Stolpersteine führen in den Rathauskeller: Arnstadt erinnert an die Pogromnacht
In Ried wird am Montag, 9. November 2026, an die Pogromnacht von 1938 erinnert. Die Stadt Arnstadt lädt um 17:00 Uhr zu einem Stolperstein-Rundgang ein. Treffpunkt ist die Karolinenstraße 2 in Arnstadt.
Geleitet wird der Rundgang von Jörg Kaps, dem Beauftragten für das jüdische Erbe der Stadt Arnstadt. Veranstalterin ist die Stadt Arnstadt, als Kooperationspartner ist das Schulamt Westthüringen beteiligt.
Von der Karolinenstraße zum Rathauskeller
Die erste Station an der Karolinenstraße 2 widmet sich der Geschichte der Familie Hirschmann. Danach führt der Weg zum Ried 11, wo an die Familie Friedmann erinnert wird, und weiter zum Ried 10 mit der Geschichte der Familie Ambach.
An den Stolpersteinen können Blumen und Kerzen niedergelegt werden. Das ist kein Programmpunkt mit viel Aufhebens, eher eine stille Möglichkeit, den Namen und den Geschichten der Menschen Raum zu geben.
Der Rundgang endet im Keller des Arnstädter Rathauses. Dort wurden während der Pogromnacht jüdische Männer inhaftiert und misshandelt. In den darauffolgenden Tagen wurden einige von ihnen in das Konzentrationslager Buchenwald verschleppt. Die Veranstaltung ist mit offenem Ende angekündigt.
Erinnerungsarbeit und Quellen
Für die Beschäftigung mit den Novemberpogromen in Thüringen sind Archive, Initiativen und Einzelpersonen wichtig, die Dokumente und Fotos bereitstellen. Ihnen gilt der Dank der Website „Jüdisches Leben in Thüringen“. Bei einigen abgebildeten Fotos und Dokumenten konnten die Urheberrechte trotz sorgfältiger Prüfung nicht geklärt werden; Betroffene werden gebeten, sich mit einer kurzen Nachricht zu melden.
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