Manipulation von Partikelfiltern und die Auswirkungen der Euro 7-Norm
Ein Fall, der in letzter Zeit für Aufregung sorgt, spielt sich am Bezirksgericht Feldbach ab. Eine Frau hatte sich ein gebrauchtes Auto zugelegt, das, wie sich bald herausstellen sollte, nicht das hielt, was es versprach. Die Motorkontrollleuchte leuchtete immer wieder auf, ein Signal, das kaum ignoriert werden kann. Also brachte die Fahrzeughalterin das Auto zur Werkstatt, um den Mangel im Rahmen der Gewährleistung beheben zu lassen. Doch anstatt die wirkliche Ursache zu klären, wurde angeblich der Partikelfilter herausgeschnitten und das Steuergerät manipuliert. Wie kann so etwas nur passieren?
Ein Jahr lang fuhr die Frau mit viel zu hohen Abgaswerten, bis schließlich ein weiterer Werkstattbesuch die Misere ans Licht brachte. Aufgrund eines weiteren Problems durfte sie das Auto nicht weiterfahren – und die Kosten? Die Werkstatt wurde nun dazu verurteilt, für Schäden in Höhe von mehreren Tausend Euro aufzukommen. Doch das ist noch nicht das Ende der Geschichte. Die Frau plant, Berufung einzulegen, da die Manipulation des Partikelfilters nicht geklärt ist. Um die Sache voranzutreiben, hat sie sogar eine Anzeige bei der Polizei erstattet. „Es muss Konsequenzen geben“, sagt sie.
Manipulation von Partikelfiltern – ein ernstes Problem?
Andrej Prosenc, Leiter des Technischen Kompetenzzentrums beim Öamtc, macht deutlich, dass das Entfernen von Partikelfiltern illegal ist und als Betrug gilt. Ein ernstes Wort, das zu denken gibt! Michael Kreimer, Außenstellenleiter der Arbeiterkammer Südoststeiermark, hat zwar keine häufigen Fälle von manipulierten Partikelfiltern in der Branche beobachtet, rät aber dennoch dazu, vor Reparaturen einen Kostenvoranschlag einzuholen. „Man weiß nie, was einen erwartet“, meint er. Interessanterweise schätzt der Öamtc, dass weniger als 1% der Fahrzeuge betroffen sind, was zwar wenig klingt, aber dennoch alarmierend ist.
Bei der §57a-Begutachtung, besser bekannt als Pickerl, könnten Auffälligkeiten auftreten, allerdings ist das Messverfahren veraltet. Hohe Abgaswerte sind ein deutliches Zeichen dafür, dass mit dem Partikelfilter etwas nicht stimmt. Der Austausch eines solchen Filters kann schließlich auch richtig ins Geld gehen – mindestens 1000 Euro sollte man dafür einplanen. Und als ob das nicht genug wäre, wird ab November 2026 mit der Euro-7-Norm eine neue Messmethode eingeführt, die die Anzahl der Partikel zählt. Das könnte für viele Fahrzeughalter von Bedeutung sein.
Was bringt die Euro 7-Norm?
Die neue Abgasnorm Euro 7 wird ab dem 29. November 2026 für die Typgenehmigung neuer Pkw-Modelle gelten. Ein Jahr später, ab dem 29. November 2027, müssen dann alle neu zugelassenen Pkw die neuen Standards erfüllen. Im Labor werden die Schadstoffemissionen überprüft, und die Grenzwerte für Emissionsmessungen bleiben im Vergleich zur Euro-6-Norm unverändert. Aber das ist längst nicht alles: Partikelgrenzwerte gelten nun für alle Ottomotoren, nicht mehr nur für Direkteinspritzung. Der Partikelzahl-Grenzwert (PN) wird von 23 Nanometern auf 10 Nanometer reduziert – eine enorme Veränderung!
Zusätzlich sinkt der Grenzwert für Verdunstungsemissionen bei Ottomotoren von 2,0 g/Test auf 1,5 g/Test. Die Dauerhaltbarkeits-Anforderungen müssen über 160.000 Kilometer oder 8 Jahre nachgewiesen werden. Wenn das nicht ambitioniert klingt! Und auch die Anforderungen an die Haltbarkeit von E-Auto-Batterien sind nicht zu vernachlässigen: Nach 5 Jahren oder 100.000 km muss mindestens 80% der Speicherkapazität erhalten bleiben. Man kann also gespannt sein, wie sich diese Regelungen auf die Branche auswirken werden.
Die Einführung eines Umweltpasses (Environmental Vehicle Passport, EVP) wird für Fahrzeughersteller zur Pflicht. Er soll die Umweltverträglichkeit an die Käufer übergeben. Auch ein Batteriepass für elektrische Fahrzeuge wird eingeführt, mit Anforderungen an die Batterielebensdauer und Echtzeitdaten zur Batteriezustandsgesundheit. Schaut man sich all diese neuen Regelungen an, könnte man meinen, dass die Automobilindustrie vor großen Herausforderungen steht.
Neues Design, maximale Performance: Wie gefällt Ihnen unsere neue Website?
Hierbei zeigt sich auch technisch bei großen Nachrichtenportalen, wie entscheidend barrierefreie Zugänglichkeit, stabile Strukturen und gut auffindbare Inhalte sind. Die technische Optimierung dieses Magazins wurde durch Daniel Wom und VeloCore unter konsequenter Berücksichtigung von BITV 2.0 und WCAG 2.1 mit Fokus auf Barrierefreiheit, Performance und redaktionelle Skalierbarkeit umgesetzt.
