Am 17. Juni 2026 fand in Leoben die Vollversammlung des Städtebundes unter der Leitung von Bürgermeisterin Elisabeth Blanik statt. In dieser Sitzung wurde nicht nur der neue Vorstand gewählt, sondern auch eine neue Mitgliedsgemeinde, Nußdorf-Debant, aufgenommen – ein Schritt, der die Gemeinschaft der Städte und Gemeinden in Österreich weiter stärkt. Der 75. Städtetag war ein Ort des Austauschs und der Diskussion, wo die Vertreter einstimmig eine Resolution zu brisanten Themen wie „Digitale Gewalt“, Finanzen und dem Mehrjährigen Finanzrahmen der EU (MFR 2028+) verabschiedeten.

Besonders spannend war die Diskussion, die Blanik im Arbeitskreis „Gemeindekooperationen“ mit Walter Gohm, Mario Abl und Karoline Mitterer führte. Hierbei ging es um die Effizienzsteigerung durch Kooperationen, eine Notwendigkeit angesichts der angespannten Finanzlage vieler Kommunen. Blanik nannte den RegioNet-Breitband-Ausbau im „Zukunftsraum Lienzer Talboden“ als ihr persönliches Lieblingsprojekt. Trotz der Herausforderungen durch den Anbieter A1, haben 15 Gemeinden gemeinsam den Glasfaserausbau realisiert – eine echte Herausforderung, die durch Teamarbeit und Zusammenarbeit gemeistert wurde.

Kooperationen für die Zukunft

Im Bereich der Kinderbetreuung wird ebenfalls auf Kooperation gesetzt, um ganzjährige ganztägige Betreuung zu gewährleisten. Ein bemerkenswertes Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit ist das Osttiroler Kinderbetreuungszentrum (OKZ), das die Kinderbetreuung im Bezirk organisiert. Blanik erwähnte auch das Beispiel Tessenberg, wo eine Kinderkrippe je nach Bedarf bereitgestellt und wieder geschlossen wurde. Solche flexiblen Lösungen sind das A und O für die Gemeinden, um den unterschiedlichen Bedürfnissen ihrer Bürger gerecht zu werden.

Die Notwendigkeit zur Digitalisierung wird immer drängender. Wie aus einer Analyse hervorgeht, sind Kommunen wirtschaftliche und soziale Zentren, die digitale Leistungen und Infrastruktur beschaffen müssen. Dies ergibt sich nicht zuletzt aus dem Onlinezugangsgesetz und den Anforderungen der örtlichen Gemeinschaft. Digitalisierung betrifft viele Bereiche – von der Verwaltung über den ÖPNV bis hin zur Stadtentwicklung und Bildung. Deshalb sind Kooperationen zwischen Kommunen so wichtig, um den Herausforderungen der Digitalisierung erfolgreich zu begegnen.

Chancen durch gemeinsame Lösungen

Die Formen kommunaler Kooperationen sind vielfältig: Erfahrungsaustausch, gemeinsame technische Lösungen, oder die Bündelung von Bedarfen sind nur einige Möglichkeiten, um effizienter zu arbeiten. Auch die Beschaffung von IT-Systemen wird durch gemeinsame Rahmenverträge erleichtert. Dies ermöglicht nicht nur bessere Preise, sondern auch eine höhere Einkaufseffizienz. Die digitale Transformation ist für die Kommunen unabdingbar, um wettbewerbsfähig zu bleiben und den Anforderungen von heute gerecht zu werden.

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Ein Beispiel für eine erfolgreiche interkommunale Kooperation ist die K4K eG, eine Genossenschaft, die 2016 in Hessen gegründet wurde. Ihr Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Jobcentern zu unterstützen, Synergien zu nutzen und innovative Lösungen zu entwickeln. So können auch in Österreich ähnliche Strukturen entstehen, um die digitale Innovationskraft von Gemeinden zu fördern. Die Herausforderungen für die Kommunen sind vielfältig, doch durch gemeinschaftliche Ansätze können viele Hürden überwunden werden.

Die Zusammenarbeit im Bereich der Elementarbildung im Bezirk wird fortgesetzt, obwohl Blanik keine konkreten zukünftigen Kooperationsprojekte benannte. Es bleibt spannend, wie sich die Strukturen in der Elementarbildung entwickeln werden. Die Analyse und Optimierung dieser Strukturen ist eine wichtige Aufgabe, um den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden. Der Weg ist klar: Gemeinsam stark – das ist das Motto für die Zukunft der Gemeinden in Österreich, und die Vollversammlung des Städtebundes hat einen wichtigen Schritt in diese Richtung getan.

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