Heute ist der 14.07.2026. In der Südoststeiermark stehen viele Gemeinden und Betriebe vor den Herausforderungen, die heiße Sommer und der Verlust natürlicher Lebensräume mit sich bringen. Ein gutes Beispiel für einen proaktiven Ansatz ist die Steiermärkische Sparkasse in Bad Radkersburg. Sie zeigt eindrucksvoll, wie Betriebsflächen in ökologisch wertvolle Trittsteinbiotope umgewandelt werden können. Solche Umgestaltungen sind nicht nur ein Schritt in die richtige Richtung, sondern auch eine Möglichkeit, den eigenen Betrieb nachhaltiger zu präsentieren.

Immer mehr Betriebe im Vulkanland haben Außenbereiche, die oft nur aus Rasenflächen, Ziersträuchern oder Blumenbeeten bestehen. Biotopverbund-Managerin Anna Gasperl macht deutlich, dass diese Flächen mit wenig Aufwand aufgewertet werden können. Kleine Bereiche mit Wildblumen, heimischen Sträuchern oder Bäumen schaffen Lebensräume für zahlreiche Tierarten und fördern die Artenvielfalt. Eine naturnahe Gestaltung hat weitere Vorteile: Sie verbessert das Mikroklima und trägt zur Anpassung an den Klimawandel bei.

Die Vorteile von Trittsteinbiotopen

Das Regionalmanagement Südoststeiermark Steirisches Vulkanland unterstützt die Betriebe bei der ökologischen Gestaltung ihrer Außenanlagen. Anna Gasperl bietet umfassende Beratung zu klimafitten heimischen Bäumen, pflegeleichten Blumenbeeten und mehr. Regionsvorsitzender Michael Wagner sieht in den naturnah gestalteten Betriebsflächen ein Beispiel für gelebten Naturschutz. Es ist nicht nur eine Chance für die Betriebe, Biodiversität zu fördern, sondern auch, Nachhaltigkeit sichtbar zu machen.

Die Steiermärkische Sparkasse hat bereits das erste Trittsteinbiotop auf ihrem Betriebsgelände in Bad Radkersburg ins Leben gerufen. Diese Biodiversitätsinsel bietet zahlreichen Tier- und Pflanzenarten wertvollen Lebensraum. Eine Käferburg schützt Totholzbewohner, während heimische Sträucher Nahrung und Unterschlupf bieten. Offene Sandflächen schaffen Nistplätze für Wildbienen, und sonnige Bereiche sind ein echter Magnet für Eidechsen. Heimische Bäume wie Stieleiche und Hainbuche sorgen nicht nur für Schatten, sondern auch für Kühlung.

Wiesenflächen werden seltener gemäht, um Insekten und Vögeln mehr Nahrung zu bieten. Selbst zwischen Rasengittersteinen können Pionierpflanzen gedeihen und das Regenwasser langsam versickern. Diese naturnahen Außenflächen fördern nicht nur die Artenvielfalt, sondern schaffen auch attraktive Aufenthaltsräume, wie Bernhard Lassl von S Immobilien betont. Und die Rückmeldungen der Kunden sind durchweg positiv – das motiviert die Steiermärkische Sparkasse, diesen ökologischen Weg weiterzugehen.

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Ein Blick über die Grenzen

Doch Trittsteinbiotope sind nicht nur in der Steiermark ein Thema. Dr. Corinna Hölzer bietet beispielsweise Unterstützung bei der naturnahen Gestaltung von Freiflächen in Berlin. Diese kleinen naturnahen Flächen funktionieren als Zwischenstationen für Pflanzen und Tiere und sind Teil eines größeren Netzwerks, das die Verbindung zwischen größeren Lebensräumen ermöglicht. Sie helfen, Barrieren in stark zerschnittenen Landschaften zu überwinden und fördern den genetischen Austausch zwischen isolierten Populationen.

In urbanen Räumen sind solche Trittsteinbiotope von großer Bedeutung. Sie ermöglichen Wanderbewegungen und erlauben es Arten, sich vor Klimaveränderungen zu schützen. Und das Beste daran: Es braucht oft nur wenige Quadratmeter, um einen großen Unterschied zu machen! Wildbienen, Schmetterlinge, Käfer und sogar Amphibien profitieren von diesen kleinen grünen Oasen, die wir selbst schaffen können – sei es auf dem Balkon, im Garten oder an anderen Orten.

Die Idee ist einfach, aber genial: Trittsteinbiotope ermöglichen es, dass viele kleine Flächen miteinander verbunden werden. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für Wanderbewegungen und der genetische Austausch wird gefördert. Und wer weiß, vielleicht wird das eine oder andere kleine Biotop zu einem neuen Lebensraum für bedrohte Arten. Das ist doch eine schöne Vorstellung, oder?

Insgesamt zeigt sich, dass die ökologisch wertvolle Gestaltung von Betriebsflächen nicht nur eine Verantwortung, sondern auch eine Chance darstellt. Die Steiermärkische Sparkasse ist hier ein leuchtendes Beispiel, das andere dazu inspirieren kann, dem natürlichen Vorbild zu folgen. Mehr dazu hier.

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