In Deutschlandsberg fand kürzlich das Bezirksforum „Wirtschaft & Standort“ statt, ein Treffen, das Vertreter aus Wirtschaft, Gemeinden, Bildung und regionalen Institutionen zusammenbrachte. Die Diskussionen kreisten um die Zukunft des Bezirks, der sich als dynamische Zukunftsregion in der Steiermark etabliert hat. So betonte auch die ÖVP-Landesparteiobfrau LH-Stv. Manuela Khom die Relevanz der getroffenen Entscheidungen – sie sind entscheidend für die künftige Entwicklung der Region. Die stabile Bevölkerungsentwicklung, der hohe Ausbildungsstand sowie die starken Leitbetriebe sind nur einige der positiven Aspekte, die Deutschlandsberg auszeichnen.

Wirtschaftlich gesehen ist der Bezirk besonders stark in den Bereichen Automotive, Elektronik und Pharma. Auch der Tourismus boomt, nicht zuletzt dank der attraktiven Angebote im Schilcherland und der vielfältigen Natur- und Kulturangebote. Um diese Chancen zu nutzen, ist die Infrastrukturentwicklung von zentraler Bedeutung. Geplante Ausbauten, wie die der L601 und der B76, sollen die Region für Unternehmen und Pendler stärken. Ein Highlight ist der Bahnhof Weststeiermark, der sich zu einer modernen Mobilitäts- und Eingangsdrehscheibe entwickeln soll.

Mobilität und Bildung im Fokus

Ein weiterer Aspekt, der zur Diskussion stand, war die Verbesserung der Anbindung durch Bus und S-Bahn sowie die Schaffung eines zusätzlichen Nahversorgers und erweiterter Park-&-Ride-Flächen. Auch die Bildung spielt eine Schlüsselrolle: Ab dem Schuljahr 2026/2027 wird in Deutschlandsberg eine neue HTL eröffnet, die den Wirtschaftsstandort weiter stärken soll. Diese Entwicklung ist besonders wichtig, da das Bundesschulzentrum dringend generalsaniert werden muss. Ein weiterer Punkt, der von Bezirksparteiobmann Werner Amon hervorgehoben wurde, ist die Koralmbahn – ihre Bedeutung für die Wirtschaft und die regionale Entwicklung kann nicht genug betont werden.

Natürlich gibt es auch Herausforderungen zu meistern. Die finanzielle Lage vieler Gemeinden wird als angespannt beschrieben, und die Flächenwidmung sowie Raumordnung stellen zusätzliche Schwierigkeiten dar. Ein Vollausbau der L601, insbesondere der Abschnitt von Wettmannstätten bis zum Bahnhof Weststeiermark, wird als wichtig erachtet, um neue Betriebe anzusiedeln und die Region weiterzuentwickeln.

Strukturwandel und Unterstützung durch den Bund

Im Kontext der regionalen Entwicklung ist auch das Strukturstärkungsgesetz für Kohleregionen von Bedeutung, das am 14. August 2020 in Kraft trat. Es sieht vor, dass Braunkohleregionen bis 2038 Finanzhilfen vom Bund in Höhe von bis zu 14 Milliarden Euro erhalten können. Darüber hinaus wird durch Erweiterungen von Forschungs- und Förderprogrammen sowie dem Ausbau von Verkehrsinfrastrukturprojekten zusätzliche Unterstützung gewährt. Solche Maßnahmen sind nicht nur für die betroffenen Regionen von Bedeutung, sondern können auch für Deutschlandsberg als Modell dienen, um innovative Lösungen zu entwickeln und neue, zukunftssichere Arbeitsplätze zu schaffen.

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Die Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ hat bereits Empfehlungen ausgesprochen, die helfen sollen, den Strukturwandel zu gestalten und soziale Folgen abzufedern. Das Ziel bleibt, die wirtschaftliche Basis zu stärken und die Lebensqualität in den Regionen zu erhöhen. All diese Aspekte fließen in die Überlegungen ein, die die Teilnehmer des Bezirksforums diskutiert haben, und zeigen, wie wichtig es ist, in die Zukunft zu investieren.

Die Entwicklungen in Deutschlandsberg sind nicht nur für die Region selbst entscheidend, sondern auch für die gesamte Steiermark. Der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren sind der Schlüssel, um die Herausforderungen zu meistern und die Chancen zu nutzen, die sich bieten.