Mutige Zeugen verhindern Schlimmeres nach riskantem Überholmanöver
Am 26. Juni 2026 kam es in Anger, einem kleinen Ort im Bezirk Weiz, zu einem Vorfall, der wohl so schnell nicht in Vergessenheit geraten wird. Ein 28-jähriger Pkw-Lenker überholte, ohne nachzudenken, trotz doppelter Sperrlinie und streifte dabei den Außenspiegel einer 15-jährigen Mofa-Lenkerin. Es war ein riskantes Manöver, das mit einem schmalen Glücksgefühl endete, denn die Mofa-Lenkerin konnte durch eine wendige Reaktion einen Sturz verhindern. Ihre 16-jährige Sozia blieb ebenfalls unverletzt, was man in solchen Situationen nur als Glück im Unglück bezeichnen kann.
Doch der Fahrer ließ sich nicht aufhalten und flüchtete in Richtung Lebing. Zum Glück waren zwei aufmerksame Zeugen – 34 und 37 Jahre alt – zur Stelle. Sie verfolgten den flüchtigen Pkw und schafften es sogar, ihn kurzzeitig anzuhalten. Ihre Entschlossenheit war beeindruckend! Mit einem Foto und dem Kennzeichen des Fluchtfahrzeugs informierten sie schließlich die Polizei, die den Mann schnell ausfindig machen konnte. Und was dann ans Licht kam, war nicht nur schockierend, sondern auch alarmierend: Der 28-Jährige hatte keine gültige Lenkberechtigung und war schwer alkoholisiert – über zwei Promille! Anfangs zeigte er sich aggressiv und uneinsichtig, doch irgendwann gestand er, was er getan hatte. Ein mutiger, aber auch riskanter Abend für alle Beteiligten, würde ich sagen.
Die Helden des Tages
Die beiden Zeugen, die sich mutig für die Sicherheit anderer eingesetzt hatten, wurden nun für den „COURAGE-Award 2026“ nominiert. Diese Auszeichnung wird von der Landespolizeidirektion Steiermark und dem Kompetenzzentrum Sicheres Österreich verliehen. Die Preisverleihung findet am 26. November in Raaba-Grambach statt. Ein schöner Lichtblick in einem ansonsten düsteren Vorfall. Man kann nur hoffen, dass solches Engagement in Zukunft nicht nur gewürdigt, sondern auch nachgeahmt wird.
In der Zwischenzeit stellt sich die Frage, wie oft solche gefährlichen Manöver tatsächlich vorkommen. Laut einer umfassenden Statistik zur Verkehrssicherheit, die von Destatis bereitgestellt wird, sind die Ergebnisse zum Unfallgeschehen entscheidend für Maßnahmen in der Gesetzgebung, Verkehrserziehung sowie im Straßenbau und in der Fahrzeugtechnik. Diese Daten sind nicht nur Zahlen, sondern sie bilden die Grundlage für wichtige Entscheidungen in der staatlichen Verkehrspolitik, insbesondere in Bezug auf Infrastruktur und Verkehrssicherheit.
Die Statistiken zeigen ausführliche Angaben zu Unfällen, Beteiligten, Fahrzeugen und Unfallursachen. Es wird klar: Jedes Mal, wenn wir uns hinters Steuer setzen, tragen wir Verantwortung – nicht nur für uns selbst, sondern auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer. Diese Verantwortung wird uns in solchen Momenten besonders deutlich. Es bleibt zu hoffen, dass die Nominierung der beiden Zeugen ein Zeichen setzt, dass mutiges Handeln belohnt wird und dass wir alle etwas mehr aufeinander achten.
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