Am 26. Mai 2026 versammelten sich Vertreter aus Graz und Maribor im Kunsthaus Graz, um die Vorbereitungen für ein weiteres Kapitel ihrer langjährigen Städtepartnerschaft zu besprechen. Seit 1987 sind die beiden Städte offiziell Partnerstädte und haben im Laufe der Jahre eine Vielzahl von Verbindungen geknüpft. Mit dem Blick auf das große Fest im Jahr 2027, das das 40-jährige Bestehen dieser Beziehung feiern wird, wurden zahlreiche gemeinsame Aktivitäten und Ideen diskutiert. Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ) teilte nicht nur persönliche Erinnerungen an Maribor, sondern betonte auch den Wert des Austausches über persönliche Verbindungen und die gemeinsame Geschichte.

Besonders interessant war die Präsentation von Maribors Bürgermeister Aleksander Saša Arsenovič, der die Stadt als einen aufstrebenden Wirtschaftsraum vorstellte. Maribor, die zweitgrößte Stadt Sloweniens mit etwa 113.000 Einwohner:innen, hat sich von einer wichtigen Grenzfestung und Handelsstadt im 19. und 20. Jahrhundert zu einer modernen Regionalmetropole entwickelt, die zunehmend als Kultur- und Universitätsstadt wahrgenommen wird. Die Universität Maribor, gegründet 1975, zieht jährlich Tausende Studierende an und trägt zur lebendigen Atmosphäre der Stadt bei.

Weinkultur und Sehenswürdigkeiten

Ein ganz besonderer Schatz Maribors ist die Stara trta, der älteste Weinstock der Welt, der über 400 Jahre alt ist und im Guinness-Buch der Rekorde eingetragen ist. Jedes Jahr werden von den Trauben dieser historischen Rebe etwa 100 Flaschen Wein (je 0,25 Liter) produziert, die als protokollarische Geschenke dienen. Dies ist nicht nur ein Symbol für die Weinkultur Maribors, sondern auch für die slowenische Weintradition insgesamt. Bei der Diskussion über die kulturellen Highlights Maribors wurde auch das Schloss Maribor erwähnt, das heute als Regionalmuseum dient, sowie die beeindruckende Domkirche von Maribor mit ihrem markanten Glockenturm und die schöne Franziskanerkirche.

Die beiden Bürgermeister bezeichneten das Treffen als gelungenen Auftakt für die Feierlichkeiten im Jahr 2027. Arsenovič dankte Österreich für die Unterstützung während der Selbstständigkeit Sloweniens vor 35 Jahren. Diese freundschaftlichen Beziehungen sind nicht nur wichtig für den Austausch zwischen den Bürger:innen, sondern auch ein bedeutendes Element der kommunalen Außenpolitik, wie die Geschichte der Städtepartnerschaften seit dem Zweiten Weltkrieg zeigt. Sie fördern den Dialog und die Kooperation zwischen den Städten und tragen zur europäischen Integration bei.

Mit diesen positiven Gesprächen und der Vorfreude auf das, was kommt, ist die Grundlage für die künftige Zusammenarbeit zwischen Graz und Maribor gelegt. Beide Städte blicken auf eine lange Tradition des Austausches zurück und sind entschlossen, diese auch in Zukunft weiter auszubauen. Mit einem klaren Fokus auf Kultur, Wirtschaft und Bildung wird die Partnerschaft sicher noch viele spannende Kapitel schreiben.

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