Konsensus über perioperatives Management nach Leberresektionen in Innsbruck
Heute ist der 18.06.2026 und in Innsbruck haben sich europäische Chirurg:innen auf einen Konsensus über das perioperative Management nach Leberresektionen geeinigt. Der Kongress zog Expert:innen aus 14 Ländern an und führte zu wichtigen Empfehlungen, die nun in den Fachjournalen BJS und HPB veröffentlicht wurden. Eine spannende Entwicklung, die zeigt, wie international zusammengearbeitet wird, um die Behandlungsmethoden zu optimieren!
Die Einigung, die unter der Leitung von Manuel Maglione und Eva Maier von der Univ.-Klinik für Viszeral-, Transplantations- und Thoraxchirurgie entstand, ist das Ergebnis eines über zweijährigen Prozesses. Sechs klinisch relevante Themenschwerpunkte wurden dabei behandelt, darunter Antibiotikagabe, Thromboseprophylaxe und Prähabilitation. Die Diskussion über postoperative Komplikationen wie Blutungen oder Gallengangsleckagen war ebenso wichtig. Komischerweise gab es bei allen Themen eine Einigung mit einer 70 Prozent-Grenze, was zeigt, wie herausfordernd das Thema ist.
Leberresektionen in Innsbruck
In Innsbruck führt die Univ.-Klinik jährlich rund 130 Leberresektionen durch. Diese Eingriffe sind entscheidend bei Metastasen, Leberkarzinomen und sogar Bandwürmern. Es ist interessant zu wissen, dass in Österreich Leberversagen die dritthäufigste Todesursache ist. Das macht die Arbeit der Chirurg:innen umso bedeutender!
Das Leber Centrum Innsbruck (LCI) wurde als neues gemeinsames Dach ins Leben gerufen, um die interdisziplinäre Zusammenarbeit zu optimieren. Hier wird die Diagnose und Therapie von Lebererkrankungen auf hohem Niveau durch die enge Kooperation verschiedener Fachrichtungen gewährleistet. Leberkrebs, der etwa 9% aller Krebserkrankungen ausmacht, ist die zweithäufigste krebsbezogene Todesursache weltweit. Innsbruck bietet neue Möglichkeiten in der Diagnostik und Therapie von Leberkrebs, was für Betroffene eine echte Hoffnung ist.
Fortschritte in der Therapie
Besonders hervorzuheben sind die speziellen bildgebenden Verfahren zur Überwachung von Risikopatient:innen und die frühzeitige Erkennung von Leberkrebs. Die Univ.-Klinik für Radiologie spielt dabei eine zentrale Rolle, vor allem bei Eingriffen zur lokalen Zerstörung von Tumorgewebe. Die stereotaktische Radiofrequenzablation (sRFA) ermöglicht eine punktgenaue Zerstörung von Tumoren mittels Hitze – das klingt einfach genial!
Die minimalinvasiven Eingriffe hinterlassen nur kleine Narben und die Patienten können oft schon nach 1-4 Tagen entlassen werden. Das ist natürlich ein großer Vorteil für die Genesung. Außerdem hat Innsbruck eine hohe Expertise in der chirurgischen Entfernung von Lebermetastasen. Rund 20% der Lebermetastasen können primär operativ entfernt werden, aber hier in Innsbruck steigert man diese Rate sogar auf 40% durch multimodale Therapiekonzepte.
Das interdisziplinäre Tumorboard diskutiert komplexe Fälle in Kooperation mit Bezirkskrankenhäusern, was zeigt, wie gut das Netzwerk funktioniert. Außerdem ist Innsbruck eines der größten Transplantationszentren in Europa. Im Jahr 2016 wurden über 80 Lebertransplantationen durchgeführt – und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Die Möglichkeit zur Lebendspende für Kleinkinder gibt es hier nur in Innsbruck. Ein naher Angehöriger kann einen Teil der Leber spenden, was für die kleinen Patienten eine Chance auf ein neues Leben bedeutet.
Die Forschung zur nichtalkoholischen Fettleber ist ein weiterer Schwerpunkt an der Klinik, und es ist bemerkenswert, dass jeder Dritte in Österreich betroffen ist. Nur 10% dieser Fälle entwickeln allerdings eine Entzündung, was die Bedeutung der Forschung unterstreicht. Die Diagnose von Hepatitis B und C erfolgt in Westösterreich über das Hepatologische Labor der Univ.-Klinik für Innere Medizin I. Hier hat man einen großen Fortschritt in der Behandlung von chronischer Hepatitis C erzielt: Alle Patienten können erfolgreich behandelt werden. Das klingt nach einer echten Erfolgsgeschichte!
Ein freiwilliges Leberregister mit 2800 Datensätzen, initiiert von Eva Maier und der AAHPBS, bildet die Datengrundlage für die Empfehlungen. Der Prozess ist also noch lange nicht abgeschlossen. Eine dritte Konsensus-Initiative ist für 2027 geplant, die sich mit der Nachsorge beschäftigen wird. So bleibt das Thema Lebergesundheit in Bewegung, und das ist für alle Beteiligten, insbesondere für die Patient:innen, von großer Bedeutung.
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