Wer sich bewusst Zeit für sich nehmen möchte, kann im November an zwei Breathwork-Workshops mit Adriane Moser in Sankt Pölten teilnehmen. Der erste Termin ist am 7. November 2026 von 18:00 bis 20:00 Uhr angesetzt, der zweite folgt am 27. November 2026 von 17:30 bis 20:00 Uhr.

Im Mittelpunkt stehen Selbstwahrnehmung, Entspannung und persönliche Entwicklung. Bewusstes Atmen soll dabei den Zugang zu Emotionen, Gedanken und inneren Ressourcen fördern. Der Einsteiger-Workshop und der Intensiv-Workshop können unabhängig voneinander besucht werden – Vorerfahrung ist nicht erforderlich.

Achtsam, klein und traumasensibel

Das Angebot richtet sich an Frauen aus St. Pölten, Krems und ganz Niederösterreich, die emotionale Selbstregulation in einem sicheren Rahmen suchen. Breathwork wird dabei als körperbasierte Methode zur emotionalen Selbstregulation und inneren Verarbeitung beschrieben. In Niederösterreich gewinnt die Methode an Bedeutung; manche Frauen nutzen sie zur Verarbeitung emotionaler Belastungen ergänzend oder jenseits klassischer Gesprächstherapien.

Eine Einheit beginnt mit dem Ankommen und einer Einführung. Die Methode, Sicherheitsaspekte und offene Fragen werden besprochen. In der Atemphase werden die Teilnehmerinnen individuell und in einem traumasensiblen Rahmen begleitet. Danach folgen Nachspüren, Stabilisierung und ein bewusster Abschluss.

Transparenz und Sicherheit gelten als zentrale Prinzipien. Die Gruppen sind auf maximal sechs bis acht Teilnehmerinnen begrenzt. Das soll ermöglichen, individuelle Reaktionen besser wahrzunehmen und zu begleiten – gerade bei sensiblen Teilnehmerinnen oder Frauen mit intensiven Lebensgeschichten. Während einer Sitzung können Emotionen, Erinnerungen oder innere Bilder auftauchen, allerdings nur im Rahmen der persönlichen Belastbarkeit. Breathwork kann emotional intensiv sein; die Begleitung wird deshalb an die jeweilige Situation angepasst.

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Als reine Entspannungsübung oder Wellness-Angebot versteht sich die Methode ausdrücklich nicht. Bewusstes Atmen soll das Nervensystem aktivieren und zugleich regulieren. Schritt für Schritt erklärt und angeleitet, kann Breathwork auch für sensible Menschen geeignet sein, wenn die Arbeit traumasensibel und professionell erfolgt.

Der Atem zwischen Workshop und Alltag

Eine 20-minütige Breathwork-Session kann wirksam sein. Wird während des restlichen Tages jedoch flach, schnell und unbewusst geatmet, kann dieser Effekt abgeschwächt werden. Haltung am Schreibtisch, Bildschirmnutzung, Stress und innere Anspannung begünstigen eine chronisch verkürzte Brustatmung – für das Nervensystem kann das dauerhaft wie ein Alarmsignal wirken.

„Functional Breathwork“ setzt deshalb nicht nur bei intensiven Atemsessions an, sondern bei ganz gewöhnlichen Momenten: beim Gehen, Sitzen, Arbeiten oder Einschlafen. Über den Tag verteilte, bewusste Atemkorrekturen können langfristig die Gesundheit beeinflussen.

Auch die Nase spielt dabei eine Rolle. In den Nasennebenhöhlen wird Stickstoffmonoxid (NO) gebildet. Es erweitert Blutgefäße, verbessert die Sauerstoffaufnahme und wirkt antimikrobiell. Außerdem wird die eingeatmete Luft befeuchtet, gefiltert und temperiert. Viele Menschen atmen tagsüber und häufig auch nachts unbewusst durch den Mund; diese Mundatmung wird mit Stress, flacher Atmung, Schlafproblemen und einer anhaltenden Aktivierung des sympathischen Nervensystems in Verbindung gebracht.

Konsequente Nasenatmung kann sich auf Nervensystem, Schlafqualität und Konzentration auswirken und die Wirkung von Breathwork verstärken. Je nach Ziel werden unterschiedliche Muster empfohlen: Bei Stress und Nervosität länger ausatmen als einatmen, zum Einschlafen ruhig im 3:6-Rhythmus durch die Nase atmen, für Fokus und Konzentration langsam und gleichmäßig durch die Nase atmen. Für kurzfristigen Energiebedarf kann für kurze Zeit bewusst schneller geatmet werden. Gegen Gedankenschleifen hilft es, Atemzüge zu zählen und die Aufmerksamkeit daran zu binden.

Anmeldung und weitere Informationen gibt es unter www.adrianemoser.at/termine oder per E-Mail an kontakt@adrianemoser.at.