In Stainz, einer kleinen Gemeinde in der Steiermark, hat sich in den letzten Wochen viel getan – und das ganz im Sinne der Natur. Die Stainzer Grünen haben ein Amphibien-Schutzprogramm ins Leben gerufen, das nicht nur mit viel Engagement, sondern auch mit beeindruckenden Ergebnissen aufwarten kann. Hunderte Frösche, Kröten und Molche wurden gerettet! Ein Schutzzaun, der an der Bad Gamser-Straße errichtet wurde, hat dazu beigetragen, dass die Tiere sicher zu ihren Laichgewässern gelangen konnten. Die Initiative begann Anfang März mit tatkräftiger Unterstützung von der Berg- und Naturwacht Stainz, dem Wirtschaftshof Stainz und der Baubezirksleitung Südweststeiermark.

Der Schutzzaun, der sich über knapp einhundert Meter erstreckt, ist eine wahre Lebensader für die kleinen Wesen. Eimer wurden in die Erde versenkt, um den wandernden Amphibien Schutz zu bieten. Freiwillige, die sich mit Herz und Seele engagierten, überführten die Tiere über die Straße zum Stelzl-Teich – ein wahrhaft nobler Einsatz, denn der Straßenverkehr stellt für viele Amphibien eine enorme Gefahr dar. Jedes Jahr sterben Tausende von ihnen auf den Straßen. Um den engagierten Helfern zu danken, erhielten über 15 Freiwillige den „Stainzer Krötenrettungsbutton“. Das ist doch mal eine Auszeichnung, die man gerne anzeigt!

Ein starkes Team für den Amphibienschutz

Die Projektleiterinnen – GemR Ina Ledinski, Brigitte Kürschner, Iris Schwarzl und Nina Ortner – haben mit ihrem Team eine bemerkenswerte Arbeit geleistet. Es ist wirklich beeindruckend zu sehen, wie viel Herzblut in dieses Projekt geflossen ist. Und das Beste daran: Das Programm ist nicht abgeschlossen! Weitere Schutzzäune sind bereits für 2027 geplant. Die Bevölkerung wird sogar um Hinweise zu Amphibienstandorten und möglichen neuen Schutzzäunen gebeten (wer also etwas sieht, kann eine E-Mail an stainz@gruene.at schicken).

Doch was macht Amphibienschutz eigentlich so wichtig? Nun, Amphibien wie Kröten, Frösche und Molche sind nicht nur charmante Zeitgenossen, sie spielen auch eine entscheidende Rolle im Ökosystem. Sie helfen, Insektenpopulationen zu regulieren und tragen zur Nährstoffverteilung zwischen Lebensräumen bei. Der Rückgang ihrer Populationen könnte zu einem Ungleichgewicht im Ökosystem führen, was uns alle betreffen könnte. Daher ist es absolut notwendig, solche Schutzmaßnahmen zu ergreifen, besonders angesichts der steigenden Verkehrsbelastung und den Herausforderungen durch den Klimawandel.

Ein Blick in die Zukunft

Für die Frühjahrswanderung 2026 sind neue Maßnahmen in Planung. Die Hauptwanderungszeit für Amphibien liegt zwischen Mitte Februar und Anfang April, wobei milde, regnerische Nächte über 5°C für die Tiere besonders günstig sind. Temporäre Fangzäune, Straßensperrungen und organisierte Einsatzgruppen sollen die Tiere schützen. Wer also Lust hat, sich zu engagieren: Freiwillige sind jederzeit willkommen! Naturschutzgruppen und Initiativen wie der NABU suchen ständig Helfer, um Schutzzäune aufzustellen und die Amphibien sicher über die Straße zu transportieren.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Und das ist längst nicht alles – innovative Technologien wie digitale Warnsysteme oder GPS-gestützte Frühwarnsysteme könnten in Zukunft dabei helfen, noch mehr Amphibien zu schützen. Das Umweltministerium hat auch angekündigt, die finanziellen Mittel für lokale Initiativen um 20% zu erhöhen. Da kann man nur hoffen, dass diese Entwicklungen auch in Stainz und Umgebung Früchte tragen!