In der idyllischen Gemeinde Stainz tut sich was – und zwar nicht nur in den Gassen, sondern auch unter der Brücke! Die Rathausbrücke, ein Bauwerk, das 1949 errichtet wurde, steht vor einer umfassenden Sanierung. Die Arbeiten beginnen am 8. Juni und sollen bis zum 30. September abgeschlossen sein. Wer die Brücke nutzen möchte, sollte sich auf einige Einschränkungen einstellen.
Im Februar hat die Baubezirksleitung Südweststeiermark Schäden an der Brücke festgestellt, die nun dringende Maßnahmen erforderlich machen. Die Sanierung fällt in die Zuständigkeit der Landesstraßenverwaltung. Während der Bauarbeiten wird die Brücke bis zum 13. August komplett gesperrt sein. Danach wird es eine einspurige Befahrbarkeit geben, was für einige Verkehrsteilnehmer wohl eine Umstellung bedeutet.
Ein wichtiger Fußgängerübergang bleibt erhalten
<pFür Fußgänger gibt es jedoch einen Lichtblick: Der Übergang zwischen dem Rathaus und dem Kaufhaus Hubmann bleibt während der gesamten Bauzeit unberührt. Das bedeutet, dass Passanten weiterhin bequem und sicher die Straße überqueren können, auch wenn die Brücke selbst nicht befahrbar ist. Dies ist besonders wichtig, da die „Stainzer Schilchertage“ vom 14. bis 16. August stattfinden werden – und die Brücke während dieses Events vollständig offen bleibt! Die Veranstalter werden sicher erleichtert sein, denn die Schilchertage sind ein beliebter Termin im Stainzer Veranstaltungskalender.
Die Umfahrungshinweise sind an den Einfahrtsstraßen bereits ausgeschildert, um den Verkehr um die Baustelle herum zu leiten. Dennoch gibt es unverständliche Gesichter bei den Betrieben am Hauptplatz. Diese sind während der Bauarbeiten geöffnet, was die Geschäftsinhaber natürlich freut. Allerdings wird der Zeitpunkt der Arbeiten kritisch betrachtet, da viele Kundenfrequenzen in dieser Zeit zu erwarten sind. „Das ist kein guter Zeitpunkt für solche Arbeiten“, hört man häufig, und das Unverständnis ist nicht ganz unberechtigt.
Die Kommunikation hätte besser sein können
<pEin weiterer Punkt, der für Gesprächsstoff sorgt, ist die Informationspolitik der Gemeinde. Bürgermeister Karl Bohnstingl informierte bei einer Hauptplatz-Runde im April nicht über die bevorstehende Sanierung der Brücke. Das hat einige Geschäftsinhaber verärgert, die sich mehr Transparenz gewünscht hätten. Die Verordnung der Bezirkshauptmannschaft Deutschlandsberg hat bereits Rechtskraft erlangt, jedoch bestehen für die Marktgemeinde und die Wirtschaftskammer Deutschlandsberg noch Einspruchsmöglichkeiten.
<pEs bleibt abzuwarten, wie sich die Lage entwickeln wird. Die Arbeiten sind notwendig, da die Sicherheit der Brücke und ihrer Nutzer an erster Stelle steht. Dennoch ist die Kritik an der Durchführung in einer kundenintensiven Zeit nicht zu ignorieren. Die Balance zwischen notwendigen Baumaßnahmen und der Aufrechterhaltung des wirtschaftlichen Lebens in der Gemeinde ist eine Herausforderung, die es zu meistern gilt.
