550 Jahre Jakobischützen: Tradition und Brauchtum in St. Jakob am Thurn
In St. Jakob am Thurn wird in diesem Jahr ein ganz besonderes Jubiläum gefeiert. Die Jakobischützen, ein traditionsreicher Schützenverein, blicken auf stolze 550 Jahre zurück. Gegründet wurde die Jakobibruderschaft im Jahr 1476, und zwar als Reaktion auf die drohende Türkengefahr. Wer hätte gedacht, dass diese Bruderschaft sich im Laufe der Jahrhunderte nicht nur den militärischen Aspekten, sondern auch der Pflege des Brauchtums widmen würde? Am Sonntag, dem 26. Juli, wird dieses bedeutende Datum gebührend gefeiert, und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.
Am Samstag, dem 25. Juli, findet um 17 Uhr die Weihe der neuen Fahne in der Kirche statt – ein feierlicher Moment, der die Verbundenheit der Mitglieder unterstreicht. Der Sonntag beginnt dann um 8.30 Uhr mit einer Festmesse am Kirchplatz, gefolgt von der Jakobi-Prozession. Die Musikkapelle Puch wird ab 10 Uhr im Festzelt für die musikalische Begleitung sorgen, und die Besucher dürfen sich auf einen unterhaltsamen Nachmittag freuen: Ab 14 Uhr wird das Duo „Zwoa Zylinder“ die Gäste mit Musik erfreuen, und um 16 Uhr steht der historische Schützentanz auf dem Programm.
Tradition und Brauchtum
Ein ganz besonders faszinierendes Element der Feierlichkeiten ist der traditionelle Jakobitanz. Dieser hat eine lange Geschichte und wurde erstmals 1738 aufgeführt. Die Mitglieder der Jakobischützen tragen dabei die charakteristische rot-schwarz-weiße Tracht und rücken mit ihren selbst hergestellten Böllerstutzen aus. Der Tanz symbolisiert den Auszug der Schützen aus dem Turm und den Empfang des Apostels Jakobus. Ganz klar, hier wird nicht nur gefeiert, sondern auch tief in die Wurzeln der Tradition eingetaucht!
Im Laufe der Jahre haben die Jakobischützen viele Höhepunkte erlebt. 1926 wurde der Name „Jakobischützen zu St. Jakob am Thurn“ festgelegt, und 1956 ehrten sie sogar den damaligen US-Präsidenten Harry Truman mit einem Ehrensalut. Ein weiteres Highlight war der Besuch von Papst Johannes Paul II im Jahr 1988, bei dem sie als Ehrenkompanie auftraten. Solche Ereignisse prägen die Geschichte und den Stolz des Vereins.
Ein Blick auf die Schützenkultur
Doch was macht das Schützenwesen eigentlich so besonders? Es ist nicht nur ein Fest für die Mitglieder, sondern auch eine Einladung an die Öffentlichkeit, Teil dieses lebendigen Brauchtums zu werden. Das Schützenfest wird oft als eine Mischung aus Rummelplatz und Bierzelt wahrgenommen – und das zu Recht! Es ist ein geselliger Austausch mit anderen Schützen, voller Freude und Gemeinschaftssinn. Ob beim An- und Abschießen oder beim traditionellen Königschießen, die Schützenkultur ist reich an Bräuchen und Traditionen.
Ein Umzug mit Fahnenschwenken und die Schützentracht sind feste Bestandteile dieser Feierlichkeiten. Die Schützenketten und Pokale, oft kunsthistorisch wertvoll, werden mit Stolz getragen und zeugen von den vielen Jahren des Engagements. In dieser Atmosphäre wird deutlich, wie wichtig es ist, die Traditionen nicht nur zu bewahren, sondern auch aktiv zu leben.
Die Jakobischützen sind nicht nur ein Verein, sondern eine lebendige Gemeinschaft, die die Geschichte und die Traditionen ihrer Region hochhält. Wenn Sie mehr über die Geschichte und die Aktivitäten der Jakobischützen erfahren möchten, besuchen Sie die ausführliche Quelle hier.
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