Die Reisesaison zum Gardasee steht vor der Tür, und die Vorfreude auf die italienischen Seenlandschaften ist bei vielen groß. Doch das, was sich am 30. Mai 2026 am Brenner abspielen wird, könnte die Pläne einiger Reisender gehörig durcheinanderbringen. An diesem Tag ist die Nord-Süd-Route am Brenner aufgrund einer angemeldeten Kundgebung nämlich stundenlang gesperrt. Das betrifft nicht nur Autos, sondern auch Lkw und Busse, die dann einen großen Umweg in Kauf nehmen müssen. Wer seine Reise nach Italien mit dem Auto geplant hat, sollte dringend überlegen, ob er seine Reisedaten ändern kann. Für alle, die sich nicht von der Sperrung den Urlaub verderben lassen wollen, gibt es einige Alternativen.
Eine der gängigsten Umleitungen führt über den Reschenpass (B180), allerdings ist das mit einem Umweg von etwa 61 Kilometern verbunden, was zusätzliche anderthalb Stunden Fahrtzeit bedeutet. Wer von München aus startet, kann auch über Garmisch-Partenkirchen nach Imst fahren, weiter nach Bozen und dann über die A22 zum Gardasee. Die gesamte Reisezeit beträgt dann ungefähr sechs Stunden, wobei man auch hier mit erhöhtem Verkehr und Baustellen rechnen muss, vor allem bei Nauders. Eine Umleitung durch die Schweiz über den Gotthard-Pass kann sogar mindestens zehn Stunden in Anspruch nehmen – also nichts für ungeduldige Reisende!
Alternativen zur Anreise
Eine entspannendere Option könnten Zugreisen ab München sein. Tägliche Eurocity-Züge nach Italien, beispielsweise nach Venezia San Lucia oder Verona Porta Nuova, bieten eine stressfreie Anreise. Die Regionalbusse schaffen zudem eine Verbindung zwischen Rovereto und dem Nordufer des Gardasees, z.B. nach Riva del Garda. Übrigens, die Brennerautobahn (A22) zählt zu den meistbefahrenen Verkehrsachsen Europas und wird vor allem an Wochenenden im Juli und August schnell zum Nadelöhr – insbesondere samstags. Wenn man die Staus vermeiden möchte, ist es ratsam, an einem Freitagabend oder Sonntagmorgen zu fahren.
Für Reisende aus Westbayern oder Tirol ist der Reschenpass eine gute Alternative, die zusätzliche Fahrzeit liegt hier nur bei etwa 45 bis 60 Minuten. Für alle, die aus Ostösterreich oder Kärnten anreisen, bieten sich der Toblacher Sattel und das Pustertal als Umgehungsrouten an. Ab 2026 kommen dann auch noch Wartungsarbeiten auf den österreichischen Abschnitten hinzu, was die Situation weiter zuspitzen könnte. Ein weiterer Tipp: Wer nachts zwischen 22 Uhr und 4 Uhr morgens fährt, trifft auf eine fast menschenleere Autobahn.
Der Blick in die Zukunft
Ab dem 1. Januar 2025 wird auf der Brennerautobahn in beiden Richtungen nur einspuriger Verkehr herrschen. Die Bauarbeiten, die im Frühjahr 2025 beginnen und bis 2030 andauern sollen, könnten zu einem echten Verkehrschaos führen. Am 30. Mai 2026 wird die Demonstration die Brennerautobahn voraussichtlich von 11 bis 19 Uhr komplett lahmlegen. Diese Aktion ist ein Zeichen gegen die hohe Verkehrsbelastung rund um die Gemeinde Gries am Brenner. Die Tiroler Landesregierung hat bereits erklärt, dass der Brennerkorridor an diesem Tag für Durchreisende nicht nutzbar ist.
Wer sich auf die Reise zum Gardasee vorbereitet, sollte sich also gut informieren und Alternativrouten in Betracht ziehen. Die Brennerstraße (B182) ist regelmäßig gesperrt, um Stauflucht zu verhindern, und auch die Reschenpass-Route wird oft durch Bauarbeiten beeinträchtigt. Für die Fahrt über die Tauernautobahn östlich des Brenners gilt ebenfalls Staugefahr. Wer es etwas abenteuerlicher mag, kann den Timmelsjoch oder die Plöckenpassstraße wählen, wobei diese im Winter oft gesperrt sind. Eine weitere Möglichkeit ist der Gotthard-Tunnel in der Schweiz, auch wenn dieser 2026 nachts wegen Wartungsarbeiten geschlossen sein wird.
Mit all diesen Informationen im Hinterkopf, kann der nächste Besuch am Gardasee kommen. Die Vorfreude auf die italienische Landschaft und die kulinarischen Genüsse ist auf jeden Fall da. Egal, welche Route man wählt, der Gardasee wartet auf die Reisenden!