Heute ist der 17.06.2026 und wir schauen auf eine spannende Entwicklung bei Billa. Die Supermarktkette hat vor vier Jahren die „Stille Stunde“ ins Leben gerufen, um Menschen mit Autismus den Einkauf zu erleichtern. Diese Initiative wird nun ausgebaut – und zwar anlässlich des Autistic Pride Day am 18. Juni! Ab dem 24. Juni wird mindestens ein Billa in jedem Bezirk Österreichs „Einkaufen in Stille“ anbieten. Das ist wirklich ein Schritt in die richtige Richtung!

Was genau passiert in dieser „Stille Stunde“? Ganz einfach: In dieser Zeit werden Lautsprecher deaktiviert, das Licht gedimmt und es werden zahlreiche zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um eine reizreduzierte Umgebung zu schaffen. Der Backofen hat eine Pause, Bestellungen bei der Feinkost erfolgen schriftlich und Kassenvorgänge werden verlangsamt – das klingt alles sehr durchdacht! Die „Stille Stunde“ findet immer mittwochs von 14 bis 15 Uhr statt, was perfekt ist, um den Menschen die Möglichkeit zu geben, abseits der Stoßzeiten einzukaufen.

Wo kann man die „Stille Stunde“ erleben?

In der Obersteiermark sind bereits einige Filialen dabei, die diese Initiative unterstützen. Im Bezirk Murau ist der Billa in Scheifling beteiligt. Judenburg im Bezirk Murtal, Bad Aussee im Bezirk Liezen und mehrere Standorte in Leoben, darunter die Draschestraße 5 und die Pachern-Hauptstraße 87, bieten das reizreduzierte Einkaufen ebenfalls an. Auch in Langenwang im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag wird es von Montag bis Freitag möglich sein, in Ruhe einzukaufen. Insgesamt werden 73 Standorte bereitstehen, was eine großartige Nachricht für alle ist, die unter sensorischer Überlastung leiden.

Die Idee der „Stille Stunde“ hat ihren Ursprung in Deutschland, wo sie als Bewegung zur Aufklärung über neurodivergente Menschen und den Abbau sensorischer Barrieren ins Leben gerufen wurde. In Neuseeland wird sie bereits flächendeckend praktiziert. Hierbei geht es darum, die Bedürfnisse von neurodivergenten Menschen zu respektieren und den gesellschaftlichen Druck zu verringern, dem sie oft ausgesetzt sind. Reizüberflutung kann zu Überforderung führen, was als (sensory) overload bekannt ist – ein Zustand, den viele Menschen mit neurologischen Erkrankungen oder Sinnesbeeinträchtigungen nur zu gut kennen.

Wichtige Hintergründe

Die „Stille Stunde“ ist nicht nur eine nette Geste, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung gesellschaftlicher Inklusion. Studien zeigen, dass Menschen mit Autismus ein signifikant höheres Mortalitätsrisiko haben als die Allgemeinbevölkerung. Bei autistischen Kindern sind Selbstmordgedanken und -versuche 28 Mal häufiger als bei nichtautistischen Kindern. Das ist alarmierend und zeigt, wie wichtig es ist, auf die Bedürfnisse dieser Menschen einzugehen.

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Die Schulungen, die die Teams in den beteiligten Filialen erhalten, sind daher essentiell. Hier wird nicht nur theoretisches Wissen vermittelt, sondern auch ein besseres Verständnis für die Herausforderungen, mit denen neurodivergente Menschen konfrontiert sind, gefördert. Die Möglichkeit, in einer ruhigen und angepassten Umgebung einzukaufen, kann für viele Betroffene einen großen Unterschied machen und neue Lebensqualität bieten.

Ein herzliches Dankeschön an Billa, dass sie diese wichtige Initiative unterstützen und so vielen Menschen einen positiven Einkauf ermöglichen. Lasst uns hoffen, dass viele weitere Ketten diesem Beispiel folgen werden!

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