Kunstgenuss und Dialog: Finissage in der Alfred Kubin Galerie
Am 25. Oktober 2026 findet in der Alfred Kubin Galerie in Schärding eine ganz besondere Finissage statt. Von 15:00 bis 16:00 Uhr laden acht Künstler, deren Werke derzeit in der Galerie ausgestellt sind, die Besucher ein, ihre Kunstwerke näher kennenzulernen. Es wird ein Sektempfang angeboten, eine wunderbare Gelegenheit, um ins Gespräch zu kommen und die Techniken und Hintergründe der ausgestellten Werke zu erfahren. Wer mehr Informationen möchte, kann sich auf der Website www.kubin-galerie.at umschauen.
Die Alfred Kubin Galerie ist benannt nach einem der bedeutendsten österreichischen Künstler des 20. Jahrhunderts. Alfred Kubin, geboren als Sohn eines Landvermessers, war nicht nur ein Grafiker, sondern auch ein begnadeter Schriftsteller und Buchillustrator. Seine Werke entführen die Betrachter in traumhafte Landschaften und phantastische Welten. Besonders bekannt wurde er für seine Tuschfederzeichnungen, die oft in internationalen Sammlungen und Museen, wie der Graphischen Sammlung Albertina in Wien, zu finden sind. Der Kunsthandel Widder präsentiert seine Arbeiten sowohl in der Galerie als auch auf Kunst- und Antiquitätenmessen.
Kubins Lebenswerk und sein Erbe
Alfred Kubin hatte eine bewegte Lebensgeschichte. Schon in jungen Jahren musste er den Verlust seiner Mutter verkraften, was ihn tief prägte. Nach verschiedenen Stationen, darunter ein Gymnasium in Salzburg und eine Lehre bei einem Fotografen in Klagenfurt, zog es ihn 1898 nach München, wo er eine private Malschule besuchte. Seine künstlerische Karriere nahm Fahrt auf, als er 1909 den phantastischen Roman „Die andere Seite“ veröffentlichte, der ihn über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt machte.
Kubin war ein Teil der aufregenden Kunstszene seiner Zeit und stand in Kontakt mit Größen wie Hermann Hesse und Fritz von Herzmanovsky-Orlando. In Wernstein am Inn, wo er bis zu seinem Lebensende lebte, schuf er zahlreiche Werke, die sich durch ihre düstere, traumhafte Ästhetik auszeichnen. Er hinterließ nicht nur ein riesiges künstlerisches Erbe mit tausenden von Federzeichnungen, sondern auch eine einzigartige Sicht auf die menschliche Psyche und die Welt der Träume. Viele seiner Werke wurden später im Rahmen der Aktion „Entartete Kunst“ beschlagnahmt, was die Tragik seines Schaffens unterstreicht.
Kunst und Gesellschaft
Die Bedeutung von Kubins Arbeiten ist auch heute noch spürbar. Er gilt als Vorreiter des fantastischen Realismus und hat viele jüngere Künstler beeinflusst. Seine Werke werden regelmäßig in Ausstellungen gezeigt, und der hohe Preis, der 2019 für die Zeichnung „Epidemie“ erzielt wurde, spricht für die anhaltende Wertschätzung seines Schaffens. Bei der kommenden Finissage in Schärding haben die Besucher die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Künstlern auszutauschen und in die faszinierende Welt von Alfred Kubin einzutauchen. Wer also Lust auf Kunst und anregende Gespräche hat, sollte sich diesen Termin im Kalender markieren!
