Am 13. Oktober 2026 fand im Schulzentrum Natternbach ein ganz besonderer Lehrlingsgipfel statt. Die Organisatoren, darunter Mittelschulen aus Natternbach, Neukirchen/W., Peuerbach sowie die WKO Grieskirchen und die Sparkasse Eferding-Peuerbach-Waizenkirchen, hatten ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. 31 Aussteller – darunter 28 regionale Lehrbetriebe, das AMS Grieskirchen, die PTS Grieskirchen und die WKO Grieskirchen – präsentierten den Schülern, Eltern und wirtschaftlich Interessierten die Vielfalt der dualen Ausbildungsmöglichkeiten.

Bei der Eröffnung konnten sich die Anwesenden auf ein herzliches Begrüßungsstatement von Bürgermeisterin Nadine Humberger, Direktor Romeo Zethofer von der MS Natternbach, Zoltan Repas, dem Filialleiter der Sparkasse Natternbach, und Günther Baschinger, dem WKO-Grieskirchen-Obmann, freuen. Besonders spannend war die Talkrunde „Karriere mit Lehre in der Region“, die von Christof Bauer moderiert wurde. Hier berichteten Lehrlinge und Ausbilder von ihren persönlichen Ausbildungswegen und regten zum Nachdenken über die Bedeutung der Lehre vor Ort an. Schüler der MS Natternbach trugen zudem aktiv zur Programmgestaltung bei.

Herausforderungen und Chancen im Bezirk Grieskirchen

Die Veranstaltung fiel in eine Zeit, in der im Bezirk Grieskirchen 162 offene Lehrstellen auf nur 37 Lehrstellensuchende treffen. Eine wahre Goldgrube für Unternehmen, könnte man sagen, denn die Arbeitslosenquote liegt bei gerade einmal 3,5 Prozent – ein Rückgang um 0,1 Prozentpunkte im Vergleich zum August 2025. Rund 29.500 Menschen sind hier unselbstständig beschäftigt, und 1.200 Arbeitgeberbetriebe beschäftigen insgesamt 16.785 Mitarbeiter. Doch trotz dieser positiven Zahlen bleibt die Suche nach Fachkräften und Auszubildenden eine Herausforderung. Die Wirtschaftskammer hebt hervor, dass eine Anpassung der Lehrinhalte an digitale Anforderungen und eine stärkere Kooperation zwischen Schulen und Betrieben unerlässlich sind.

In den letzten zwei Jahren ist die Zahl der Lehrlinge im ersten Lehrjahr in beiden Bezirken gestiegen, was die Bedeutung der Ausbildung vor Ort unterstreicht – insbesondere in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten und längerer Pendelzeiten. Und obwohl die Unternehmen kurzfristig von der hohen Anzahl offener Lehrstellen profitieren, stehen sie langfristig vor Herausforderungen in der Personalplanung. Branchen, die stark auf Lehrlinge angewiesen sind, sind dabei besonders betroffen. Künstliche Intelligenz hat begonnen, auch die Personalfragen zu beeinflussen, was die duale Ausbildung vor neue Herausforderungen stellt.

Blick nach vorne

Die Zukunft hält spannende Maßnahmen bereit: Präsenzveranstaltungen und Schnuppertage sollen Jugendlichen Einblicke in die verschiedenen Berufe bieten. Die demografische Entwicklung und technologische Veränderungen könnten das Verhältnis von Angebot und Nachfrage am Ausbildungsmarkt weiter beeinflussen. Die nächsten Schritte im Lehrlingsengagement sind bereits in Planung. So wird der nächste Lehrlingsevent für Oktober 2027 in Neukirchen/W. anberaumt.

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Es ist offensichtlich, dass die duale Ausbildung in der Region einen hohen Stellenwert hat. Die Begeisterung der Jugendlichen, die bei der Veranstaltung deutlich spürbar war, sowie das Engagement der Eltern und Betriebe zeigen, dass die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt werden. Die nächsten Jahre werden zeigen, wie sich der Ausbildungsmarkt entwickeln wird und welche neuen Wege beschritten werden können.