Die Tauernautobahn A10 in Österreich hat sich für viele Reisende in den kommenden Tagen und Wochen als echte Herausforderung entpuppt. Ab Montag, dem 18. Mai, um 13 Uhr bis Samstag, dem 23. Mai, um 6 Uhr wird der Abschnitt in Richtung Norden, also nach Salzburg, vollständig gesperrt. Diese Sperre kommt natürlich genau rechtzeitig vor Pfingsten, wenn viele Urlauber auf den Straßen unterwegs sind. Der Grund für diese massive Einschränkung sind Schäden, die durch einen Lastwagenbrand im Brentenbergtunnel im Januar 2026 entstanden sind. Die ASFINAG hat sich nun dem Problem angenommen und arbeitet an der Sanierung des Tunnels, die bis Ende Juni abgeschlossen sein soll. Das klingt nach einem echten Abenteuer für alle Autofahrer!
Der gesamte Verkehr wird während der Sperrung über die Salzachtalstraße (B159) umgeleitet. Allerdings sollte man wissen, dass auch dort Baustellen auf einen warten, die die Situation nicht gerade einfacher machen. Der ÖAMTC hat bereits vor Staus auf anderen Straßen gewarnt, insbesondere auf der Pinzgauer Straße (B311), der Katschbergstraße (B99) und der Wagrainer Straße (B163). Die Bürgermeister der betroffenen Dörfer sind besorgt und rechnen mit massiven Verkehrsbelastungen und einem „Vollchaos“. Hubert Stock, der Bürgermeister von Werfen, hofft inständig, dass das Ortszentrum einigermaßen verschont bleibt. Bernhard Weiß, der Bürgermeister von Pfarrwerfen, erwartet ab Dienstag herausfordernde Verkehrssituationen. Verkehrsexperten raten, großräumig zu umfahren, beispielsweise über die Felbertauern-Bundesstraße (B108), die Pyhrnautobahn (A9) oder die Brennerautobahn (A13).
Aktuelle Verkehrssituation und Warnungen
Zusätzlich plant die ASFINAG ein Lkw-Fahrverbot für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen vom Knoten Villach bis Knoten Salzburg, das kontrolliert umgesetzt werden soll. Doch das ist noch nicht alles: Am Samstag, den 30. Mai, wird es auf der A13 Brenner-Autobahn wegen einer Demonstration zu einer Verkehrssperrung kommen. Hier sind die Zeiten von 11 bis 19 Uhr angesetzt, während Lkw bereits ab 9 Uhr nicht mehr durchfahren können. Das Auswärtige Amt warnt Reisende vor den zu erwartenden Verkehrsbelastungen, die die Reisen in dieser Zeit erheblich erschweren könnten.
Nach Informationen des ADAC wurde der Brentenbergtunnel auf der Tauernautobahn A10, der zwischen Villach und Salzburg verläuft, zwar vor Pfingsten mehrere Tage gesperrt, doch er ist jetzt wieder freigegeben – was eine kleine Erleichterung darstellt. Allerdings bleiben nächtliche Sperrungen bis Ende Juni bestehen, wobei der Verkehr nachts auf die B159 abgeleitet wird. Die letzte Teil-Sperrung begann am Montag, den 18. Mai, aufgrund der Sanierungsarbeiten nach dem Lkw-Unfall im Januar. Interessanterweise wurde die Vollsperrung am Freitag, den 22. Mai, früher als geplant aufgehoben, was zeigt, dass die Arbeiten schneller als erwartet vorangekommen sind.
Verkehrsbelastungen und Umfahrungsmöglichkeiten
Die aktuelle Verkehrssituation zeigt bereits Stau und Störungen auf der Tauernautobahn zwischen Villach-West und Paternion-Feistritz mit einer Länge von 1,6 km und einer Verzögerung von etwa 10 Minuten. Der Verkehr zwischen Flachauwinkel und St. Michael im Lungau ist ebenfalls rege, mit einer Länge von 5,7 km und einer Verzögerung von 2 Minuten. Auch zwischen der Mautstelle St. Michael im Lungau und Rennweg-Katschberg ist dicker Verkehr zu beobachten. Baustellen und veränderte Verkehrsführungen sind zwischen Villach-Ossiacher See und Villach zu finden, die in der Regel mit einer Verzögerung von 1 Minute verbunden sind.
Die Tauern Autobahn (A10) ist nicht nur eine wichtige Verbindung zwischen Salzburg und Villach, sondern auch eine zentrale Nord-Süd-Verbindung für deutsche Urlauber auf dem Weg nach Italien. Geschwindigkeitsbeschränkungen gelten vor allem im Raum Salzburg, wo auf 100 km/h begrenzt wird. Nachts dürfen die Fahrzeuge in einem Großteil des Landes Salzburg bis zu 110 km/h fahren – aus Lärmschutzgründen. Die mautpflichtige Strecke bietet für Reisende eine Reihe von Herausforderungen, besonders während des Hauptreiseverkehrs, etwa in den Sommerferien. Stau- und Unfallschwerpunkte sind hier keine Seltenheit.
Die anhaltenden Verkehrsprobleme und die bevorstehenden Sperrungen werden die Autofahrer auch in den kommenden Wochen beschäftigen. Ob man nun auf die Autobahn oder die Umfahrungen ausweichen möchte – die Situation bleibt angespannt. Es bleibt zu hoffen, dass die Arbeiten schnell vorangehen und die Reisenden bald wieder ohne große Umstände durch die wunderschöne österreichische Landschaft fahren können.
