FPÖ Graz vor Gemeinderatswahlen: René Apfelknab als neuer Spitzenkandidat
Heute ist der 15.06.2026, und in Graz brodelt die politische Landschaft. Die Vorbereitungen für die Gemeinderatswahlen am 28. Juni sind in vollem Gange, und die FPÖ hat einen neuen Spitzenkandidaten: René Apfelknab. Mitte 2025 wurde der 56-Jährige von der Partei präsentiert. Obwohl er bisher nur wenig Erfahrung in der Kommunalpolitik hat, kann er auf eine Position in der Bezirksvertretung in Straßgang zurückblicken. Beruflich ist Apfelknab als Prüfer in der Buchhaltungsagentur des Bundes tätig und hat seit 2022 das Amt des Finanzreferenten der FPÖ Graz inne. In dieser Rolle hat er einige Maßnahmen ergriffen, um das Vertrauen in die Partei wiederherzustellen, die selbst unter den Folgen des Finanzskandals leidet.
Apfelknab betont, dass die FPÖ Graz zu den Geschädigten des Skandals gehört und wartet gespannt auf das Ende des Verfahrens. Um die Finanzen transparenter zu gestalten, führt er ein strenges Konto für alle Zahlungen, hat den Barzahlungsverkehr eingestellt und ein Vier- bzw. Sechs-Augen-Prinzip für Rechnungsfreigaben eingeführt. Bei der Vorstellung seiner Kandidatur Mitte August 2025 erklärte Stadtparteiobmann Axel Kassegger, dass Apfelknab der geeignete Mann für die Herausforderung sei. Mario Kunasek, der Landesparteiobmann, spielte dabei keine Rolle.
Wahlziele und Herausforderungen
Mit einem Ziel vor Augen strebt Apfelknab an, mehr als die 10,6 Prozent von 2021 zu erreichen. Er ist optimistisch und sieht Schnittmengen mit verschiedenen Parteien, möchte aber grundsätzlich mit jedem verhandeln. In der Vergangenheit hatte die FPÖ besonders viele Gemeinsamkeiten mit der ÖVP. Ein zentrales Anliegen von Apfelknab ist die Einführung eines Parkleitsystems, um das Spannungsfeld zwischen mehr Platz für Autos und weniger Stau zu lösen. Zudem fordert er eine Verwaltungsreform und eine gründliche Überprüfung von Förderungen. Bevor er Prioritäten setzt, möchte er das Budget evaluieren – ganz nach dem Motto: Erst schauen, dann handeln.
Ein weiteres Thema, das Apfelknab am Herzen liegt, ist die Zunahme von Personen mit Migrationshintergrund in Graz, insbesondere in Schulen. Er spricht sich gegen den Bau neuer Moscheen aus, insbesondere wegen des Minarett-Verbots. In seinen Aussagen verortet er sich innerhalb der FPÖ eher in der Mitte und versucht, die verschiedenen Strömungen innerhalb der Partei zusammenzuführen. Auch wenn zwei Mitglieder der Kandidatenliste aus der FPÖ ausgeschlossen wurden, betont Apfelknab, dass dies nichts mit dem Finanzskandal zu tun habe. Das Ausschlussverfahren ist derzeit noch im Gange.
Ein Blick über den Tellerrand
In der Steiermark gibt es gerade einen großen Fokus auf die bevorstehenden Wahlen. Die politischen Akteure sind gefordert, ihre Positionen klar zu definieren und sich den Herausforderungen der Stadt zu stellen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Wählerinnen und Wähler entscheiden werden. Eine spannende Zeit für Graz, die mit vielen Fragen und Unsicherheiten verbunden ist! Mehr Informationen finden Sie auch auf steiermark.orf.at.
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