Heute ist der 29.09.2026 und in St. Pölten tut sich was! Im Rahmen des „Yellow September“ wird ein starkes Zeichen für psychische Gesundheit und Suizidprävention gesetzt. Bei einer Pressekonferenz im Klangturm, die am Montag stattfand, waren die Landesräte Martin Antauer (FPÖ), Anton Kasser (ÖVP) und Susanne Rosenkranz (FPÖ) anwesend. Unter dem Motto „Gemeinsam geht mehr!“ wollen sie darauf aufmerksam machen, dass psychische Krisen kein Tabuthema sein dürfen. Es ist wichtig, dass Betroffene wissen, wo sie Unterstützung bekommen können.

Der Klangturm und einige markante Punkte in der Stadt werden in gelbes Licht getaucht – eine schöne Idee, um die Aufmerksamkeit auf ein so wichtiges Thema zu lenken. Aber das ist nicht alles. Antauer betont, dass die Unterstützung bereits im persönlichen Umfeld und in den Gemeinden ansetzen muss. Die Realität ist, dass Einsamkeit und psychische Erkrankungen alle Altersgruppen betreffen können und vor allem junge Menschen oft unter Ängsten und Überforderung leiden.

Soziale Isolation und ihre Folgen

Die Zahlen sind alarmierend: Im Jahr 2024 starben in Österreich 1.219 Menschen durch Suizid, und tragischerweise sind 80 % davon Männer. Schätzungen zufolge gibt es jährlich zwischen 11.000 und 32.000 Suizidversuche. Rund 1,8 Millionen Menschen in Österreich fühlen sich gelegentlich einsam, und etwa 8 % der 18- bis 74-Jährigen geben an, sich „immer“ oder „meistens“ einsam zu fühlen. Besonders betroffen sind junge Erwachsene: 12 % der 18- bis 34-Jährigen haben oft das Gefühl der Isolation.

Die Initiativen, die in Niederösterreich ins Leben gerufen wurden, wie das Suizidpräventionsnetzwerk SUPRA NÖ, zielen darauf ab, bestehende Hilfsangebote zu vernetzen und zu verbessern. Dabei wird auch auf die Zusammenarbeit zwischen Jugendbildungszentren und psychosozialen Einrichtungen gesetzt, um niederschwellige Unterstützungsangebote für Jugendliche zu schaffen. Pilotprojekte in Amstetten und Wiener Neustadt sollen dazu beitragen, weitere Präventionsangebote zu entwickeln.

Hilfsangebote und wichtige Telefonnummern

Die Landesräte rufen dazu auf, das ganze Jahr über über psychische Gesundheit zu sprechen und Hilfe anzunehmen. Es gibt zahlreiche Hilfsangebote in Niederösterreich, die jederzeit erreichbar sind: Die Telefonseelsorge unter 142 steht rund um die Uhr zur Verfügung. Für Kinder und Jugendliche gibt es den Rat auf Draht unter 147, ebenfalls 24/7. Das AKUTteam NÖ ist unter der Notrufnummer 144 erreichbar, und der psychosoziale Dienst bietet Unterstützung von Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr. In akuten Gefahrenlagen ist der Rettungsnotruf 144 die richtige Anlaufstelle.

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Die gelbe Beleuchtung soll nicht nur schön aussehen, sondern auch eine Botschaft transportieren: Niemand muss in einer Krise allein bleiben. Es ist wichtig, dass wir alle unseren Teil dazu beitragen, diese Themen offen anzusprechen und betroffenen Menschen die Hand zu reichen.