In der charmanten Südoststeiermark hat die Bäckerei Ertl aus Merkendorf einen mutigen Schritt in die Zukunft gewagt. Seit 2022 setzen sie auf Elektromobilität für die Zustellung ihrer köstlichen Backwaren. Zuerst mit vier E-Kleinbussen gestartet, plant die Bäckerei, ihre Flotte bis 2025 um ein weiteres Fahrzeug zu erweitern. Das ist nicht nur ein großer Schritt in Richtung Umweltfreundlichkeit, sondern auch eine kluge wirtschaftliche Entscheidung. Denn jährlich werden etwa 13.000 Liter Diesel eingespart, was ganz schön bemerkenswert ist!
Die Investition von rund 170.000 Euro für die Umstellung – und das ganz ohne Förderungen – zeigt, dass die Bäckerei bereit ist, in eine nachhaltige Zukunft zu investieren. Die E-Kleinbusse legen jährlich rund 30.000 Kilometer zurück und bedienen dabei Zustelltouren mit einem Radius von etwa 25 Kilometern. Manche Routen sind sogar zwischen 50 und 70 Kilometer lang. Da kommt man schnell ins Schwitzen – aber die Fahrzeuge haben immerhin eine Reichweite von rund 270 Kilometern pro Ladung! Und das Beste: Die E-Kleinbusse werden direkt am Standort in Merkendorf geladen, sobald die Fahrer von ihren Touren zurückkehren.
Umweltfreundliche Energie
Ein weiterer Pluspunkt: Die betriebseigene Fotovoltaikanlage mit 75 kWp liefert größtenteils den benötigten Strom für die E-Fahrzeuge. Diese erneuerbare Energiequelle hilft nicht nur, die Betriebskosten zu senken, sondern macht die Bäckerei auch unabhängiger von den Schwankungen der Energiepreise. Die Gründe für den Umstieg auf E-Busse sind vielschichtig: steigende Treibstoffpreise, attraktive Fördermöglichkeiten, niedrigere Versicherungskosten und der ökologische Aspekt spielen hier eine große Rolle. Und die Fahrer? Die zeigen sich mit den E-Fahrzeugen sehr zufrieden. Sie sind nicht nur angenehm zu fahren, sondern auch zuverlässig. Man könnte fast sagen, die E-Busse sind leiser als ihre dieselbetriebenen Vorgänger – einige Kunden bemerken die Zustellung kaum!
Natürlich gab es in der Anfangsphase auch Herausforderungen. Die Planung der Ladeinfrastruktur und die Integration in die bestehenden Abläufe waren nicht ganz unkompliziert. Aber wie das so ist: Mit der Zeit hat sich das System eingespielt, und es funktioniert mittlerweile reibungslos.
Förderungen für die Zukunft
Ein Blick über den Tellerrand zeigt, dass die Bäckerei Ertl nicht die einzige ist, die auf Elektromobilität setzt. Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) fördert den Aufbau von Ladeinfrastruktur für batterieelektrische schwere Nutzfahrzeuge. Die Förderrichtlinie richtet sich an Unternehmen, die Ladeinfrastruktur im eigenen Depot errichten oder öffentlich zugängliche Ladepunkte betreiben. Insgesamt stehen über vier Jahre hinweg eine Milliarde Euro für diese Förderungen bereit. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder betont die Notwendigkeit einer klimafreundlichen Umstellung. Mit der Förderung soll der Ausbau der Ladeinfrastruktur beschleunigt und der Umstieg auf batterieelektrische Nutzfahrzeuge erleichtert werden.
Für Unternehmen, die nicht-öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur errichten möchten, gibt es ab dem 5. Juni 2026 die Möglichkeit, Anträge zu stellen. Selbstverständlich sind auch Netzanschlüsse, Batteriespeicher und Ladelastmanagementsysteme förderfähig. Wer also noch zögert, sollte dringend einen Blick auf die Möglichkeiten werfen – denn hier tut sich einiges!
Die Bäckerei Ertl zeigt eindrucksvoll, wie regionale Unternehmen durch innovative Ansätze nicht nur ihre Betriebskosten senken, sondern auch aktiv zum Umweltschutz beitragen können. Man darf gespannt sein, welche weiteren Schritte in der Zukunft folgen werden.