Am 2. Mai 2026 war es wieder so weit: Die Aktion „IMST sammelt MIST“ fand bereits zum zwölften Mal statt und viele engagierte Bürgerinnen und Bürger waren wieder mit viel Elan dabei. Insgesamt 27 Vereine und 292 Menschen aus der Region machten sich gemeinsam auf, um das Stadtgebiet von Müll zu befreien. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Stolze 583 Kilogramm Müll wurden gesammelt und entsorgt.
Die Vorbereitungen liefen bereits im Vorfeld, denn Freiwillige hatten in den Tagen zuvor überall in Imst Müll gesammelt. Besonders die Menge des Sperrmülls war beeindruckend – mit 470 Kilogramm stellt er den Großteil des gesammelten Abfalls dar. Auch Altmetall (55 Kilogramm) und Altholz (58 Kilogramm) fanden ihren Weg in die Entsorgung. Die Aktion war nicht nur eine große Gemeinschaftsleistung, sondern brachte auch einige kuriose Fundstücke ans Licht: Ein Rollator, eine Feuerschale und ein Hebeeisen zählten zu den bemerkenswerten Entdeckungen.
Dank an die Helfer und Unterstützer
Umweltreferent Norbert Praxmarer sprach seinen Dank an alle Helfer, Vereine und Bürger aus, die sich an dieser wichtigen Aktion beteiligt haben. Besonders hob er die organisatorische Unterstützung von Bauhofleiter Roland Thurner und Recyclinghofleiter Martin Koler hervor, die maßgeblich zum Gelingen der Veranstaltung beitrugen. Auch die Stadtfeuerwehr Imst war mit 35 Mann und sechs Fahrzeugen im Einsatz, um Bäche zu reinigen und einen Shuttledienst anzubieten. Ein großes Dankeschön ging zudem an die Bergwacht Imst unter Albert Walch, die bei der Flurreinigung half. Und nicht zu vergessen: Das Rote Kreuz Imst, vertreten durch Martin Sattlecker, sorgte für die Verpflegung der Helfer. Die Firma McDonald’s stellte sogar 150 Gutscheine für die kleinen Teilnehmer bereit – das kam gut an!
Interessanterweise fand genau eine Woche zuvor, am 27. April, die zehnte Auflage der Frühjahrsaktion „IMST sammelt MIST“ statt, organisiert vom Umwelt-, Energie- und Naturschutzausschuss der Stadt Imst. Damals waren 38 Vereine und 367 BürgerInnen aktiv und sammelten sogar 823 Kilogramm Müll. Darunter fanden sich neben den üblichen Verdächtigen wie Sperrmüll und Altholz auch bizarre Objekte wie alte Mistbretter, eine Autofelge und sogar eine Matratze. Diese Vielzahl an Aktionen zeigt, wie wichtig das Engagement der Bürger für die Umwelt ist und wie viel Müll in unseren Städten anfällt.
Ein Blick über die Grenzen: Müllsammel-Initiativen in Deutschland
Umweltbewusstsein ist nicht nur in Imst ein Thema. Auch in Deutschland gibt es zahlreiche Initiativen zur Müllbeseitigung, wie den Verein „Lahntaucher e. V.“ in der Region Marburg, die wilden Müll in Flüssen sammeln. Solche Projekte fördern nicht nur die Sauberkeit, sondern auch das Bewusstsein für Müllvermeidung und Recycling. Diese Initiativen sind ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Wirtschaft und zeigen, dass es viele Wege gibt, aktiv zu werden und die Umwelt zu schützen.
In Thailand beispielsweise lernen Teilnehmer in Workshops, aus Plastikmüll neue Produkte wie Flaschenöffner oder Blumentöpfe herzustellen. Der Prozess, der das Sammeln, Einschmelzen und Pressen von Plastik umfasst, ist ein Beispiel dafür, wie kreativ und effektiv Müllverwertung sein kann. Ähnliche Recycling-Projekte existieren auch in Städten wie Lübeck und Berlin und zeigen, dass Umweltschutz viele Gesichter hat.
Die Aktionen in Imst sind ein ermutigendes Zeichen dafür, dass sich viele Menschen aktiv für ihre Umwelt einsetzen. Es bleibt zu hoffen, dass solche Initiativen weiterhin Unterstützer finden und die Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft mit so viel Engagement für eine saubere Stadt einstehen.