Am 30. Mai 2026 wird es für viele Reisende aus München eine echte Herausforderung. Ein Abschnitt vor dem Brenner wird aufgrund einer angemeldeten Kundgebung stundenlang gesperrt. Das bedeutet, dass die beliebte Nord-Süd-Transitroute während dieser Zeit unterbrochen ist. Vor allem für die Münchner, die an einem Wochenende zum Gardasee aufbrechen wollen, wird das zur Geduldsprobe. Wer an diesem Tag mit dem Auto unterwegs sein muss, sollte besser seine Reisedaten ändern, wenn das möglich ist.
Die Alternativroute über den Reschenpass (B180) könnte eine Lösung sein. Diese Umleitung verlängert die Fahrt um etwa 61 Kilometer und macht sie um rund 1,5 Stunden länger. Die Umfahrung des Raums Innsbruck erfolgt über Nauders und endet in Bozen, von wo aus man über die A22 nach Rovereto und weiter zum Gardasee fahren kann. Insgesamt kann die Reisezeit mit dieser Umleitung ungefähr 6 Stunden betragen. Allerdings ist zu beachten, dass es aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens auch länger dauern kann.
Alternative Routen und Einschränkungen
Doch nicht nur die Brennersperrung stellt eine Herausforderung dar. Auf der Reschenpass-Straße finden derzeit Bauarbeiten statt, die bis Ende 2026 andauern sollen. Hier wird eine Steinschlaggalerie zwischen Pfunds und Nauders errichtet. Reisende in Richtung Italien müssen mit erheblichen Verkehrsbeschränkungen rechnen. Zwischen dem 13. April und 8. Mai sowie vom 31. August bis 30. Oktober gibt es tägliche Vollsperrungen. Das sind zum Beispiel Montag bis Freitag von 7:30 bis 12:30 Uhr und von 13:30 bis 18:00 Uhr. Wer außerhalb dieser Zeiten fährt, muss sich auf eine einspurige Regelung mit Ampel einstellen.
Für Lkw und Busse über 13 Meter ist die Umfahrung nicht möglich. Wohnmobile hingegen können die Strecke problemlos nutzen, während Wohnwagen-Gespanne nur bis 6,5 Meter erlaubt sind. Und wenn du ein Fahrzeug über 3,5 Tonnen hast, denk daran, dass du in der Schweiz eine Schwerlastabgabe entrichten musst. Übrigens, die Reschenpass-Route ist eine beliebte Alternativstrecke zur Brennerautobahn, aber auch hier besteht Staugefahr, besonders aufgrund der Bauarbeiten an der Luegbrücke, die seit dem 1. Januar 2025 im Gange sind.
Entspannt reisen mit dem Zug
Während Autofahrer sich durch diese Herausforderungen kämpfen, gibt es eine entspannendere Option: Zugreisen ab München. Tägliche Verbindungen nach Italien, darunter Eurocity-Züge nach Venezia San Lucia und Verona Porta Nuova, bieten eine bequeme Alternative. Zudem fahren Regionalbusse mehrmals täglich von Rovereto zum Nordufer des Gardasees – beispielsweise nach Riva del Garda. So kann man die wunderschöne Landschaft und die Vorfreude auf den Urlaub genießen, ohne sich um Staus und Umleitungen kümmern zu müssen.
Auf Maut und Gebühren achten
<pBei der Planung der Reise sollte auch die Mautpflicht in Österreich, Italien und der Schweiz nicht außer Acht gelassen werden. In Österreich gilt für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen die Vignettenpflicht. Diese sind in Form von 10-Tages-, 2-Monats- oder Jahres-Vignetten erhältlich und können an grenznahen Tankstellen oder beim ADAC gekauft werden. In Italien wird eine streckenbezogene Maut erhoben, wobei die Mauthöhe auf der Homepage der Betreibergesellschaft berechnet werden kann. In der Schweiz ist die Vignettenpflicht ebenfalls zu beachten, und für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen sollte man sich über die Schwerverkehrsabgabe informieren.
Für alle Reisenden, die sich auf den Weg zum Gardasee machen, steht also einiges auf dem Spiel. Wer die aktuellen Verkehrslage und die besten Alternativen im Blick hat, kann jedoch auch in diesen turbulenten Zeiten die Reise genießen. Und vielleicht gibt es ja eine unerwartete Entdeckung entlang des Weges. Denn manchmal sind es die Umwege, die die schönsten Erlebnisse bringen.