Im April 2026 erlebte die Stadt Eibiswald eine besondere kulturelle Bereicherung durch die Artist-in-Residence des Vereins „Lichtspiele Eibiswald“. In einem temporären Produktionsort, dem Kirchenwirt, wurde ein einzigartiges Projekt ins Leben gerufen, das sich an ein junges Publikum richtete. Die vier Künstlerinnen, darunter die Regisseurin Christina Rauchbauer sowie die Musikerinnen Sophia Goidinger-Koch und Barbara Riccabona, sowie Tänzerin Johanna Nielson, arbeiteten gemeinsam an der interdisziplinären Performance „Heut geh’n wir nach Irgendwo (3+)“ in Kooperation mit FUORI und WUK Kinderkultur.

Die Performance, die unter der Betreuung von Nina Ortner entstand, verbindet Neue Musik, Bewegung und Sprache. Zentrales Thema der Aufführung ist eine poetische Unterwasserwelt, in der zwei Putzergarnelen die Frage „Geh‘n wir nach irgendwo?“ thematisieren. Das Projekt legt großen Wert auf Neugier, Veränderung und gemeinsames Handeln und öffnete den Arbeitsprozess für die lokale Öffentlichkeit, insbesondere für Kinder.

Kreative Begegnungen und erste Theatererfahrungen

Der ehemalige Festsaal des Kirchenwirts diente als Proben- und Theaterraum, wobei erstmals auch ein Publikum zugelassen wurde. Eine Gruppe von Kindern des Kindergartens OST Eibiswald durfte die Arbeitsaufführung besuchen, was für viele von ihnen der erste Kontakt mit Theater und zeitgenössischer Musik war. Der Zugang zu dieser Aufführung war niederschwellig und kostenfrei, was die Erfahrung künstlerischer Prozesse förderte. Regisseurin Rauchbauer erklärte den Arbeitsstand des Stücks und die Idee hinter der Residency.

Die rund 45-minütige Fassung des Probenstands begeisterte die jungen Zuschauer, die mit lebhaften Kommentaren und Fragen reagierten. Nach der Aufführung hatten die Kinder zudem die Möglichkeit, die Bühne zu betreten, Requisiten auszuprobieren und mit den Künstlerinnen zu sprechen. Der Austausch wurde als zentraler Bestandteil des Prozesses verstanden und die Rückmeldungen der Kinder fließen in die weitere Arbeit ein.

Ausblick auf die Zukunft

Nach dem Aufenthalt in Eibiswald folgt für die Künstlerinnen eine Intensivwoche in Wien zur Finalisierung des Stücks, dessen Premiere für den 7. Mai 2026 im WUK Wien geplant ist. Diese kreative Zusammenarbeit und die Erfahrungen vor Ort spiegeln den Geist zeitgenössischer Kunst wider, die nicht nur die Kunstszene bereichert, sondern auch das Interesse und die Teilhabe von Kindern an kulturellen Angeboten fördert.

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Im Kontext der internationalen Kulturentwicklung wird 2026 auch das Residenzprojekt in Berlin neu belebt. Am Standort Türrschmidtstr. 24 wird eine Renovierung der Räumlichkeiten erfolgen, mit dem Ziel, internationale Künstlerinnen in einem neuen Residenzprojekt zu empfangen. Das Programm der „Lichtenberg Studios“ fördert nicht nur die künstlerische Zusammenarbeit, sondern lenkt auch die Aufmerksamkeit der Residentinnen auf die Geschichte, Architektur und das Leben der Menschen im Bezirk Lichtenberg.

Die parallelen Entwicklungen in Eibiswald und Berlin zeigen, wie wichtig es ist, kulturelle Räume zu schaffen, die den Austausch und die Begegnung zwischen Künstlern und Publikum fördern. Die kommenden Monate werden sowohl in Eibiswald als auch in Berlin von kreativen Projekten geprägt sein, die das Ziel haben, Kunst für alle zugänglich zu machen und die Neugier der jungen Generation zu wecken.

Für weitere Informationen über das Projekt in Eibiswald können Sie die vollständige Berichterstattung auf MeinBezirk nachlesen.