In der kleinen, aber lebendigen Gemeinde Straden in der Südoststeiermark haben die Schülerinnen und Schüler der zweiten Klasse der Mittelschule kürzlich an zwei spannenden Unterrichtsprojekten teilgenommen. Die Projekte, die sowohl praktische als auch theoretische Elemente beinhalteten, zeigten, wie Lernen im Freien und das Bewusstsein für wichtige gesellschaftliche Themen miteinander verbunden werden können. Ein echtes Highlight war die Erweiterung des schuleigenen Naschgarten, die die Kinder mit viel Enthusiasmus unterstützten.

In einem kreativen Tauschhandel haben die Schüler Schulmaterialien gegen Gartenwerkzeuge wie Spaten, Schaufeln, Harken und eine Schubkarre getauscht. Diese Aktion fand in Zusammenarbeit mit der Beerengut-Bauerngemeinschaft Straden statt. Unter fachkundiger Anleitung von Experten wie Armin Lenz und der Kräuterpädagogin Doris Maier wurden über 40 Löcher gegraben, um Himbeerhecken zu pflanzen. Die Pflanzen stammten von Markus Puntigam, und nach der anstrengenden Arbeit durften die Kinder einen Aufstrich aus Topfen und Wildkräutern zubereiten, den sie zusammen mit frischem Bauernbrot genossen. Ein herzliches Dankeschön geht an die Kräuterpädagogin und die Beerengut-Bauerngemeinschaft für ihre Unterstützung und Expertise, die das Projekt so bereichert haben.

Workshop zu Kinderrechten

Das zweite Projekt war ein Workshop, der sich mit dem Thema Kinderrechte beschäftigte. Hier hatten die Schüler die Möglichkeit, mehr über die UN-Kinderrechtskonvention zu erfahren – ein Thema von großer Relevanz, das oft in Vergessenheit gerät. Zwei Botschafter der Kinder- und Jugendanwaltschaft Graz begleiteten die Kinder durch den Workshop. Sie diskutierten wichtige Themen wie das Recht auf ein gesundes Leben und die Notwendigkeit, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden.

Das Buch „Auf der Tonnenseite des Lebens“ von Antje Leser diente als Grundlage für die interaktive Arbeit, bei der die Kinder in Teams Charaktere des Buches bearbeiteten. Ylvie und Leo, die Kinderrechtsexperten, stellten den Schülern weitere Kinderrechte vor und beantworteten neugierige Fragen. Auch hier gilt ein großer Dank an Büchereileiterin Andrea Praßl-Schantl und Herwig Brucker, die den Workshop organisiert haben und somit einen wertvollen Beitrag zur Bildung der Kinder leisteten.

Bildung für Nachhaltigkeit

Diese Projekte sind nicht nur lehrreich, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft. Laut dem Umweltbundesamt ist es entscheidend, junge Menschen aktiv in Bildungsprozesse zum Thema Nachhaltigkeit einzubeziehen. Solche Projekte bieten den Schülerinnen und Schülern nicht nur Wissen, sondern auch die Möglichkeit, ihre Stimme in gesellschaftliche und umweltpolitische Gestaltungsprozesse einzubringen. Die konsequente Beteiligung der Kinder an der Planung und Durchführung von Umweltbildungsangeboten ist nicht nur sinnvoll, sie ist auch von großer Bedeutung für die Wirksamkeit solcher Initiativen.

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In einer Zeit, in der Umweltschutz und Ressourcenschonung immer wichtiger werden, sind solche Projekte ein leuchtendes Beispiel dafür, was erreicht werden kann, wenn Schulen, Gemeinden und Experten zusammenarbeiten. So wird nicht nur der Unterricht bereichert, sondern auch ein Beitrag zu einer besseren, nachhaltigeren Gesellschaft geleistet.