Heute ist der 26.05.2026, und in Deutschlandsberg ging es rund! Ein Besuch des Grazer Vereins „Ludovico“ an der „de La Tour Schule Deutschlandsberg“ sorgte für fröhliche Gesichter und ein riesiges Gewusel. Seit 40 Jahren engagiert sich „Ludovico“ für die Spielkultur und das merkte man auch an diesem Tag. Zwei Teammitglieder brachten fast 100 Spiele mit – von Brettspielen über Kartenspiele bis hin zu kreativen Rollenspielen. Die Kinder waren total begeistert und hatten sichtlich Spaß. Laut Martin Sommer, dem stellvertretenden Leiter der Schule, war die Stimmung laut und lebhaft – es wurde gelacht, gespielt und einfach nur gemeinsam Zeit verbracht.

„Ludovico“ ist nicht nur ein Verein, der Spiele anbietet, sondern verfolgt auch ein großes Ziel: Die Begeisterung für das Spielen über alle Altersstufen hinaus zu fördern. So erklärte Kathrin Pallauf, dass viele Schulen in Graz Workshops besuchen, aber auch oft von den Experten des Vereins besucht werden. Ein Austausch, der beiden Seiten Freude bereitet. Es gibt sogar zwei große Festivals, die jährlich organisiert werden: das „button-Festival“ für Gaming und das „Festival der Spiele“, das sich ganz der analogen Spielkultur widmet.

Die „de La Tour Schule“ und ihre besondere Pädagogik

Die „de La Tour Schule“ ist eine Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht, die von der Diakonie de La Tour getragen wird. 12 Lehrpersonen unterrichten dort aktuell 110 Kinder in den Klassen eins bis acht. Die Schule hat eine spannende Geschichte – sie begann 2004 mit gerade einmal 17 Kindern im häuslichen Unterricht in Bad Schwanberg. Das Besondere an dieser Schule ist das Dalton-Pädagogik-Modell, das Freiheit, Zeitmanagement und Kooperation in den Vordergrund stellt. Hier dürfen die Kinder selbst entscheiden, wann sie die Fachräume besuchen, müssen jedoch vorher festgelegte Pläne bis zu einem bestimmten Zeitpunkt abschließen. Ein Ansatz, der individuelles Lernen fördert und den Schülern die Möglichkeit gibt, in ihrem eigenen Tempo zu lernen.

Für die Schüler war der Spieletag mit „Ludovico“ eine willkommene Abwechslung. Es war nicht nur eine Gelegenheit, neue Spiele auszuprobieren, sondern auch eine Möglichkeit, soziale Fähigkeiten zu entwickeln und Teamgeist zu erleben. Das Lachen der Kinder und das Getümmel um die Spieltische zeigten deutlich, dass hier eine ganz besondere Atmosphäre herrschte.

Ein Blick über die Grenzen

Wenn wir über Spielkultur sprechen, dürfen wir auch einen Blick über die Grenzen werfen. Der Verein „Spielkultur Frankfurt e. V.“ ist ein Beispiel dafür, wie sich engagierte Menschen zusammenfinden können, um die Freude am Spielen zu teilen. Mit Fokus auf analoge Spiele wie Brett- und Kartenspiele sowie Rollenspiele, bieten sie nicht nur eine Plattform für Spieler, sondern auch eine Möglichkeit zur Spielentwicklung über ihren Discord-Kanal. Mit über 1000 Nutzern ist dieser Kanal ein lebendiger Ort für den Austausch über Spiele und Brettspieltreffen. Die Überzeugung, dass es für jeden das richtige Spiel gibt, verbindet die Mitglieder und fördert die Gemeinschaft. Wer weiß, vielleicht werden die Ideen und Ansätze aus Frankfurt auch irgendwann in Graz oder Deutschlandsberg aufgegriffen?

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Das Zusammenspiel von Bildung, Spiel und Gemeinschaft zeigt, wie wichtig solche Initiativen sind. „Ludovico“ und die „de La Tour Schule“ setzen hier ein starkes Zeichen und zeigen, dass Lernen und Spielen Hand in Hand gehen können. Es bleibt spannend, wie sich die Spielkultur in der Region weiterentwickeln wird und welche neuen Ideen in Zukunft entstehen.