Heute ist der 24.05.2026 und die Steiermark hat am vergangenen Pfingstwochenende eine Reihe von rasanten Geschehnissen erlebt. In Graz, Liezen und Weiz waren die Polizisten in ständiger Alarmbereitschaft, denn die Straßen verwandelten sich in wahre Rennstrecken. Die rasenden Fahrer waren nicht nur mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs, sondern sie haben auch die Geduld der Ordnungshüter auf die Probe gestellt.
In Graz-Puntigam wurde ein 33-jähriger Fahrer mit 143 km/h auf der Tempo-50-Strecke gestoppt. Sein Fahrzeug und Führerschein – fortan ein heißes Eisen für ihn. Aber er war nicht der Einzige: Ein 18-jähriger Autofahrer wurde ebenfalls in Graz angehalten, und zwar mit 119 km/h. Auch ihm wurde das Fahren vorläufig untersagt. Das ist schon eine ganz schön dreiste Leistung. In Liezen hingegen hatten es die Motorradfahrer besonders eilig. Drei von ihnen wurden mit Geschwindigkeiten gestoppt, die einfach nur atemberaubend sind: Ein 26-Jähriger raste mit 188 km/h, während ein anderer Kollege mit 156 km/h über die Straßen fegte. Das Überholverbot? Irgendwie nicht von Interesse.
Konsequenzen für Raser
Die Polizei hat keine Zeit verloren und handelte konsequent. Alle drei Motorradfahrer mussten ihre Führerscheine abgeben, und das Motorrad des 26-Jährigen wurde sichergestellt. Ein weiteres Beispiel für übertriebene Geschwindigkeit ist das Pärchen auf der Südautobahn A2 bei Gleisdorf. Sie wurden mit 164 km/h im Baustellenbereich angehalten, was ebenso zu beschlagnahmten Führerscheinen und Fahrzeugen führte.
Die gesetzlichen Bestimmungen zur Fahrzeugbeschlagnahmung wurden kürzlich verschärft, und die Polizei zeigt nun verstärkte Maßnahmen gegen extreme Raser. Das ist gut so, denn Geschwindigkeitsüberschreitungen können ernste Folgen haben. In Österreich gibt es einen bundeseinheitlichen Bußgeldkatalog, der klare Regeln aufstellt – die Bandbreite reicht von 30 Euro bis zu 800 Euro, je nach Schwere des Verstoßes. Und das ist nicht alles: Punkte und sogar Fahrverbote können die Konsequenzen sein, insbesondere bei Geschwindigkeitsüberschreitungen innerorts und außerorts.
Was erwartet Raser?
Wer innerorts nur mal eben 10 km/h zu schnell fährt, zahlt 30 Euro. Ab 41 km/h drohen bereits 400 Euro und zwei Monate Fahrverbot. Außerorts wird es nicht viel besser – hier kann es bei Überschreitungen von über 70 km/h sogar bis zu 700 Euro kosten. Bei derartigen Verstößen kann es auch zu einem einmonatigen Fahrverbot kommen. Und wenn man innerhalb eines Jahres zweimal über 25 km/h zu schnell fährt, wird es richtig ernst.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Geschwindigkeitsüberschreitungen können nicht nur teuer werden, sie können auch als Straftaten gelten, besonders wenn andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden. Höchstgeschwindigkeiten sind klar definiert: Innerorts maximal 50 km/h, außerorts für Pkw bis 3,5 Tonnen 100 km/h. Auf bestimmten Straßen gibt es zwar keine Geschwindigkeitsbeschränkung, jedoch wird eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h empfohlen. Wer sich nicht daran hält, könnte im Zweifel bei Unfällen eine Mitschuld erhalten.
Der ADAC steht als hilfreiche Instanz zur Seite, wenn es um Fragen zu Bußgeldbescheiden geht. Es ist wichtig, dass Fahrer die Möglichkeiten kennen, die ihnen zustehen, falls sie sich ungerecht behandelt fühlen. Denn in der Hektik des Alltags kann es schnell zu Missverständnissen kommen.
Im Lichte dieser Ereignisse wird deutlich, dass die Polizei in der Steiermark entschlossen gegen Raser vorgeht. Die Geschehnisse am Pfingstwochenende zeigen, dass es höchste Zeit ist, das eigene Fahrverhalten zu überdenken. Die Straßen sollen sicher für alle sein – das ist das Ziel, auf das wir hinarbeiten sollten. Es bleibt zu hoffen, dass solche Maßnahmen langfristig Wirkung zeigen und die Raserei auf den steirischen Straßen ein Ende findet.
