Inklusion im Arbeitsleben: Erfolgsgeschichte von Magdalena und David bei bellaflora
In Liezen gibt es eine wunderbare Erfolgsgeschichte zu berichten. Magdalena und David, zwei engagierte Mitarbeiter der Lebenshilfe Ennstal, zeigen, wie Inklusion und Zusammenarbeit gelingen können. Sie arbeiten im Gartenbau der Lebenshilfe und sind einmal pro Woche im Einsatz bei bellaflora. Diese Kooperation hat ihren Ursprung in Davids Wunsch, ein Praktikum in einem „richtigen“ Betrieb zu absolvieren. Stefanie Mandl, die Jobcoach der Lebenshilfe Ennstal, vermittelte den Kontakt zu bellaflora, und Verena Egger, die Niederlassungsleiterin, nahm die beiden herzlich in ihr Team auf.
Seit April des vergangenen Jahres sind Magdalena und David nun bereits zweimal pro Woche bei bellaflora tätig. Ihre Aufgaben umfassen die Sauberkeit und Unterstützung im Lager. Die Einbindung in das Team wird als durchweg positiv beschrieben – so sehr, dass Stefanie Mandl nicht mehr dauerhaft vor Ort sein muss, da die Integration der beiden wunderbar gelungen ist. Ein weiteres schönes Zeichen der Akzeptanz: Magdalena und David wurden zur Betriebsweihnachtsfeier eingeladen, was sicherlich ein besonderes Erlebnis für die beiden war!
Vielfältige Unterstützungsangebote
Die Lebenshilfe Ennstal bietet umfassende Beratung und Unterstützung für Menschen in herausfordernden Lebenslagen. Mit Standorten in Stainach, Liezen, Admont, Rottenmann und Außenstellen in Gröbming und St. Gallen gehört die Lebenshilfe zu den größten Dienstgebern im Bezirk Liezen. Rund 250 Arbeitnehmer:innen stehen im Dienste der Inklusion und setzen sich dafür ein, dass Menschen mit Behinderung die Unterstützung bekommen, die sie benötigen.
Die Kooperation mit bellaflora ist dabei nicht die einzige Partnerschaft; auch SPAR, der Heilpädagogische Kindergarten Liezen und Plant’s Corner sind wertvolle Jobcoaching-Partner. Solche Initiativen sind entscheidend, um Menschen mit Behinderungen die Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Das Recht auf Arbeit gilt schließlich für alle – unabhängig von Einschränkungen. Menschen mit Behinderungen haben Anspruch auf verschiedene Leistungen, die ihnen helfen, einen Platz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu finden, auch wenn das manchmal eine Herausforderung darstellt.
Von Werkstätten zum allgemeinen Arbeitsmarkt
Die Lebenshilfe und ähnliche Organisationen bieten nicht nur Unterstützung, sondern auch innovative Programme zur Integration in den Arbeitsmarkt an. Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) sind Einrichtungen, die Menschen helfen, eine Beschäftigung zu finden, wenn sie aufgrund ihrer Behinderung nicht im allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten können. Hier wird in verschiedenen Bereichen eine Eignungsprüfung durchgeführt, und es gibt Möglichkeiten zur beruflichen Weiterbildung. Das Eingangsverfahren, das bis zu drei Monate dauern kann, ist der erste Schritt.
Doch es gibt auch Alternativen zu den Werkstätten. Das Budget für Arbeit unterstützt Arbeitgeber mit Lohnkostenzuschüssen, und das Budget für Ausbildung hilft Menschen mit Behinderungen, eine Ausbildung zu beginnen. Unterstützte Beschäftigung ermöglicht es, sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse einzugehen, was ein großer Schritt in die richtige Richtung ist. Inklusionsbetriebe bieten reguläre Arbeitsverträge und sind genau richtig für Menschen, die auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vorbereitet werden wollen. Es ist bemerkenswert, wie die Lebenshilfe und andere Organisationen an der Schaffung eines inklusiven Arbeitsumfelds arbeiten.
Die Geschichten von Menschen wie Magdalena und David sind inspirierend und zeigen, dass mit der richtigen Unterstützung und dem Willen zur Veränderung viel erreicht werden kann. Es bleibt zu hoffen, dass solche Initiativen auch in Zukunft weiter gefördert werden, denn jeder hat das Recht auf eine erfüllende und sinnvolle Beschäftigung.
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