Probleme in der Grünauersiedlung: Anwohner kämpfen gegen unzureichende Straßenpflege
In der beschaulichen Grünauersiedlung in Mariazell, die sich an der B71 erstreckt und nach Niederösterreich führt, brodelt es gewaltig. Herbert Berger, ein besorgter Anwohner, hat die Nase voll von den Zuständen, die ihm und seinen Nachbarn das Leben schwer machen. Seit dem Abziehen des Banketts im Herbst 2024 ist das Gehen auf der Straße eine Herausforderung. Mit einem Gehsteig kann die Siedlung ohnehin nicht aufwarten, und so wird das Begehen der Straße zum Spießrutenlauf. Berger berichtet, dass es mittlerweile unmöglich ist, auf das Bankett auszuweichen, ohne sich in Gefahr zu begeben.
„Eisbildung im Winter ist nur die Spitze des Eisbergs“, meint Berger, während er auf das Wasser zeigt, das sich vor seiner Hofzufahrt staut. Wenn die Temperaturen sinken, verwandelt sich das in eine rutschige Falle, die nicht nur für ihn, sondern auch für die Pflastersteine vor seinem Haus gefährlich wird. Und das ist nicht alles: LKWs, die auf der Straße ausweichen, hinterlassen Dreck und Schmutz, was die Zufahrt nach Regenfällen zusätzlich erschwert. Auch die Grünraumpflege im Sommer ist ein leidiges Thema. Berger kritisiert die mangelhafte Mäharbeit an der Straßenböschung, die Sichtbehinderungen verursacht. „Es ist einfach nicht akzeptabel“, sagt er, und es tut mir leid, das zu hören.
Winterliche Herausforderungen und unzureichende Reaktionen
Doch nicht nur im Sommer, auch im Winter wird es für die Anwohner knifflig. Der Schneepflug behandelt die Einfahrten alles andere als freundlich – das Schneematsch-Gemisch wird einfach an sein Hoftor geschleudert, was nicht nur ärgerlich ist, sondern auch Rostschäden an seinem Hoftor verursacht. Trotz aller Beschwerden, die Berger bereits an die Straßenmeisterei Gußwerk gerichtet hat, erhielt er keine zufriedenstellende Antwort. Eduard Ploderer, der Leiter der Straßenmeisterei, verteidigt die Arbeit seiner Behörde und betont, dass sie gesetzeskonform handeln. „Die Probleme sind uns bekannt“, so Ploderer, „und nach Abschluss der Baustelle auf der gegenüberliegenden Straßenseite werden wir das Bankett erneut begutachten.“
Sein Kollege, Franz Zenz, Leiter des Straßenerhaltungsdienstes des Landes Steiermark, geht sogar so weit, die Situation als persönliche Fehde zu bezeichnen. Er erklärt, dass Mäharbeiten priorisiert werden müssen und dass nicht alle Bereiche gleichzeitig bearbeitet werden können. „Es gibt keine Weisung, die das Schneeschleudern in Einfahrten verbietet“, fügt er hinzu, und das bedeutet für die Anwohner, dass sie solche Unannehmlichkeiten hinnehmen müssen.
Die Problematik der Bankettpflege
Die Situation in der Grünauersiedlung ist leider kein Einzelfall. Der Winter 20/21 brachte starke Niederschläge, die an vielen Straßenrändern Schäden hinterließen. Regen- und Schmelzwasser haben die Bankette aufgeweicht und oft zu freigelegten Fahrbahnrändern und Wulstbildungen im Bankettbereich geführt. Effektive Lösungen zur Bankettpflege sind gefragt. Ein Bankettlöffel könnte helfen, die Bankette in gewünschte Breiten und Höhen abzuarbeiten. Für unterschiedliche Schadensbilder gibt es verschiedene Ansätze, um die Straßenrandbereiche wieder in Schuss zu bringen.
Ob durch die Anwendung von Bankettfräsen zur Auflockerung und Höhenanpassung oder den Einsatz von speziellen Maschinen, die überschüssiges Material abtragen – es gibt viele Möglichkeiten, die Banketten ordentlich zu pflegen und so die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Das alles ist jedoch ein langer Prozess, der mehr Aufmerksamkeit verdient. Die Anwohner in der Grünauersiedlung hoffen, dass ihre Stimme gehört wird und die notwendigen Maßnahmen endlich ergriffen werden, damit sie wieder ohne Sorgen ihre Straße nutzen können.
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