Ab dem 1. Juli 2023 wird das Grazer Carsharing-Angebot „tim“ seine Tarife erhöhen. „tim“, das Carsharing-Angebot der Holding Graz, ist an insgesamt 35 Standorten in Graz sowie 17 in Graz-Umgebung und Voitsberg und 12 in Linz verfügbar. Die Nutzer haben die Möglichkeit, (E-)Autos auf Stundenbasis auszuleihen, was für viele eine flexible Alternative zum eigenen Fahrzeug darstellt. Das Angebot feiert heuer sein zehnjähriges Jubiläum – ein echter Grund zum Feiern, oder? Schließlich wurde es 2016 als Pilotprojekt ins Leben gerufen und hat sich seither stetig weiterentwickelt.
Die Tarife wurden in den ersten Jahren nicht erhöht, aber seit einigen Jahren erfolgt eine Anpassung im Gleichschritt mit den Öffi-Tarifen des Verkehrsverbundes. Die Preiserhöhung von 1,7 Prozent macht die billigste Stunde für Kleinwagen auf 5,90 Euro (bisher 5,80 Euro) und für Mittelklassefahrzeuge auf 6,90 Euro (bisher 6,80 Euro). Auch die Tagestarife steigen: Kleinwagen kosten ab dem 1. Juli 105 Euro (bisher 100 Euro), während Mittelklassefahrzeuge und Transporter auf 115 Euro steigen. Für das Wochenende gibt es eine Pauschale von 155 Euro für Kleinwagen und 165 Euro für Mittelklasse, die von Freitag 15 Uhr bis Sonntag 22 Uhr gilt. Treibstoff- oder Stromkosten sind in allen Preisen bereits enthalten.
Preistransparenz und Mitgliedschaft
Ein wichtiger Punkt, den man nicht vergessen sollte: Nutzer müssen Mitglied sein, um „tim“ nutzen zu können. Die Registrierung kostet 15 Euro und es fällt eine monatliche Gebühr von 9,50 Euro an. Aber hier gibt es einen Vorteil für Besitzer eines Klimatickets Steiermark oder Österreich: Sie müssen keine Registrierungsgebühr und keine monatliche Gebühr zahlen. Das ist doch mal ein gutes Argument, oder? Man spart nicht nur Geld, sondern tut auch noch etwas für die Umwelt.
Carsharing hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen und ist mittlerweile weit verbreitet. Die Nutzung eines Autos durch verschiedene Personen gegen Gebühr bietet viele Vorteile. Der grundlegende Ablauf umfasst die Reservierung, Abholung des Fahrzeugs und die Nutzung, wobei die gefahrenen Kilometer und die Nutzungsdauer durch einen Bordcomputer berechnet werden. Es gibt verschiedene Systeme wie das stationsbasierte System mit festen Parkplätzen oder das Free-Floating-Prinzip, bei dem die Fahrzeuge im öffentlichen Raum abgestellt werden können.
Ein Blick über die Grenzen
Interessant ist auch, dass die erste Carsharing-Organisation in Deutschland 1988 in Berlin gegründet wurde. Heute gibt es dort etwa 150 Carsharing-Organisationen. Bekannte Anbieter wie Flinkster, DriveNow und Car2go haben sich etabliert und zeigen, wie vielfältig das Carsharing-Angebot ist. Im Februar 2019 wurde sogar ein Joint-Venture aus DriveNow und Car2go gegründet, was die Bedeutung dieses Mobilitätskonzepts unterstreicht.
Mit all diesen Entwicklungen zeigt sich, dass Carsharing nicht nur in Graz, sondern auch über die Grenzen hinaus eine spannende und zeitgemäße Lösung für die Mobilität in urbanen Räumen darstellt. Wer weiß, vielleicht wird „tim“ auch weiterhin wachsen und sich an die Bedürfnisse der Nutzer anpassen. In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit und flexible Mobilität immer wichtiger werden, könnte das Angebot noch mehr Menschen ansprechen.
