Ein Abend für Herz, Hirn und ein bisserl Schmunzeln erwartet das Publikum im Rahmen der Steinfelder Kulturtage: Der Förderverein Schönfeld lädt zu „Weiter, weiter unermüdlich …“ mit dem Musiker, Poeten und Kabarettisten Jakob Pernull, auch bekannt als „Koby“.

Am Freitag, 13. November 2026, beginnt die Veranstaltung um 19:00 Uhr in der Aula des Jordanhofs. Der Eintritt ist eine freiwillige Spende. Damit bleibt der Abend auch für Menschen zugänglich, die sich teure Kulturtickets nicht leisten können.

Texte zwischen Alltag und großen Fragen

Pernull verbindet philosophische und tiefgründige Texte mit musikalischer Begleitung auf Gitarre und Harmonika. Seine Lieder kreisen um den Alltag, um große und kleine Fragen des Lebens – und bringen dabei auch satirische Elemente mit. Mal nachdenklich, mal mit einem Augenzwinkern: Das Programm soll Raum für Gedanken lassen, ohne den Humor an der Garderobe abzugeben.

Laut Veranstalter engagiert sich Pernull außerdem für Charity-Projekte und tritt in Kirchen auf. Sein Angebot richtet sich unter anderem an Pensionistinnen und Pensionisten. Veranstalter des Abends ist der Förderverein Schönfeld.

Ein Musiker mit Blick auf das Unbequeme

Wie vielseitig Pernulls musikalisches Erzähltheater ausfallen kann, zeigte sich am 23. Mai 2025 im Kunstraum Obervellach. Bei seinem Soloabend „Kärntner-INNEN-Ansichten“ verband er Ironie und persönliche Inhalte mit musikalischen Elementen. Mit Akkordeon und Gitarre begleitete er kritische, melancholische und provokante Lieder.

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Im Mittelpunkt standen gesellschaftliche Widersprüche, menschliche Sehnsüchte und die Frage, was ohne Arbeit, Wettbewerb und Pflichterfüllung bleiben würde. Auch Alltagsentfremdung, der Konflikt zwischen Pflichten und dem Wunsch nach menschlicher Nähe sowie persönliche und gesellschaftliche Lebensrealitäten flossen in den Abend ein.

Eine zentrale Rolle spielte die Putzfrau – ihr oft unbeachteter Alltag zwischen Pflichterfüllung, Abenteuern und psychischer Belastung. Das Publikum wurde angeregt, eigene Gewohnheiten zu hinterfragen und über Vorstellungen von Freude, Frieden und Freiheit nachzudenken. Keine ganz leichte Kost, aber eben auch kein Abend, der sich bequem zurücklehnt.

Der Kunstraum war damals trotz dreier parallel stattfindender Veranstaltungen vollständig besetzt, Besucher kamen auch von außerhalb der Region. Pernull sprach zudem über seinen Gesundheitszustand und eine bevorstehende Operation, wegen derer er den Auftritt ursprünglich verschieben wollte. Nach Angaben des Artikels gab ihm die Energie des Publikums schließlich die Kraft, dennoch aufzutreten. Den Besucherinnen und Besuchern sowie den Helferinnen und Helfern im Hintergrund dankten die Veranstalter.

Weitere Informationen zu Jakob Pernull gibt es unter www.jakobpernull.at.