Heute ist der 16.05.2026 und im Stiftsgarten des BG Rein in Graz-Umgebung tut sich etwas ganz Besonderes. Hier wird ein Naturgarten revitalisiert, der darauf abzielt, Nachhaltigkeit und Biodiversität in den Vordergrund zu stellen. Der Verein Blühen&Summen führt gemeinsam mit den Kindern des BG Rein ein spannendes Projekt durch, um einen artgerechten Lebensraum für Schmetterlinge zu schaffen. Anstelle von Zierpflanzen kommen Wildblumen, Kletterrosen, Bauernstauden und Kräuter zum Einsatz. Das Ziel? Eine Umgebung, die zahlreiche Insekten anzieht, darunter Wildbienen, Heuschrecken und Käfer.

Im Garten, der eine Fläche von etwa einem Hektar umfasst, gibt es nicht nur barocke Bauelemente, sondern auch ein Wegenetz mit Haupt- und Nebenachsen, das die Besucher durch die blühende Vielfalt führt. Die Kinder haben nicht nur die Theorie gelernt, sondern auch praktisch Hand angelegt: Sie pflanzten spezielle Futterpflanzen wie den gewöhnlichen Wasserdost und Blutweiderich, die Schmetterlinge und deren Raupen anziehen. Zu den Highlights des Projekts gehört die Begegnung mit dem Wiener Nachtpfauenauge, dem größten Falter Europas, und ein Falterpaar, das eigens zur Eiablage auf einen Kirschbaum platziert wurde.

Ein Workshop für die Zukunft

Ein Workshop für die Schüler des BG Rein hat bereits stattgefunden, um die Bedeutung artenreicher Wiesen zu vermitteln. Die Kinder lernten nicht nur über die Pflanzen, die sie setzen, sondern auch über die Tiere, die von diesen Lebensräumen profitieren. Brennnesseln, die oft als Unkraut abgetan werden, bleiben als Raupenfutterpflanze für den Nesselfalter stehen. Es ist faszinierend zu sehen, wie die Kinder mit Begeisterung den Garten gestalten und gleichzeitig etwas über die heimische Natur lernen. Christine Podlipnig vom Verein Blühen&Summen hebt hervor, dass solche Projekte eine großartige Möglichkeit bieten, die heimische Natur kennenzulernen und zu schätzen.

Die Verwendung von Wildblumen und Kräutern hat nicht nur einen ästhetischen Nutzen, sondern trägt auch aktiv zum Schutz der Artenvielfalt bei. Diese Pflanzen ziehen Wildbienen und Hummeln an, die für die Bestäubung unerlässlich sind. Das Anlegen von „Naturecken“, also unberührten Bereichen im Garten, fördert zusätzlich Lebensräume für Vögel, Bienen und andere Tiere. Solche kleinen, aber feinen Maßnahmen sind entscheidend, um die Natur in unseren Gärten zu erhalten und sie für die nächsten Generationen zu bewahren.

Gartenprojekte für jedermann

Wer jetzt denkt, das klingt nach einer großartigen Idee, sollte wissen, dass es viele Anleitungen für verschiedene Gartenprojekte gibt, die man leicht umsetzen kann. Ob sonnige oder schattige Wildstaudenbeete, Blumenwiesen oder eine Hecke aus Wildsträuchern – für jeden Garten ist etwas dabei! Besonders Blumenwiesen, die aus mehrjährigen heimischen Wildblumen und Gräsern bestehen, benötigen zwar Geduld, aber das Warten lohnt sich. Je länger sie stehen, desto schöner werden sie.

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Für die, die vielleicht nicht so viel Platz haben, sind Wildpflanzentöpfe auf Terrassen und Balkonen eine hervorragende Möglichkeit, um Artenvielfalt zu fördern. Und wer einen kleinen Teich anlegen möchte, kann mit einem Miniteich ein Mikro-Klima schaffen, das sogar Libellen anzieht. Solche Projekte sind nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern bringen auch ein Stück Natur direkt vor die Haustür.

Das Engagement im Stiftsgarten des BG Rein zeigt eindrucksvoll, wie Bildung, Naturschutz und Gemeinschaft zusammenkommen können. Es bleibt zu hoffen, dass viele weitere Projekte dieser Art folgen, um das Bewusstsein für die Wichtigkeit der Natur zu schärfen und eine nachhaltige Zukunft zu gestalten. Und vielleicht inspiriert es auch andere Schulen und Gemeinschaften, ähnlich aktiv zu werden. Denn letztlich liegt es in unserer Hand, das bunte Schmetterlingsparadies nicht nur zu bewahren, sondern es auch zu vergrößern.