Krems setzt neue Maßstäbe: Alkoholverbot und Taubenmanagement für ein sauberes Stadtbild
Heute ist der 23.10.2026 und in Krems tut sich einiges! Der Gemeinderat hat mit einem klaren Beschluss zwei neue Verordnungen auf den Weg gebracht – und das nicht ohne Grund. Ab dem 1. Dezember 2026 wird der Alkoholkonsum am Bahnhofplatz und in einigen angrenzenden Bereichen untersagt. Darüber hinaus gibt es ein Verbot für das Füttern von Tauben in mehreren städtischen Zonen. Ja, richtig gehört! Die Stadt will sich um die Sauberkeit und Sicherheit im öffentlichen Raum kümmern.
Meinungsäußerungen von Bürgerinnen und Bürgern haben schon lange auf die Probleme hingewiesen. Übermäßiger Alkoholkonsum am Bahnhofplatz und die damit verbundenen Verschmutzungen durch Tauben waren einfach nicht mehr tragbar. Bürgermeister Peter Molnar von der SPÖ hat bereits im Juni Gespräche mit Vertretern der ÖBB, der Polizei sowie Sozialarbeitern geführt, um eine Lösung zu finden. Das Ergebnis sind nun klare Regeln, die auf gegenseitige Rücksichtnahme abzielen.
Alkoholverbot und Taubenmanagement
Das Alkoholverbot gilt nicht nur für den Bahnhofplatz, sondern auch für die Scheidtenbergerstraße, die Wertheimstraße und den Wertheimpark. Die Polizei und die ÖBB haben sich bereit erklärt, das Verbot durch regelmäßige Kontrollen zu unterstützen. Zudem wird die Präsenz der Streetworker des Vereins Impulse vor Ort verstärkt. Das soll helfen, die Situation zu entschärfen und den Menschen ein sicheres Gefühl zu geben.
Das Verbot für das Füttern von Tauben betrifft eine ganze Reihe von Plätzen: Neben dem Bahnhofplatz sind auch der Dreifaltigkeitsplatz, der Hafnerplatz, der Pfarrplatz und die Fußgängerzone in der Altstadt betroffen. Sogar der Gehsteigbereich am Parkdeck OST, der Eyblpark, der Stadtpark sowie die Uferbereiche entlang der Donau sind Teil dieser neuen Regelung. Alles in allem geht es darum, große Ansammlungen von Tauben zu verhindern und die Stadt Stück für Stück sauberer zu machen.
Nachhaltige Lösungen für Taubenpopulation
Eine interessante Maßnahme ist der geplante Taubenschlag, der im Dachgeschoss des Parkdecks OST eingerichtet wird. Dort sollen die Tauben ein Obdach und Futter finden, während die Stadt gleichzeitig die Population nachhaltig eindämmt. Der Verein Stadttaubenhilfe Krems übernimmt die Betreuung des Taubenschlags und wird dafür sorgen, dass die Vögel artgerecht behandelt werden. Um die Anzahl der Tauben zu kontrollieren, werden die Gelege durch Eier-Attrappen ersetzt. Klingt spannend, oder?
Der städtische Wirtschaftshof wird außerdem den Bahnhofplatz mehrmals pro Woche reinigen. Das zeigt, dass die Stadt nicht nur bei Verboten bleibt, sondern auch aktiv für ein sauberes Stadtbild sorgt. Krems verfolgt damit ein Konzept, das soziale Betreuung, Reinigung und ein durchdachtes Taubenmanagement miteinander verbindet.
Rechtslage und Vorbilder
Übrigens, in anderen Bundesländern wird ebenfalls über Alkoholverbote diskutiert. Schleswig-Holstein hat kürzlich eine neue Rechtsgrundlage geschaffen, die es Kommunen erleichtert, solche Verbote einzuführen. Dort können Städte und Gemeinden gezielt Alkoholverbotszonen einrichten, um alkoholbedingte Probleme im öffentlichen Raum zu bekämpfen. Das zeigt, dass Krems mit seinem Beschluss nicht allein dasteht, sondern Teil eines größeren Trends ist, der sich um die Sicherheit und Lebensqualität in unseren Städten dreht.
