Am 20. Juni findet in der Steiermark der Lange Tag der Energie statt – ein spannendes Event, das nicht nur die Tore von über 100 Energieschauplätzen öffnet, sondern auch wichtige Impulse für die Zukunft junger Menschen setzt. Ziel ist es, die Bedeutung von Green Jobs hervorzuheben und zu zeigen, wie junge Menschen aktiv zur Energiewende beitragen können. Angesichts der aktuellen Herausforderungen, insbesondere bei Unwettern, wird deutlich, dass wir dringend Fachkräfte benötigen. In Österreich fehlen momentan rund 14.000 Elektrotechniker, was eine alarmierende Lücke darstellt.

Die Notwendigkeit, junge Menschen zu motivieren, als Fachkräfte einen Unterschied zu machen, könnte nicht größer sein. Der Energiemarkt wandelt sich: Weg von zentraler Erzeugung hin zu dezentralen Lösungen und intelligenten Netzen. Das eröffnet zahlreiche berufliche Möglichkeiten, die es zu entdecken gilt! Wer hätte gedacht, dass gerade diese Transformationsphase so viele Chancen mit sich bringt?

Fachkräftemangel und Chancen

Die Situation wird nicht nur in Österreich beobachtet. Auch in Deutschland ist der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften in Schlüsselberufen der Energiewende ein drängendes Problem. Laut einer Untersuchung des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (Kofa) sind mehr als 8.500 Stellen für Elektrotechnik-Ingenieure unbesetzt. Diese Fachkräfte sind entscheidend für die Integration erneuerbarer Energiequellen ins Stromnetz. Die größten Engpässe gibt es in der Bauelektrik, wo über 18.300 offene Stellen im Jahr 2024 prognostiziert sind. Bauelektriker sind für die Installation von Solaranlagen und Windrädern zuständig – ein Bereich, der für die Energiewende unerlässlich ist.

Doch das ist nicht alles! In der elektrischen Betriebstechnik fehlen im Jahresschnitt gut 14.200 Fachkräfte, ein Anstieg um 10 % im Vergleich zu 2023. Diese Spezialisten sind für den Bau und die Wartung der Ladeinfrastruktur für E-Autos zuständig. Und wenn man bedenkt, dass wir immer mehr Elektroautos auf unseren Straßen sehen, wird klar, wie wichtig diese Berufe sind. Eon beispielsweise plant, über 2.000 neue Mitarbeiter in Deutschland einzustellen, um das Netzgeschäft auszubauen. Ein weiteres Indiz für den Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften!

Die Rolle der Bildung

Der Fachkräftemangel betrifft nicht nur die Energiewende. Auch in anderen Branchen, wie der Gesundheits-, Kranken- und Altenpflege sowie in der Kinderbetreuung, bleibt der Mangel stark ausgeprägt. Die Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) prognostiziert bis 2030 einen Mangel von 560.000 Fachkräften für den Ausbau erneuerbarer Energien. Das könnte die ambitionierten Ausbauziele gefährden. Wichtige Bereiche wie Logistik und Planung dürfen dabei nicht außer Acht gelassen werden. Ein Beispiel: Der akute Mangel an Lkw-Fahrern könnte sogar den Aufbau von Windkraftanlagen verzögern!

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Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, wird empfohlen, mehr internationale Fachkräfte anzuwerben und an- sowie ungelernte Menschen zu qualifizieren. Mehr praxisnahe Berufsorientierung in Schulen sowie Zusatzqualifikationen zur dualen Ausbildung könnten die Lücke schließen. Der technologische Wandel verlangt spezifisches Know-how, und es ist an der Zeit, dass Schulen und Unternehmen gemeinsam Verantwortung übernehmen.

In dieser aufregenden Zeit des Wandels stehen uns zahlreiche Möglichkeiten offen. Aber wir müssen aktiv werden, um die Weichen für die Zukunft richtig zu stellen. Der Lange Tag der Energie könnte ein Schritt in die richtige Richtung sein, um junge Menschen für Berufe in der Energiewende zu begeistern. Schließlich sind es die Fachkräfte von morgen, die die Energieversorgung der Zukunft gestalten werden. Wer weiß, vielleicht stehst du ja eines Tages selbst auf der anderen Seite und arbeitest an den Lösungen, die unser Land so dringend braucht!