Am vergangenen Wochenende lud der Kapellenverein zur alljährlichen Bergmesse bei der Familienkapelle Auckenthaler in Theussenbach ein. Bei strahlendem Wetter versammelten sich zahlreiche Gäste, die teils zu Fuß zur Kapelle marschierten, die auf etwa 900 Metern Seehöhe thront. Der Gottesdienst wurde von Pfarrer Martin Schmiedbauer zelebriert, der an diesem Tag sein Goldenes Priesterjubiläum feierte. Mit 76 Jahren hat er eine beeindruckende Karriere hinter sich, darunter die Leitung des Volksbildungswerkes St. Martin von 1985 bis 2012 und seine Rolle als Familienseelsorger und Religionsinspektor für Landwirtschaftliche Fachschulen seit 1992.

Die Predigt Schmiedbauers war eindringlich und thematisierte die wichtige Rolle der Hirten in der Gemeinschaft der Christen. Es war spürbar, dass er die Herzen der Anwesenden berührte. Marko Auckenthaler, der die Gäste im Namen des neu gegründeten Kapellenvereins willkommen hieß, trug ebenfalls zur herzlichen Atmosphäre des Gottesdienstes bei. Bürgermeister a.D. Walter Eichmann übernahm die Lesung, während die Fürbitten von Romana Auckenthaler vorgetragen wurden.

Musikalische Umrahmung und Festlichkeit

Besonders schön war die musikalische Umrahmung durch ein Bläserquartett der Marktkapelle Stainz. Harald Fabian, Johann Münzer, Robert Orthaber und Johann Weber sorgten für festliche Klänge, die den Gottesdienst in ein unvergessliches Erlebnis verwandelten. Nach dem Schlusssegen blieben die Musiker noch, um weitere Weisen zu spielen, und die allgemeine Fröhlichkeit auf der Festwiese war spürbar, trotz einiger „Ausreißer“, die das Geschehen auflockerten. Im Anschluss fand ein Frühschoppen statt, der von der Gruppe „Stainz 2/3 stromlos“ mit Herbert Eberhart, Johann Münzer und Gernot Marcher musikalisch begleitet wurde. Man saß zusammen, genoss das Zusammensein und ließ die Seele baumeln.

Ein herzlicher Dank galt allen, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben. Die Gemeinschaft war spürbar, die Freude, zusammenzukommen, und die Dankbarkeit für die schönen Momente, die man miteinander teilen konnte. Diese Bergmesse war nicht nur eine religiöse Feier, sondern auch ein Fest der Gemeinschaft und des Miteinanders, das die Herzen der Teilnehmer erwärmte.

Ein kultureller Kontext

Solche Messen und Feste sind Teil einer langen Tradition, die tief in der österreichischen Kultur verwurzelt ist. Der Kalender „Religionen in Österreich“ informiert über Brauch- und Festtermine von 17 verschiedenen Religionen und Konfessionen und ist eine wertvolle Ressource für Schulen und Jugendzentren. Mit dem Ziel, Verständnis und Begegnungen zu fördern, werden sowohl gesetzliche Feiertage als auch weitere bedeutende Feste aufgeführt. Herausgegeben vom Salzburger Landesinstitut für Volkskunde, bietet dieser Kalender einen umfassenden Überblick über bewegliche und unbewegliche Feste, und für nur 21 Euro (exklusive Porto und Verpackung) kann jeder Interessierte einen Blick in die vielfältigen Traditionen werfen.
Die Feste, die im Jahr wandern, wie der Fastenmonat Ramadan, zeigen die Dynamik und Vielfalt der religiösen Praktiken. Die Berücksichtigung solcher Traditionen in der Öffentlichkeit ist wichtig, um das Miteinander in der Gesellschaft zu fördern und den Respekt vor den unterschiedlichen Glaubensrichtungen zu stärken. Wer hätte gedacht, dass man mit solch einem Fest, wie der Bergmesse in Theussenbach, nicht nur den Glauben feiern kann, sondern auch eine Umarmung der Gemeinschaft und der Vielfalt der Kulturen erlebt?

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