In Deutschlandsberg gab es am 9. Juni 2026 ein wichtiges Ereignis: Der Wasserverband Transportleitung Weststeiermark wurde feierlich konstituiert. Bei dieser Sitzung, die im Rathaus Lannach stattfand, wurde der Obmann Anton Weber und Geschäftsführer Dietmar Luttenberger vorgestellt. Dieses Projekt ist nicht nur eine technische Herausforderung, sondern auch ein bedeutender Schritt für die Wasserversorgung in der Region.

Die geplante Wassertransportleitung soll von Graz bis in die Weststeiermark verlegt werden und umfasst eine beeindruckende Länge von 38 Kilometern. Die Leitungsführung führt durch Dobl, Lannach, Schlieb, Stainz, Rassach, Frauental bis nach Sulberegg. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 24,2 Millionen Euro, wovon 12,1 Millionen Euro vom Land Steiermark und 2,4 Millionen Euro vom Bund gefördert werden. Die restlichen 9,7 Millionen Euro müssen von den beteiligten Wasserverbänden aufgebracht werden. Zu diesen Verbänden zählen unter anderem Umland Graz, Lannach, Stainztal, Koralm und Eibiswald-Wies.

Wasser für die Zukunft

Clemens Matzer, Abteilungsleiter Wasserwirtschaft, betonte die immense Bedeutung des Projekts für die Region. Der steigende Wasserbedarf im Raum Graz und im Grazer Süden stellt die bestehende Infrastruktur vor große Herausforderungen. Mit der neuen Leitung wird eine Transportleistung von 200 Sekundenlitern angestrebt, was die Wasserversorgung erheblich stabilisieren soll. Johann Wiedner, Obmann des steirischen Wasserversorgungsverbandes, ließ es sich nicht nehmen, zur Gründung des Verbandes zu gratulieren.

Die Vorbereitungen für die Ausschreibung des Generalplaners laufen bereits. Der Baustart ist für Mitte 2027 geplant. Das Projekt ist Teil des umfassenden Wassernetzwerks Steiermark 2025 – 2050, das Investitionen von rund 150 Millionen Euro vorsieht. Diese Initiative ist nicht nur ein Schritt zur Sicherung der Wasserversorgung, sondern auch ein Beitrag zur Lebensqualität und wirtschaftlichen Entwicklung in der Region.

Wasser als Lebensquelle

Rund 92 % der Bevölkerung in der Steiermark sind bereits an das öffentliche Leitungsnetz angeschlossen, und jährlich werden über 78 Millionen Kubikmeter Trinkwasser geliefert. Dennoch führen Wetterveränderungen, wie längere Trockenphasen und häufigere Hitzetage, zu einer Herausforderung, die es zu bewältigen gilt. Die Investitionen des Landes zielen darauf ab, die Wasserversorgung auch bei extremen Wetterbedingungen stabil zu halten und auf zukünftige Entwicklungen zu reagieren.

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Die moderne und effiziente Infrastruktur ist essenziell, um langfristig eine leistbare und verlässliche Wasserversorgung zu gewährleisten. Die Bedeutung der Wasserwirtschaft wird auch durch das WISA-Wasserinformationssystem Austria unterstrichen, welches umfassende Statistiken zur Wasserwirtschaft und Hydrographie in Österreich bereitstellt. Dabei geht es nicht nur um Trinkwasser, sondern auch um Abwasser und die damit verbundenen Investitionen und Förderungen des Bundes.

In dieser dynamischen Zeit, in der das Wetter immer unberechenbarer wird, sind solche Projekte wie die Wassertransportleitung Weststeiermark von zentraler Bedeutung. Sie zeigen, wie wichtig es ist, die Infrastruktur an die Bedürfnisse der Bevölkerung anzupassen und gleichzeitig die Ressourcen zu schützen. Die Bürger in der Region dürfen sich auf eine zukunftssichere Wasserversorgung freuen, die die Herausforderungen von morgen in den Blick nimmt.

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