Am 18. Mai 2026 fand im Laßnitzhaus die Bezirksversammlung des Roten Kreuzes Deutschlandsberg statt, ein Ereignis, das nicht nur die Herzen der Anwesenden höher schlagen ließ, sondern auch einen beeindruckenden Rückblick auf die Arbeit des vergangenen Jahres bot. Bezirksstellenleiter Florian Klug begrüßte etwa 150 Mitarbeiter und Ehrengäste – darunter Rotkreuz-Chefarzt Berthold Petutschnigg, Bezirkshauptfrau Doris Bund, Bürgermeister Josef Wallner sowie Bereichsfeuerwehrkommandant OBR Josef Gaich. Die Versammlung war ein Ort der Anerkennung und des Dankes für die unermüdliche Arbeit vieler Ehrenamtlicher, die in dieser Region so viel leisten.
Die Präsentation einer Leistungsbilanz offenbarte die Dimension des Engagements: Fast 27.000 Rettungseinsätze wurden geleistet, dabei wurden zehntausende ehrenamtliche Stunden zusammengetragen. Rund 570 Mitarbeitende brachten es auf satte 84.336 ehrenamtliche Stunden. Die Zahlen sprechen für sich – eine herausragende Leistung, die nicht nur für die Helfer selbst, sondern auch für die gesamte Gemeinde von enormer Bedeutung ist. In der Rückschau auf das Vorjahr wurden 26.760 Einsätze und eine Strecke von 893.549 zurückgelegten Kilometern bekanntgegeben. Ein kleiner Wahnsinn, wenn man bedenkt, wie viele Menschen in Notlagen unterstützt wurden!
Innovationen im Rettungsdienst
Ein spannendes Highlight der Versammlung war die Vorstellung des neuen „Notfallsanitäter-First Responder-Systems“ durch Bezirksrotkreuzarzt Peter Grasl. Dieses System wird durch ein Vorausfahrzeug mit Notfallsanitätern ergänzt, um die notärztliche Versorgung entscheidend zu verbessern. Zudem wird die Unterstützung durch einen Telenotarzt, der vor Ort in Echtzeit hilft, als revolutionär angesehen. Deutschlandsberg gilt mittlerweile als Modellregion für moderne Rettungsdienststrukturen in der Steiermark – eine Auszeichnung, die nicht ohne Grund verliehen wurde!
Doch das ist noch nicht alles. Der Notarztrettungsdienst verzeichnete 1.276 Einsätze, die über 8.300 ehrenamtliche Stunden beinhalteten. Im Zuge dessen waren 50 Notfallsanitäter und 24 Notärzte im Einsatz. Auch die psychosoziale Betreuung konnte mit 45 Einsätzen und der Unterstützung für rund 200 Personen glänzen, was zeigt, wie wichtig die menschliche Komponente in der Notfallhilfe ist.
Jugendarbeit und Ausbildung
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Jugendrotkreuz-Arbeit, die mit 96 Jugendlichen in vier Gruppen und 5.246 Stunden unter 22 Betreuern eine bedeutende Rolle spielt. Die Ausbildung wird ebenfalls großgeschrieben: 126 Erste-Hilfe-Kurse, geleitet von 27 Lehrpersonen, zogen fast 2.000 Teilnehmer an. Das ist nicht nur wichtig für die persönliche Sicherheit, sondern auch für die Gemeinschaft.
Besonders erwähnenswert sind auch die Blutspendeaktionen. Insgesamt 57 Aktionen führten zu 2.308 Blutspenden, unterstützt von 20 Helfern, die 786 ehrenamtliche Stunden geleistet haben. Das ist ein echter Beitrag, der Leben retten kann!
Ehrungen und Anerkennung
Ein bewegender Moment war die Ehrung für außergewöhnliches Engagement und langjährige Tätigkeit. Bezirksstellenleiter-Stv. Bernhard Pölzl erhielt die goldene Stundenspange für 16.000 Stunden, Silvia Meschnark für 17.000 Stunden und Florian Klug wurde mit einer goldenen Stundenspange für 31.000 Stunden ausgezeichnet. Das zeigt nicht nur die Hingabe der einzelnen Personen, sondern auch die Stärke des gesamten Teams.
Die Versammlung war nicht nur ein Rückblick, sondern auch ein Ausblick auf die Zukunft des Roten Kreuzes in Deutschlandsberg. Die engagierten Ehrenamtlichen und das professionelle Team setzen sich dafür ein, dass auch weiterhin rund um die Uhr Hilfe bereitsteht. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ist in Deutschland der größte rettungsdienstliche Leistungserbringer mit ca. 37.200 angestellten und rund 23.000 ehrenamtlichen Mitarbeitern. Dies zeigt, wie wichtig der Rettungsdienst für die Gesellschaft ist und dass es eine verantwortungsvolle Aufgabe ist, die viel Engagement erfordert.
Die Ausbildung zum Rettungssanitäter wird in den Landesrettungsdienstschulen des DRK angeboten, wo sowohl theoretisches Wissen als auch praktische Erfahrungen in Kliniken und Lehrrettungswachen vermittelt werden. Das sind alles wichtige Schritte, um auch in Zukunft eine qualitativ hochwertige Notfallversorgung sicherzustellen.
Für all diese Leistungen gebührt den Ehrenamtlichen, den Helfern und den Verantwortlichen ein großes Dankeschön! Die Versammlung war ein beeindruckendes Zeugnis von Menschlichkeit, Zusammenhalt und einem unermüdlichen Willen, anderen zu helfen. Auf viele weitere Jahre voller Einsatz und Hilfsbereitschaft!