Im malerischen Imst gibt es frische Neuigkeiten aus der Welt der Bergrettung. Im August des vergangenen Jahres wurde die lange Suche nach einem neuen Standort für das Bergrettungszentrum abgeschlossen. Der neue Standort ist nun direkt beim Kletterturm im Sportzentrum zu finden. Ein wahrer Glücksfall, denn hier wird nicht nur die Infrastruktur entscheidend verbessert, sondern auch die Einsatzlogistik erheblich vereinfacht. Die Stadtgemeinde Imst hat sich dazu entschlossen, knapp 617.000 Euro in die Adaptierung und Aufstockung des Bergrettungsheims zu investieren. Das ist eine Ansage!

Hinter dem Veranstaltungsplatz wurde eine asphaltierte Zufahrtsstraße mit Schranken angelegt, die eine ganzjährige Zufahrt für die Bergrettung ermöglicht, auch im Winter, wenn geräumt und gestreut wird. Ursprünglich war der Neubau des Bergrettungsheims auf 1,5 bis 2 Millionen Euro veranschlagt worden – jetzt belaufen sich die Gesamtkosten für das 320 m² große Heim samt Zufahrt auf rund 654.000 Euro. Martin Gstrein, der Ortsstellenleiter der Imster Bergrettung, zeigt sich erfreut über die neuen Räumlichkeiten und die Zusammenarbeit mit dem Sportzentrum.

Ein langer Weg zur neuen Heimat

Die Suche nach einem geeigneten Standort dauerte ehrlicherweise über zehn Jahre. Aber letztlich hat sich die Geduld ausgezahlt. Am 31. August fand die offizielle Eröffnung der neuen Räumlichkeiten im Beisein von LH Anton Mattle statt. Das neue Bergrettungszentrum bietet auf zwei Ebenen moderne Infrastruktur mit einer Einsatzzentrale, Umkleidekabinen, Sanitärräumen und einer Garage im Untergeschoss. Das Erdgeschoss wird bis Ende Jänner 2025 mit einem Kameradschaftsraum, Schulungsraum und Sanitäranlagen aufgestockt. Eine Übungswand sorgt dafür, dass die Mitglieder der Bergrettung immer auf dem neuesten Stand bleiben können.

Die Stadtgemeinde hat sich auch zu Verbesserungen im Sportzentrum bekannt. Besonders der Skatepark und der Kunstrasenplatz, die stark frequentiert sind, benötigen dringend Instandsetzungen. Zwar wurden kleinere Maßnahmen ergriffen, nachdem es zu Verletzungen durch beschädigte Bauteile kam, aber die nötigen Sanierungsmaßnahmen wurden in einer Gemeinderatssitzung vor drei Wochen besprochen. Die Stadt begründete die Verzögerungen mit einem fehlenden Budget, was bei vielen Vereinen und Privatpersonen auf Unverständnis stößt, da sie seit Jahren auf Verbesserungen warten.

Ein Blick in die Zukunft

Die Sanierung des Eislaufplatzes ist bereits im Gange, und die Stadt hat Förderungen beantragt. Gespräche mit REGIO Imst über mögliche Förderungen und Finanzierungen wurden wieder aufgenommen. Es scheint, als würde sich langsam etwas bewegen. Die Bergrettungsstelle Imst hat insgesamt 59 Mitglieder, davon 47 aktiv. Jährlich stehen zwischen 50 und 70 Einsätzen sowie rund 120 Aktivitäten auf der Agenda. Da ist die neue Infrastruktur mehr als willkommen.

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Die Eröffnung des Bergrettungszentrums war ein Fest. Eine Feldmesse und die Segnung der neuen Räumlichkeiten haben dem Anlass den gebührenden Rahmen gegeben, und ehrlicherweise war das auch nötig – schließlich handelt es sich um einen Meilenstein in der Geschichte der Bergrettung in Imst. So bleibt zu hoffen, dass nicht nur der Bergrettungsdienst, sondern auch die anderen Bereiche des Sportzentrums bald die Aufmerksamkeit und das Budget erhalten, die sie verdienen.