich Linz gegen den FC Basel durch, scheiterte im Play-off aber mit 1:3 insgesamt an Club Brügge und wechselte in die Europa-League-Gruppenphase.
Dort wurde der LASK mit Sporting Lissabon, PSV Eindhoven und Rosenborg Trondheim Gruppensieger, besiegte im Sechzehntelfinale AZ Alkmaar und traf im Achtelfinale auf Manchester United. Das Heimspiel am 12. März 2020 fand ohne Zuschauer statt und endete 0:5, fünf Monate später verlor Linz im Old Trafford 1:2. Im Juli 2020 trennte sich der Verein von Ismaël und verpflichtete Dominik Thalhammer.
2020/21 wurde der LASK Vierter. Nur am ersten und 32. Spieltag lag er nicht unter den Top drei, nach dem zehnten Spieltag führte er die Tabelle an. Mit 13 Auswärtssiegen stellte der Klub den Saisonrekord von Austria Wien aus den Spielzeiten 1985/86 und 2012/13 ein. Im ÖFB-Cup-Finale verlor der LASK vor leeren Rängen in Klagenfurt gegen Red Bull Salzburg 0:3.
International gewann Linz in der Europa-League-Qualifikation gegen DAC Dunajská Streda mit 7:0 – der höchste Europapokalsieg der Vereinsgeschichte. Im Play-off setzte sich der LASK auswärts gegen Sporting Lissabon 4:1 durch. In der Gruppenphase schlug er Royal Antwerpen, verlor zu Hause aber gegen die Belgier. Nach einem Remis gegen Tottenham und zwei Siegen gegen Ludogorets Razgrad wurde der LASK mit zehn Punkten Gruppendritter.
Als Vierter der Meistergruppe qualifizierte sich der Klub für die Europa Conference League 2021/22. In der Qualifikation setzte sich Linz gegen den FK Vojvodina und im Play-off gegen den FC St. Johnstone durch. In Gruppe A traf der LASK auf Maccabi Tel Aviv, Alaschkert Jerewan und HJK Helsinki. Nach dem 2:0 gegen Alaschkert war der Aufstieg in die Finalrunde bereits am vierten Spieltag fixiert. Der LASK blieb ungeschlagen und wurde mit 16 von 18 möglichen Punkten Gruppensieger.
Im Achtelfinale gegen Slavia Prag gewann der LASK das Rückspiel 4:3, war nach dem 1:4 auswärts aber ausgeschieden. Der Klub erreichte Rang 48 der UEFA-Fünfjahreswertung und war damit zweitbeste österreichische Mannschaft. Die Heimspiele der Conference League wurden in Klagenfurt ausgetragen, das Achtelfinal-Rückspiel in St. Pölten.
Am 9. Oktober 2021 erfolgte der Spatenstich für ein neues Stadion auf der Gugl. 2022/23 belegte der LASK Platz drei der Meistergruppe und qualifizierte sich für die Europa-League-Play-offs. Ende Februar 2023 wurde die neue Raiffeisen Arena gegen Austria Lustenau eröffnet. 2023/24 erreichte der LASK erneut Rang drei der Meistergruppe und die Europa-League-Play-offs. In der Gruppenphase mit dem FC Liverpool schied der Klub als Letzter aus.
Am 31. Mai 2024 gab der Verein die Verpflichtung des ehemaligen Weltmeisters Jérôme Boateng bekannt. Fans kritisierten den Transfer wegen laufender Verfahren gegen Boateng wegen Körperverletzung und seiner Rolle im Zusammenhang mit dem Suizid von Kasia Lenhardt. Am 3. September 2024 trennte sich der LASK nach vier Niederlagen in Folge von Trainer Thomas Darazs und Sportdirektor Radovan Vujanovic. Markus Schopp übernahm beide Aufgaben.
Den Grunddurchgang 2024/25 beendete der LASK auf Rang sieben und verpasste die Meistergruppe. In der Qualifikationsgruppe gewann er die ersten vier Spiele, Ende April 2025 trennte sich der Verein von Schopp. Maximilian Ritscher übernahm interimistisch. Am Ende stand Rang sieben und der Gewinn der Qualifikationsgruppe. Im Europacup-Play-off gewann der LASK zu Hause gegen Rapid 3:1, verlor das Rückspiel aber 0:3 und verpasste damit die internationale Qualifikation.
Am 1. Juli 2025 übernahm der Portugiese João Sacramento. Nach vier Niederlagen in den ersten fünf Spielen der Saison 2025/26 verließ er den Verein Ende September 2025 auf eigenen Wunsch. Nach sieben Bundesliga-Spielen standen zwei Siege und fünf Niederlagen zu Buche, der LASK lag auf Platz zehn und zwei Punkte vor dem GAK. Ritscher sprang erneut interimistisch ein.
Dietmar Kühbauer wurde am 9. Oktober 2025 als neuer Cheftrainer vorgestellt. Er kam vom WAC, mit dem er zuvor den ÖFB-Cup gewonnen und die Meisterschaft nur knapp verpasst hatte, und hatte den LASK bereits in der Saison 2022/23 trainiert. Unter Kühbauer arbeitete sich Linz aus dem Tabellenkeller nach oben und beendete den Grunddurchgang 2025/26 mit einem Punkt Rückstand auf Sturm Graz auf Platz drei.
Im März 2026 gewann der LASK das ÖFB-Cup-Halbfinale gegen Ried und zog ins Endspiel ein. Am 1. Mai besiegte Linz in Klagenfurt den SCR Altach nach Verlängerung 4:2. Erstmals seit 61 Jahren gab es wieder einen Titel. Zu diesem Zeitpunkt führte der LASK auch die Meisterschaft an. Nach Siegen in allen weiteren Meisterschaftsspielen wurde am 17. Mai 2026 mit einem 3:0 bei Austria Wien der Meistertitel fixiert. Der Klub beendete damit eine 61-jährige titellose Zeit und holte zum zweiten Mal in seiner Geschichte das Double.
Die Bundesliga-Saison 2026/27 begann mit drei LASK-Siegen. Am 25. August 2026 qualifizierte sich der Verein erstmals für die Champions-League-Ligaphase. Gegen Celtic Glasgow verlor Linz das Hinspiel 0:3, lag auch im Rückspiel zurück, gewann aber noch 5:1 nach Verlängerung. Bei der Wahl der österreichischen Sportler des Jahres 2026 wurde der LASK als Mannschaft des Jahres ausgezeichnet.
Und nun also Ried, wieder im Cup, wieder in Linz. Die Gäste bringen Form und Mut mit, der LASK die jüngsten direkten Erfolge, die Heimkulisse und eine Mannschaft, die gerade erst gezeigt hat, wie schnell aus einem Rückstand ein Fußballabend für die Geschichtsbücher werden kann.
