Herz-Jesu-Gelöbnis 2023: Ein Fest der Herzlichkeit und Gemeinschaft in Innsbruck
In Innsbruck wurde am Freitagabend das Herz-Jesu-Gelöbnis zum 230. Mal erneuert. Die Jesuitenkirche, ein Ort voller Geschichte und Spiritualität, war dafür der passende Rahmen. Der Herz-Jesu-Freitag wurde dieses Jahr als „Tag der Herzlichkeit“ gefeiert, was dem Anlass eine besondere Note verlieh. Vertreter aus Kirche, Politik und Traditionsverbänden waren anwesend, um gemeinsam an dieser Tradition festzuhalten. Das Herz-Jesu-Gelöbnis hat seine Wurzeln im Jahr 1796, als die Tiroler Landstände das Land dem „Heiligsten Herzen Jesu“ weihten – ein Akt, der tief in die Geschichte Tirols eingebettet ist.
Die Feierlichkeiten nahmen ihren Lauf mit einem landesüblichen Empfang am Karl-Rahner-Platz vor der Jesuitenkirche. Hier zeigten sich die Schützenkompanie Amras, die Musikkapelle Amras-Innsbruck und verschiedene Tiroler Traditionsverbände in voller Pracht. Landeshauptmann Anton Mattle richtete einige Worte an die Versammelten und betonte den wertvollen Einsatz von Freiwilligen in Tirol. Dabei verwies er auch auf das Jahr des Ehrenamtes 2026, das die Bedeutung des sozialen Engagements weiter in den Vordergrund rücken wird.
Herz-Jesu und die Initiative der Herzlichkeit
Die Initiative „Offene Herzen“, ins Leben gerufen vom Bischof-Stecher-Gedächtnisverein, geht Hand in Hand mit dem Motto des Herz-Jesu-Freitags. Seit 2016 wird dieser Tag nicht nur als religiöses Fest, sondern auch als eine Gelegenheit zur Förderung von Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft und Solidarität gefeiert. LH Anton Mattle und LTPin Sonja Ledl-Rossmann hoben die lange Tradition des Herz-Jesu-Gelöbnisses hervor und würdigten die Solidarität, die in der Tiroler Bevölkerung verankert ist.
In den Predigten, die im Rahmen der Feierlichkeiten gehalten wurden, ging es auch um die „verrückte Liebe“ Gottes. Ein zentrales Thema war die Einladung, die innere Ruhe zu finden und sich gegen die Herausforderungen des Lebens zu wappnen. Es war nicht nur eine religiöse Versammlung, sondern auch ein Aufruf zur Herzensweitung, um Verbindungen in der Gesellschaft zu schaffen und Isolation zu vermeiden. In Zeiten von Konflikten wird die Notwendigkeit einer neuen Herzensbildung besonders deutlich.
Ein Fest der Gemeinschaft
Die Feierlichkeiten um das Herz-Jesu-Gelöbnis enden nicht am Freitag. Es gab zahlreiche Veranstaltungen, die bis Sonntag andauern. Diese Aktionstage bieten eine Plattform, um den Geist der Gemeinschaft und Zusammenarbeit zu stärken. Das Herz-Jesu-Gelöbnis ist nicht nur ein jährliches Ritual, sondern ein lebendiger Ausdruck von Glauben und Hoffnung.
Die Menschen, die zusammenkamen, um diesen besonderen Anlass zu feiern, erlebten nicht nur eine religiöse Zeremonie, sondern auch eine tiefere Verbindung zueinander. Es war ein Moment der Reflexion, der Solidarität und des gemeinsamen Ziels: eine bessere, herzlichere Gesellschaft zu schaffen. Die Botschaft, die von dieser Feier ausging, war klar: Herzlichkeit ist nicht nur ein Wort, sondern eine Haltung, die in den Herzen der Menschen verankert ist.
