Am Samstag, 7. November 2026, wird das Einkaufszentrum Traisenpark St. Pölten zum Treffpunkt für alle, die ihrer Gesundheit im Alltag ein wenig mehr Aufmerksamkeit schenken wollen. Von 9 bis 18 Uhr lädt der „Tut gut!“-Vorsorgetag dazu ein, Bewegung, Ernährung und mentale Gesundheit nicht nur theoretisch zu besprechen, sondern gleich vor Ort auszuprobieren.

Expertinnen und Experten beraten die Besucherinnen und Besucher, geben praktische Alltagstipps und bringen sie bei verschiedenen Mitmach-Aktivitäten in Bewegung. Geplant sind Koordinations- und Gleichgewichtstests, verschiedene Gesundheitsmessungen und individuelle Fitness-Checks. Auch Fitness-Testgeräte, thematische Informationsstände, Demenzberatung und eine bioelektrische Impedanzanalyse (BIA) zur Messung der Körperzusammensetzung stehen bereit.

Challenges mit Kati Bellowitsch

Ab 11 Uhr schaut „Tut gut!“-Markenbotschafterin Kati Bellowitsch im Traisenpark vorbei. Bei Schnelligkeits- und Gleichgewichtschallenges fordert sie Besucherinnen und Besucher direkt heraus. Da darf man ruhig kurz außer Atem kommen – und vielleicht feststellen, dass das Gleichgewicht auf einem Testgerät doch nicht ganz so selbstverständlich ist.

Auch für Kinder ist etwas vorbereitet: Das Kindermaskottchen „Fito Fit“ bietet eine Mal- und Bastelstation sowie Kinderschminken an. Alle Aktivitäten und Angebote sind kostenlos.

Gesundheitsförderung mit längerem Atem

Der Vorsorgetag reiht sich in einen größeren Zusammenhang der Gesundheitsförderung ein. Das Internationale Netzwerk Gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen, kurz HPH, wurde 1990 von der WHO initiiert. Grundlage ist die Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung von 1986, die eine stärkere Ausrichtung der Gesundheitsdienste auf Gesundheitsförderung fordert.

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Das HPH unterstützt Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen dabei, Gesundheitsförderung als Qualitätskriterium in Strukturen, Prozessen und der Organisationskultur zu verankern. Der angestrebte nachhaltige Gesundheitsgewinn betrifft Patient:innen, Angehörige, Mitarbeiter:innen und die Bevölkerung im jeweiligen Einzugsgebiet.

Die Ursprünge liegen unter anderem im WHO-Modellprojekt „Gesundheit und Krankenhaus“ an der Wiener Krankenanstalt Rudolfstiftung, heute Klinik Landstraße, das von 1989 bis 1996 lief. Dazu kam ein europäisches Pilotprojekt mit 20 Krankenhäusern aus 11 Ländern, das von 1993 bis 1997 dauerte. Aufgrund des Erfolgs unterstützte die WHO ab 1995 den Aufbau nationaler und regionaler HPH-Netzwerke.

Heute umfasst das internationale Netzwerk mehr als 600 Mitgliedseinrichtungen in über 30 nationalen und regionalen Netzwerken weltweit. Das Büro für die wissenschaftliche Planung der internationalen HPH-Konferenzen ist am Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Gesundheitssystem der Gesundheit Österreich GmbH angesiedelt.

Österreichisches Netzwerk mit rund 70 Mitgliedern

Das Österreichische Netzwerk Gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen (ONGKG) wurde 1996 als nationales HPH-Subnetzwerk gegründet – mit Unterstützung des österreichischen Gesundheitsministeriums. Es unterstützt österreichische Gesundheitseinrichtungen bei der qualitätsvollen Umsetzung und Weiterentwicklung von Gesundheitsförderung.

Dafür passt das ONGKG international entwickelte Konzepte an österreichische Rahmenbedingungen an, fördert die praktische Anwendung durch Vernetzung, Beratung und Schulungen und entwickelt beziehungsweise nutzt Standards, Anerkennungsverfahren und Qualitätssicherungsinstrumente.

Neben dem umfassenden HPH-Ansatz gibt es derzeit Vertiefungen zu tabakfreien Gesundheitseinrichtungen, Baby-friendly Hospitals und altersfreundlichen Gesundheitseinrichtungen. Ein weiterer Schwerpunkt zu klimaresilienten und ökologisch nachhaltigen Gesundheitseinrichtungen befindet sich im Aufbau.

Rund 70 Mitgliedseinrichtungen gehören dem ONGKG an. Dazu zählen Krankenhäuser, Rehabilitationszentren, Trägerorganisationen, Pflegeeinrichtungen, niedergelassene Gesundheitseinrichtungen und gesundheitspolitische Entscheidungsträger:innen. Auch das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz ist Mitglied.

Die wissenschaftliche und organisatorische Begleitung übernimmt ebenfalls das Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Gesundheitssystem der Gesundheit Österreich GmbH. Mehr Informationen gibt es unter www.ongkg.at.