In einer wegweisenden Entscheidung für die Zukunft von Oberösterreich hat TGW Logistics bekannt gegeben, dass das Unternehmen 50 Millionen Euro in die Erweiterung seiner Zentrale in Marchtrenk investieren wird. Diese Investition markiert den Spatenstich für ein neues Bürogebäude, das nach der Fertigstellung einer Produktionshalle und eines Lagersystems entstehen soll. Geschäftsführer Henry Puhl betont die klare Zielsetzung, die Nummer eins für die Kunden zu werden. Das ambitionierte Ziel, den Rekord-Auftragseingang von 1,5 Milliarden Euro bis 2030 auf zwei Milliarden Euro zu steigern, unterstreicht die Wachstumsstrategie des Unternehmens in der dynamischen Intralogistik-Branche.
Das neue Bürogebäude wird eine Fläche von 14.000 Quadratmetern bieten und Platz für bis zu 400 Mitarbeitende schaffen. Die Fertigstellung ist für 2028 geplant. TGW beabsichtigt, seine Kunden nicht nur in Nordamerika, Deutschland, Großbritannien, Spanien, Frankreich und den Benelux-Staaten zu bedienen, sondern auch in Osteuropa und Asien zu expandieren. Landeshauptmann Thomas Stelzer hebt die Attraktivität Oberösterreichs als Wirtschaftsstandort hervor und unterstützt die Investition, die das Wachstum und die Entwicklung von Unternehmen in der Region fördern soll. Lenard Donkor vom Architektenbüro Harmach und Partner beschreibt das Projekt als spannend und von großer Dimension.
Moderne Arbeitsbedingungen und regionale Partnerschaften
Ein besonders innovativer Aspekt der neuen Büros ist die Implementierung des Activity Based Working-Ansatzes. Dies bedeutet, dass es keine fix zugeteilten Arbeitsplätze gibt. Mitarbeiter:innen können ihren Platz je nach Aufgabe oder Projekt wählen, was eine hohe Flexibilität in der Zusammenarbeit ermöglicht. Moderne Kommunikations- und Kollaborationstools werden dabei eine zentrale Rolle spielen. Zudem erfolgt die Planung, der Bau und die Ausstattung der Büros mit regionalen Partnern, was die Wertschöpfung in Österreich fördert.
Um den Mitarbeitenden eine optimale Anbindung zu gewährleisten, wird ein kostenloser Shuttle-Service zum Bahnhof Marchtrenk eingerichtet. Dies ist Teil der Bemühungen, Oberösterreich als Arbeits-, Wirtschafts- und Innovationsstandort weiter zu stärken. Der Landeshauptmann Thomas Stelzer hebt hervor, dass die Investitionen in die Region nicht nur Unternehmen unterstützen, sondern auch dazu beitragen, Oberösterreich als einen der attraktivsten Wirtschaftsstandorte Europas zu positionieren.
Wirtschaftliche Perspektiven in Oberösterreich
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Oberösterreich sind vielversprechend. Der aktuelle OÖ. Standortbericht 2023 von Joanneum Research zeigt, dass das Bundesland im ersten Halbjahr 2023 Exporte im Wert von 27,9 Milliarden Euro verzeichnete, was einem Anstieg von 9,3 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. In Oberösterreich stammen 27,3 % aller Warenexporte Österreichs, wobei Deutschland, die USA und Italien die wichtigsten Exportländer sind. Maschinen, Eisen und Stahl sowie Fahrzeuge stellen die Hauptexportgüter dar.
Die Innovationskraft der Region ist ebenfalls bemerkenswert: Die F&E-Quote ist auf 3,6 % gestiegen, und mehr als 2,4 Milliarden Euro wurden in Forschung investiert. Oberösterreich führt mit 506 Patentanmeldungen im Jahr 2023, während die Arbeitslosigkeit mit 4,2 % die niedrigste in Österreich ist. Diese stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schaffen ein fruchtbares Umfeld für Unternehmen wie TGW Logistics, die bereit sind, in die Zukunft zu investieren und zu expandieren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Erweiterung von TGW Logistics in Marchtrenk ein wichtiger Schritt für das Unternehmen und die gesamte Region ist. Mit einem klaren Fokus auf Innovation, Flexibilität und regionaler Zusammenarbeit positioniert sich TGW als Vorreiter in der Intralogistik, während Oberösterreich weiterhin als attraktiver Wirtschaftsstandort glänzt. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in dem Artikel auf meinbezirk.at.