Heute, am 1. Juni 2026, begab sich eine 37-köpfige Gruppe auf eine spannende Reise in den Lungau, Salzburg. Inspiriert von einem Zitat eines 15-jährigen Salzburger Realschülers aus dem Jahr 1905, machte sich die Teilnehmergruppe auf, um diese malerische Region zu erkunden. Der erste Halt war in Thomatal, einer Gemeinde, die sich auf über 1000 m Seehöhe erstreckt. Hier ist das „Valentinum“ zu finden, ein Museum, das dem Pfarrer Valentin Pfeifenberger gewidmet ist, der von 1956 bis 2004 dort wirkte.

Man kann sich vorstellen, wie das Museum die Besucher in die Geschichte dieses bemerkenswerten Mannes eintauchen lässt. Pfarrer Pfeifenberger war nicht nur bekannt für sein tiefes Gottvertrauen, sondern auch für seine volksnahe Art, die viele Menschen berührte. Die Gruppe hatte die Gelegenheit, sein Grab und die Pfarrkirche hl. Georg zu besuchen. Der Mesner von Thomatal erzählte Anekdoten über den Pfarrer – Geschichten, die das Herz erwärmen und die Verbindung zur Gemeinde zeigen.

Kulturspaziergang in Tamsweg

Ein Kulturspaziergang durch Tamsweg folgte, wo die Teilnehmer in die Geschichte von Erzbischöfen, Handwerkern und Künstlern eintauchten. Der Marktplatz, der von Bürgerhäusern mit über 500 Jahren Geschichte umgeben ist, wurde von den Reisenden bewundert, insbesondere das Renaissance-Rathaus. Nach einem stärkenden Mittagessen im Gasthof „Gambswirt“ stand die Pfarrkirche hl. Jakobus d.Ä. auf dem Plan. Hier zeigt ein Teil der Kirchhofmauer Erinnerung an die Gewaltherrschaft des NS-Regimes, ein ernster, aber wichtiger Teil der Geschichte.

Die barock ausgestattete Pfarrkirche spiegelt den Wohlstand der Tamsweger Bürger wider und zieht jeden in ihren Bann. Am Nachmittag setzte die Gruppe ihren Weg zur Burganlage Finstergrün in Ramingstein fort. Diese Burg, erbaut im 13. Jahrhundert, hat eine bewegte Geschichte – 1841 fast vollständig durch einen Waldbrand zerstört, wurde sie von Sándor Graf Szápàry im neoromanischen Stil wiederaufgebaut. Nicht zu vergessen ist die bedeutende Rolle seiner Frau Margit, die als Wohltäterin im Lungau bekannt war.

Ein weiterer berührender Moment war der Besuch der Grabstätte von Margit Gräfin Szápàry bei der Pfarrkirche hl. Achatius in Ramingstein. Diese Kirche, die einzige ihrer Art in Salzburg, wurde 1889 im neugotischen Stil wiedererrichtet und ist ein echter Hingucker. Die Rückreise führte die Gruppe über malerische Orte wie Predlitz, Turrach und die Turracher Höhe – eine Fahrt, die für den ein oder anderen vielleicht auch ein bisschen zum Nachdenken anregte.

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Ein besonderer Dank gilt Monika Suntinger für die Morgenandacht und ihre Organisation, Monika Gschwandner-Elkins für ihre Hilfsbereitschaft und Manuela Maier für die interessanten historischen Ausführungen. Michael Tavernaro von der Diözese dokumentierte die Reise, sodass alle Eindrücke und Erlebnisse für eine Rückschau festgehalten werden konnten.

Die Reise war ein eindrucksvolles Erlebnis. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie Geschichte lebendig wird, wenn Menschen sich auf den Weg machen, um sie zu entdecken. Und so bleibt die Erkenntnis, dass jede Reise nicht nur den Körper, sondern auch die Seele nährt – eine wertvolle Erfahrung, die sicher lange in Erinnerung bleibt.